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Infamous

Tolles Spiel. Auf Dauer sind die Nebenmissionen zwar etwas abwechslungsarm, aber die Story ist toll und die Präsentation auch. Toll!
Leider auch ein ziemlich ätzendes Spiel. Die Steuerung! Scheißdrecksdämliches Konsolen-Gamepad-Steuerungsgewürge. Verdammt!
Ich habe wirklich lang durchgehalten, aber irgendwann war die Luft n bisschen raus und ich hab mich anderen, PS3-fernen Aufgaben zugewandt, und… tja… das war’s.
Und da ich seit neuestem auch noch schwer mit dem Gedanken spiele, alle Konsolen im Allgemeinen und die PS3 im Speziellen komplett dranzugeben, kann ich auch mal diesen Abgesang hier schreiben. Denn weitergespielt wird dann doch nicht mehr.
Und dabei war die Story echt ziemlich fesselnd und spannend und tragisch.
Spielerisch war’s halt auf Dauer etwas dröge. Die Nebenmissionen hab ich im zweiten Gebiet, nachdem es genau die gleichen wie im ersten waren, einfach mal komplett ignoriert, aber auch die Hauptmissionen waren im weiteren Verlauf sehr oft einfach nur mehr vom Gleichen, nur schwerer. Dagegen ist vielleicht nicht viel einzuwenden, wenn man es nicht schon ohne „schwerer“ schwer genug hätte, mit dem Gamepad zurechtzukommen. Nach fünf erfolglosen Versuchen bei einer Hauptstorymission hatte ich dann erstmal die Schnauze voll und bis heute dieselbe nicht leer bekommen. Und da das jetzt mittlerweile sicher ca. mindestens vier Monate her ist, behalten wir das Spiel mal in relativ positiver Erinnerung, schließen das Kapitel aber hiermit endgültig ab.
Echt schade. Erzählerisch sind diese Konsolenspiele ja immer ganz prima, aber die Steuerung!


Just Cause 2

Fulminant. Und gigantisch. Und wunderschön. Und lustig und spaßig und wunderbar unterhaltend.
Mein erstes richtiges Open-World-Spiel im Stil von GTA. Denke ich. Hab ja GTA nie gespielt. Aber so in der Art stell ich es mir vor. Nur viel langweiliger und unverständlicher.
Der Skorpionenheld hat mit diesem Hakendings das ultimative Feature, das mir im Nachfolgespiel total fehlt. Dafür kann der Held da besser hüpfen. Hat auch was für sich. Aber ich schweife ab…
Anlässlich der Prämisse, so viel Chaos wie nur irgend möglich zu verbreiten, sind die verursachbaren Explosionen manigfaltig und unglaublich pompös. Optisch und akustisch. Das kesselt!
Und wenn nach der ersten wichtigen Quest die Übersichtskarte aufgeht, um einem zu zeigen, was ab jetzt neu zu tun ist, dann fällt man sofort hinten rüber, weil die Inselwelt so abartig riesig ist, und man so abartig wenig bisher getan hat. Man ist auf positivste Art erschlagen, wenn man diese vielen unentdeckten Punkte entdeckt und überlegt, wie viel und lang man vermutlich spielen muss, um alles aufzudecken. Und das ist dann tatsächlich so. Es gibt so schrecklich viel zu tun, dass man eigentlich nie direkt von A nach B kommt, da mindestens C, D und auch noch F aufm Weg dazwischen kommen.
Und das was da kommt, sieht auch immer so unglaublich fantastisch aus. Man kann vom höchsten Berg aus alles überblicken. Kein Fog of irgendwas oder sonstige Wolkengebilde. Alles ist zu sehen und überganslos zu erreichen. OK, wenn man genau darauf achtet, dann kriegt man natürlich ganz viele Detail-Popups, wenn man so mim Hubschrauber durch die Gegen fliegt, aber das ändert nix an der wahnwitzig schönen Grafiklandschaft. Das Licht, die Sonne, die Wolken, der Himmel, die Berge, das Meer, die Wüste… Alles sieht so unglaublich fantastisch aus! Ich bin begeistert!
Spielerisch wiederholen sich die Neben-Quests zwar ziemlich, aber das ist normal und gar nicht schlimm. Irgendwann hat man dann alles gesehen und kümmert sich hauptsächlich um die Hauptquest, die allerdings doch recht langgeweilt ums Eck kommt und trotz des spritzigen Endspurts insgesamt doch recht öde, belanglos und unbefriedigent bleibt. War ok, aber nix wichtiges, aber wo ist das schon anders… OK, vielleicht in Mass Effect. Egal.
Einziger wirklich lästiger Kritikpunkt: Flugzeuge. Die sind mit Abstand so absolut gar nicht steuerbar, dass es echt ein Jammer ist. Ich habe dreimal versucht, die erste Flugzeug-Rennmission zu absolvieren und dann später noch einmal ne andere, und dann war’s das. Geht gar nicht. Besonders unangenehm, da man in zwei Hauptquests…. nee, gar nicht wahr, waren Nebenquests… ok, trotzdem unangenehm, da man in diesen Quests zwingen fliegen muss. Ging dann auch irgendwie, aber Spaß ist anders.
Dafür war das Hubschrauberfliegen weltklasse!
Und das Motorradfahren. Und Buggy. Und Panzerdingsfahrzeug. Hach, wie toll!
Sehr interessant, aber auch leicht beunruhigend, war, dass mir bei exzessiven Widerhakenaktionen leicht schwummrig und übel wurde. Werd ich etwa alt?!
Na ja.
Insgesamt also für mich ganz klar ein 90%-Kandidat, wenn man das übliche Spieletestbewertungsschema anwenden möchte.
Ähnlich gut haben mich eigentlich nur die beiden UnchartedTeile unterhalten. Glaub ich.


Assassin’s Creed

Nicht mein Spiel!
Nachdem es einige Zeit im Schrank rumgammelte, habe ich meine neuerliche WoW-Abstinenz sofort genutzt, um es endlich mal zu spielen. Machte auch direkt einen sehr interessanten Eindruck. Allerdings nicht so schrecklich lange.
Grafisch und animatorisch top, aber spielerisch etwas durchwachsen. Belauschen, beklauen, verhauen, retten. Das sind dich Hauptbestandteile des Spiels. Immer wieder. Und das läuft spielerisch jeweils gleich ab. Zwischendurch kann man dann noch wo hochklettern, runtergucken und -springen. Nach dem zweiten Mal auch nix Besonders mehr (auch wenn es das erste Mal echt absolut großartig, weil neu, war), zumal in der ersten Stadt Damaskus absolut jeder Turm gleich aussah und auf gleiche Art beklettert wurde.
Nach Damaskus erstmal ne Pause gemacht.
Gestern dann weitergespielt und dezent vom Glauben abgefallen. Und über die Konsoligkeit geärgert.
Nicht nur, dass ich nach der Übung des neuen Kampfskills wieder von der Heimatburg, durch das Heimatdorf zum Arealausgang laufen musste und dort dann durch das nächste sinnlose Verteiler-Areal Richtung Ausgang zur nächsten Zielstadt (Jerusalem), nein, nachdem ich Jerusalem erreicht hatte wurde mir natürlich erstmal recht sinnlos und plump der Weg in die Stadt versperrt (unsichtbare Mauer… wenn’s wenigstens n Wachenkommentar à la „du kommst hier nicht rein“ gewesen wäre…), weil ich gefälligst mal wieder (wie auch schon vor Damaskus) einen Bewohner retten sollte, damit dann ein Truppe Gebetsmühlen kommt, in dem ich mich dann unauffällig verstecken kann, damit ich damit dann in die Stadt komme. Aber! Bei der Rettungsaktion war ich natürlich etwas zu forsch und bin prompt hops gegangen. Und, nun halten Sie sich fest, meine hochverehrten Damen und Herren, ich musste natürlich wieder von der Heimatburg nicht nur durch das Heimatdorf und so weiter und sofort den ganzen Weg rumlaufen, nein, man hat mich auch nochmal mit der Übung meines neuen Kampfskills behelligt. Und alles nur, weil diese scheißdrecksdämlichen Konsolenspiele kein freies Speichern unterstützen wollen. Drecksverschissenes Entwicklerscheißpack!!!1
OK, böse Wachen umgehauen, rein in die Stadt, Aussichtskirche erklettert, runtergesprungen, direkt eine Mission gefunden (verhauen) und nach erfolgreicher Erledigung (nach Befragung getötet) aufgeflogen und angegriffen worden. Toll. OK, flüchten, klettern, verstecken, und weiter gehts. So wars jedenfalls in Damaskus. Über das Flüchten bin ich nicht rausgekommen, weil jede, aber auch wirklich ABSOLUT JEDE Wand unerkletterbar war. Meine komische Meuchelmörderspielfigur ist immer mit Schmackes gegen die Wand gehüpft, um sich dann tapfer abzustoßen und in die Verfolgermenge zu stürzen. Das waren gefühlte 10 Minuten sinnloses Rumgerenne mit unerfolgreichen Kletterversuchen, bis ich dann entnervt aufgegeben habe. Danach hat mich das Spiel zwar nicht in der Heimatburg, aber dafür recht nah an einem neuen Aussichtsturm wiederbelebt. Es war dann ein großes Hallo, bis ich endlich mal meine Meuchelmörderspielfigur dazu gebracht habe, auf den Aussichtsturm klettern zu wollen, weil sie ist dann doch immer leiber von Kanten gesprungen, ohne dass ich das wollte, und auf keine Wand geklettert, obwohl ich das wollte, usw… und dann, ja dann, ist meine lustige Meuchelmörderspielfigur auf halbem Weg nach oben einfach mal nicht zur nächsten Kante, sondern komplett in hohem Bogen von Turm gesprungen.
Das war’s.
So ein spielerisch fragwürdiges und dabei auch noch unglaublich unsteuerbares Spiel! Und das verursacht so ne unendliche Hysterie in der Spielergemeinde? Verrückt!
Ständig bringe ich irgendwelche Leute um. OK, nicht weiter verwunderlich als Assassine, aber irgendwie fühlt es sich unnötig und falsch an. Böse Buben umbringen, ok, aber irgendwelche drittrangigen Informanten? Und wie das Spiel in irgendwelchen Auftraggeberdialogsequenzen immer mit mehr als einem Holzhammer das mörderische Treiben gerechtfertigt hat… Und dann die immer gleichen Spielelemente (belauschen, beklauen, verhauen, retten, aussichtsturmklettern), und dann auch immer der gleiche Einstieg mit ankommen bei der Stadt, nicht rein dürfen, Bürger retten, doch rein dürfen. Keine Speicherpunkte.
Ach, was reg ich mich auf. Bleibt schon mehr Zeit für richtige und gute und spaßige Spiele.
Aber echt, wie billig, das muss man mal erlebt haben. Man reitet gemütlich auf das Stadttor zu, die Wachen gehen unwillig aus dem Weg, und man reitet gegen eine unsichtbare Wand. Verrückt. So eine armselige Präsentation und Spielmechanik.
Ach ja, und man soll immer wieder überall 100 verschiedene (und spielerisch unsinnige) Fahnen einsammeln. Konsolenspiele sind solche Würste!