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The Tortured

torturedEin schöner, kleiner Selbstjustiz-Thriller, der gottseidank mal so gar nicht hält, was sein Titel und das Cover verspricht.
Ja, zwischendrin wird auch n bisschen gequält, aber das gabs vor den ganz Torture-Pornos auch schon. Hauptsächlich geht es eher um Selbstjustiz und Rache, und die Gründe und Folgen.

Optisch sehr gut in Szene gesetzt, super gespielt, super inszeniert! Ob jetzt die Produzenten von Saw unbedingt so viel damit zu tun hatten, sei mal dahin gestellt, aber Drehbuch und Regie haben echt mal nen grandiosen Job gemacht.

Der Story-Twist am Ende ist bei näherer und nachträglicher Betrachtung vielleicht etwas leicht unglaubwürdig oder mindestens mal diskussionswürdig, haut einen beim Sehen des Films aber ziemlich aus den Socken, und geht somit absolut in Ordnung.

Nach meinen letzten filmischen Reinfällen (über die ich noch nichtmal Lust hatte, großartig Worte zu verlieren) war das mal wieder ganz großes Kino.
Beide Daumen hoch!

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Hängt ihn höher

Wieder mal ein etwas blöder deutscher Titel. Denn es stand nie zur Debatte, dass er zu tief gehängt wurde. Das hat schon alles ganz gut gepasst. Na ja.
Dafür war es wieder mal ein Klassiker, der insgesamt wieder mal ziemlich blöd daher kam.
Komische Leute machen komische Dinge. Als unser Held z.B. unzufrieden mit einer Hinrichtungsveranstaltung ist, schnappt er sich entrüstet seine Lieblingshure und geht mit ihr aufs Zimmer. Hmm. Muss ein Generationenproblem sein, aber ich fands albern.
Auch albern fand ich die Masse an Handlung, die in dem Film verstopft war. Da hätte man auch locker drei Filme draus machen können. Da es aber nur einer ist, kam er stellenweise sehr gehetzt daher und viele Handlungsstränge wurden nicht angemessen umgesetzt.
Schade.
Eigentlich eine interessante Thematik mit der Lynchjustiz und der Rache und dem armen gottgleichen Richter, aber diese viel zu volle und viel zu holprige Handlung hat den Film letztendlich recht ärgerlich gemacht.


Auftrag Rache

Harter Tobak. Aber sauguter harter Tobak.
Sehr rätselhafte Verschwörung mit viel Tragik und bitterböser, absolut humorloser Selbstjustiz.
Klasse!
Ja, ok, bisschen meckern muss natürlich auch sein. Kein Polizist der Welt bricht so in eine unbekannte Wohnung ein, wie er das gemacht hat. Tür ganz vorsichtig nur einen kleinen Spalt auf und nur die Knarre reinstecken. Was soll der Quatsch?! Manchmal möchte man Drehbuchautoren einfach nur hauen. Na ja.


Die Fremde in mir

Guter Film!

Aber auch ganz schön krass, dass sie letztendlich *SPOILER* tatsächlich mit ihrer Selbstjustiz-Nummer davon kommt. Und nicht nur einfach so nicht geschnappt wird, sondern vom offiziellen Bullen nicht verhaftet wird. Und nicht nur nicht verhaftet wird, sondern auch noch bei der letzten Justiz unterstützt wird. OK, zurecht, aber doch nicht pc-mäßig für den ordentlichen Normalbürger. Sowas ist doch nicht OK, also echt jetzt mal. Das kann man doch voll nicht machen.

Aber cool war die U-Bahn-Szene schon. Ansatzlos einfach mal über den Haufen geschossen. Sauber! Genauso gehört das mit solchen Deppen gemacht. Nicht lang anzeigen, und Gerichtsverhandlung und Knast (wenn überhaupt) und danach machen sie genau so weiter. Solches Gesocks braucht keiner, also weg damit.

Insgesamt also ein sehr eindrucksvoller, gut gespielter Film mit kontroverser Story und überraschendem Ende. Alles bestens.