Schlagwort-Archive: Psycho

Los Ojos de Julia

Netter, kleiner Thriller. Wenig Horror oder Grusel, aber interessante und spannende Geschichte um sehen und gesehen werden. Geheimnisvoll und mysteriös.
Nette Idee, alle Leute während ihrer Blindheit gesichtslos zu zeigen.
Insgesamt bei weitem nicht so weltbewegend wie Inception, dafür um Klassen besser und unterhaltsamer.


Chloe

Seltsam unspektakulärer und langweiliger Thriller. Und leider ist der Story-Twist wirklich ganz arg vorhersehbar.
Wenn das nicht so sondern anders gekommen wäre, dann wär der Film aber mal sowas von komplett für die Hose gewesen. Aber auch so war er jetzt nicht so wichtig.
Frau Seyfried war toll. Und, ja, auch die anderen Darsteller waren sehr gut, aber insgesamt hat es einen doch sehr kalt gelassen.
Da konnte es noch so sehr um Sex gehen – langweilig wars trotzdem.


„Cupido“ und „Morpheus“ von Jilliane Hoffman

Das Folgende hab ich in geistiger Umnachtung verfasst, in welcher es keinen separaten Artikel zu „Cupido“ gab. Nachdem ich meinen Misstand bemerkt habe, hab ich jetzt allerdings keine Lust mehr, das umzuschreiben. Also nicht wundern, nur lesen….

Für mich Eins zum Preis von Zweien, weil ich das recht zügig hintereinanderweg gelesen habe (nur unterbrochen von nem königlichen Eschbach), und weil die zwei Geschichten keine sind. Es ist eine Geschichte. OK, es liegen zwischen beiden Geschichten 3 Jahre, aber egal.
Lustig finde ich mal wieder, wie sehr man sich niemals auch z.B. Amazon-Rezensionen verlassen sollte. Das habe ich ja eigentlich schon beim dritten Frankenstein erlebt, was aber ja auch nur mal die Ausnahme bezüglich einer Regelbestätigung hätte sein können, aber beim Morpheus sind sich die Leute quasi auch ziemlich einig, dass er ganzganz schlecht vor allem im Vergleich zum Cupido sei. Aber das ist natürlich grober Unfug! Morpheus ist die vermutlich beste Fortsetzung, die ich (neben den Frankensteinen) lesen durfte.
Ja, es sind ganz schön viele lehrhafte Ergüsse bezüglich des amerikanischen Rechtssystems drin. Und ja, im ersten Teil fand ich es erstmal ganz entschieden oberalbern, dass man im amerikanischen Land keinem was kann, wenn man „unrechtmäßig“ eine Leiche in seinem Kofferraum findet. In dem Stück (und natürlich in noch vielen weiteren) ist dieses vereinigte Amerikastaatenland eines der dümmsten. Aber dafür gehen sie ja jetzt auch pleite und werden von China gekauft.
Da ich aber diese Albernheiten von meinen geliebten amerikanischen Krimiserien schon zu Genüge kennen, wars nicht lange schlimm.
Dafür aber umso spannender. Ich mag solchen Gerichtskrempel ja sehr.
Der wahre Mörder war zwar sehr schnell enttarnt, obwohl sich die Frau Autorin redlich Mühe gegeben hat, einen anderen verdächtig erscheinen zu lassen. Wenn aber der möglich gewesen hätte sein sollen, wäre eine Szene im Buch eine bösartige Leserverarsche, und sowas möchte ich nie befürchten, und habs bei Büchern eigentlich auch noch nie erlebt. Deshalb blieb nur ein möglicher Täter übrig. Und das schon nach ca. der Hälfte des Buchs. War aber nicht schlimm. Es war trotzdem unglaublich spannend.
Die Identität von Herrn Morpheus war nicht vorherzusehen, allerdings hat mich die Enthüllung auch ziemlich kalt gelassen. Der Täter trat für mich niemals großartig in den Vordergrund. Schade.
Aber dadurch wars natürlich umso spannender. Der selbstverliebte Fuchs in mir findet es zwar schon n bisschen klasse, wenn er voll clever schon lange vor der eigentlichen Enthüllen den Fall gelöst hat, aber als geniesender Leser möchte ich davon eigentlich nix wissen.
Leider endet der Morpheus mit einer klaren „Fortsetzung folgt“-Ansage, was ich einerseits schade finde, was aber aufgrund der bisherigen Qualität der Bücher auch nicht weiter schlimm ist. Les ich halt noch ein drittes.

Oder auch nicht. Eine kurze Recherche hat ergeben, dass es von Frau Hoffman schon zwei weitere Bücher gibt, die aber anscheinend gar nichts mit der Story von hier zu tun haben.
Hmm. Dann doch wieder schade. War zwar kurz über dieses Fortsetzungsende verärgert, aber so isses auch blöd.


„Cupido“ von Jilliane Hoffman

Furioser Start mit nachfolgenden langen Irritationen, wo jetzt genau die Reise hingehen soll. Dann war’s ziemlich spannend, bis das Ende leider sehr früh voraussehbar war. Frau Hoffman hat sich zwar redlich bemüht, einen anderen Bösewicht verdächtig zu machen, aber wenn der andere es tatsächlich gewesen wäre, wäre ich sehr böse gewesen. Dann hätte nämlich eine Szene nicht so stattfinden können wie beschrieben, und sowas kann ich dann ja gar nicht leiden. War aber nicht so. Und das war gut so. Somit war das Ende für einen international erfahrenen Thrillerfuchs wie mich nicht sehr überraschend, aber das Buch insgesamt sehr gut und lesenswert. Bitte mehr davon!


Black Swan

Ui, was ein langweiliger Mist.
Und das hab ich von Anfang an befürchtet. Als ich das erste Mal von dem Film gehört habe, hat mich das irgendwie nicht interessiert. Und als Frau Portmann den Oscar gekriegt hat, hat mich der Film immer noch nicht interessiert. Kein gutes Zeichen.
Und letztendlich auch kein guter Film.
Langweilig!
Und Ballet.
Und eine immer wieder wild grimassierende Hauptdarstellerin.
Und die Story war auch mehr als alles andere. Was jetzt wie wann tatsächlich passiert ist, konnte man auch im Nachhinein nicht sicher wissen, weshalb ich mich mal wieder hochgradig verschaukelt fühlte. Was bei The Sixth Sense ein grandioser Aha-Effekt war, hat mich hier nur genervt.
Tolle Musik, aber doofer Film.
Ärgerlich.
Zeitverschwendung.


Spiel mit der Angst

Ja, ok, ganz nett, aber durch den Schlusstwist wirkt einiges doch etwas hahnebüchen. Was will sie denn für Gefühle noch ein letztes Mal mit ihm teilen. Ist doch Blödsinn, wenn sie eh genau Bescheid weiß.
Lustige Grundidee, aber nicht so zwingend umgesetzt. Außerdem hat mich mal wieder etwas genervt, dass der Böse immer irgendwelchen willkürlichen Schabernack veranstaltet hat, von dem man nicht wusste, was er genau bezwecken soll. Als man es dann wusste, war’s lustig, aber dann war der Film auch quasi schon zuende.
Na ja.


„Tokio“ von Mo Hayder

Das ist ein Psychothriller mit mehr Psycho als Thriller und einem vielleicht für gewisse Leute spannenden Thema, aber zu denen gehöre ich nicht. Was interessiert mich denn, was 1937 vielleicht in Nanking passiert ist oder auch nicht? Und das ist ja so ein Geheimnis. Und ein ungeheuerliches noch dazu. Oh je, oh je, ein ungeheuerlich geheimes Geheimnis. Das kann man gar nicht sagen. Und ein Mädchen wird ob eines Stolpern über das Geheimnis sofort ganz total gestört und muss in eine Anstalt und muss danach unbedingt herausfinden, ob sie tatsächlich gestolpert ist, weil jeder sagt, dass das natürlich nicht stimmt und überhaupt nicht stimmen kann. Und der einzige, der dabei war, erzählt ihr natürlich nix. Aber uns. In Rückblenden. Aber auch nur uninteressanten Quatsch und nix Substantielles.
Für mich ein klassischer McGuffin. Aber einer der öderen Sorte, weil das, was mir deshalb verkauft wird, unglaublich uninteressant ist. Und ich hab auch insgesamt nicht den Hauch eines Eindrucks, dass das jemals interessanter wird. N bisschen komm ich mir vor wie bei Lost. Ein Rätsel, und noch n Rätsel, was noch n Rätsel nach sich zieht, damit man auch ja voll gespannt dabei bleibt. Tja, Seite 68 ist die letzte für mich. Schönen Dank auch.