Schlagwort-Archive: Serienmörder

„Shining Girls“ von Lauren Beukes

sgEine eigentlich sagenhaft interessante Idee, die mir aber zu unerklärlich blieb.

Warum das Ganze? Wie kam es und er überhaupt dazu?

Wirkte auf mich zu sehr nach Deus ex Machina. Und der epilogische Nachklapp hat’s auch nicht besser gemacht.

Tolle Idee, reizvoll verpackt mit diesen wirren Zeitsprüngen, aber insgesamt letztendlich dann doch eher enttäuschend.


„Leichenblässe“ von Simon Beckett

Sehr gutes Buch. Spannende Geschichte. Überraschendes Wendungsende. Keine Romanze (!).

Wieder sehr nettes anthropologisch-forensisches Techno-Blabla.


In meinem Himmel

Sehr anstrengend. Und lang. Zu lang. Lustige „gerechte Strafe“ für den Mörder. Aber insgesamt hat es vermutlich nicht sehr geholfen, dass von Anfang an klar war, dass die Hauptperson tot ist.
Die ganzen Himmel-Szenen hätte man getrost weglassen können, und dass sie zum Schluss mit dem Typ irgendwie quasi Kontakt aufnimmt, war doch recht albern und unpassend.
Weltklasse allerdings die Szene, als die Schwester im Mörderhaus das Beweisbuch findet. Ganz großes Kino!
Ja, ok, und es war auch ganz schön spannend, ob sie ihn nun kriegen und wie oder was. Aber ich hätte es mir insgesamt anders und weniger esoterisch gewünscht.


„Intensity“ von Dean Koontz

Ursprünglich (08.12.2010):

Erste Eindrücke:

Der Anfang im Haus und bis inkl. Tankstelle war „hui“.
Jetzt aufer Straße im Wohnmobil wird viel zu sehr langweilig rumgeschwafelt. Das ist „pfui“. Oberpfui! Öde! Buh!
Wenn das filosofische Geschwafel so weitergeht, dann bin ich ja auch mal ganz schnell fertig mit dem Buch. Seitenweise Rotz, der nur überfliegend zu ertragen ist.
Lustig dabei: Alle Welt findet das den besten Koontz-Roman überhaupt. Spannend, Vollgas von Anfang an, fesselnd, kann man nicht aus der Hand legen. Na ja.

Und was soll eigentlich der verdreckte englische Titel?! Oh, bloß kein deutsches Wort benutzen. Wird im Buchtext zwar auch immer von „Intensität“ gesprochen, aber wenn das Buch so heißen würde, müsste ja sofort alle Welt untergehen. *kotz*

Update:

Fertig.
Mann, war das ein Scheiß! Geschwafel, Geschwafel, Bla und Blub. Das letzte Drittel hab ich eigentlich nur noch überflogen. Unerträglich. Der (ich nenn’s mal) Epilog hat mich zwar wieder eingermaßen mit einem schönen Ende versöhnt, aber der Rest… Substanz für 100 Seiten auf 400 ausgewälzt. Schreckliche Kindheitsrückblenden, die vermutlich unserer Hauptperson irgendeine Tiefe verleihen sollten, mich aber nur genervt haben. Das hat die Story überhaupt nicht voran gebracht.
Zwischendurch, nach der öden Autofahrt, wurde es wieder spannend und kurzweile, weil dialoglastig, und ich dachte, ok, geht doch, prima, weiter so. Aber dann ist unsere Chyna wieder allein und das Geschwafel kommt wieder. Schade, schade.

Am schlimmsten aber ist, dass alle Welt das für fast das beste Buch vom Herrn Koontz hält!
Deswegen werde ich jetzt einfach mal… oh… mein Amazon-Wunschzettel… so, alles koontzige gelöscht… ja, ich werde also das, was ich von dem Typ noch im Regal stehen hab (Frankenstein 1 +2, Anbetung), lesen, aber sonst kommt mir nun definitiv nix mehr von dem ins Haus (wobei ich hoffe, dass Anbetung nicht anbetungswürdig ist, sonst ist’s Essig mit „definitiv“). Schlimm genug, dass ich mich immer wieder auf Unwägbarkeiten bezüglich Herrn King einlassen muss. Da muss ich nicht noch nen zusätzlichen Schreiberling haben, der meistens langweiligen bis ärgerlichen Quatsch absondert.


„Irrsinn“ von Dean Koontz

Nach den dunklen Flüssen wollte ich ja eigentlich kein Koontz-Buch mehr lesen.

Aber wenn man mir schon so nen Irrsinn schenkt, dann guck ich da halt auch mal rein.

Hach, und das war ja mal gut. Heidewitzka, Herr Kapitän!

Jetzt muss ich vielleicht doch noch mal mehr von dem lesen.

Stellt sich nur die Frage, welche hab ich schon gelesen und welche noch nicht. Und so weiter. Schwierig.


Verblendung

Der zweite Film des heutigen Triple-Features.

War zwar mit 2,5 Stunden überraschend lang und ganz schön ruhig, aber im Nachhinein war das auch gut so. Zu lang war er nämlich eigentlich nicht. OK, die ein oder andere Einstellung hätte mal locker zwei Sekunden kürzer machen können, aber insgesamt war der schon ziemlich nah am perfekten Dinner. Allerdings habe ich mich zu Anfang schon ziemlich gefragt, was das alles soll und wohin das führen soll und wann denn mal endlich was passiert und warum das ganze eigentlich, aber irgendwann hab ich dann festgestellt, dass hier halt einfach mal der Weg das Ziel ist. Ach so, ja, genau, hauptsächlich war mein Problem, dass ich einen polizeilichen Ermittler als Hauptperson des Romans im Kopf hatte. Und wenn immer nur ein Reporter rumläuft, kann man sich natürlich n bisschen wundern. Selbst schuld.

Jedenfalls wars auch auch DVD ganz großes Kino, und ich freu mich mal schon auf die weiteren Verfilmungen.


Harper’s Island

Da ist die Serie nun also zuende gegangen.

Sehr schwache Auflösung des ganzen Spektakels. Es wurde eigentlich kein plausibler Grund für das ganze Gemetzel geliefert. Man könnte sich vorstellen, dass er mit jedem Opfer ein persönliches Hühnchen zu rupfen hatte, aber erklärt wurde nix.

Hahnebüchener Unsinn. Nur weil seine Adoptiveltern ihm nie erzählten, dass er adoptiert wurde, rastet er komplett aus, als er vor seinem richtigen Vater steht. Was ein Furzquatsch!

Isgesamt leider eine ziemlich unnütze Zeitverschwendung.