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„Meer der Finsternis“ von Dean Koontz

Nach dem letzten Odd-Thomas-Roman musste ich ja mal vollmundig ankündigen, dass ich keinen weiteren Koontz-Roman lese, nur um nach dem „Rai-Kirah“-Debakel zufällig festzustellen, dass da ja noch einer im Regal rumlungert. Und zufällig dann auch noch ein Odd-Thomas. Das waren se dann aber auch. Mehr gibts im Moment nicht. Muss ich auch keine mehr lesen.

Denn auch dieser Roman war… ok, besser als die letzten beiden, aber trotzdem nicht weiter wichtig. Der erste war weltklasse, jeder weitere nur mittelmäßig.

Wenigstens gab’s hier mal nen anderen Odd zu erleben. Er kann nämlich zwar weiterhin hauptsächlich nur lustig sein, aber wenn’s sein muss auch ein relativ skrupelloser Mörder. Ein Mann muss tun, was ein Mann tun muss. Nicht uninteressant.
Aber die restliche Geschichte war… hmm… nicht so toll… aber, wenn ich jetzt so drüber nachdenke, ist das Ende doch recht offen geraten und lässt sich vielleicht doch interessant fortsetzen. Es wurden einige Fragen auf geworfen, die nicht beantwortet wurde, aber beantwortet werden können. Vielleicht muss ich den nächsten Odd-Thomas auch wieder lesen. Was ein Theater!

 


„Schattennacht“ von Dean Koontz

Besser als der Vorgänger, aber nicht so stark wie der erste Odd-Thomas-Roman.
Für mich dann auch mal Anlass genug, diese Reihe und vermutlich den ganzen Herrn Koontz dranzugeben.
Beim Odd stört mich vor allem sehr, dass quasi jeder Satz ein Witz ist. Alles lustig, ironisch, sarkastisch und dadurch stellenweise durchaus vergnüglich zu lesen, meistens nervts dann aber doch nach einiger Zeit, weil eben viel zu sehr unrealistisch. Solche Dialoge führen normale Menschen nicht. Zu konstruiert.
Inhaltlich isses auch wieder sehr übersichtlich und, tja, ach, uninteressant halt. Wieder mal.
Und genau wegen dieser uninteressanten Übersichtlichkeit seiner Storys, die meistens dann auch zu langweilig und -atmig erzählt werden, mach ich in Zukunft lieber woanders weiter. Gibt genug andere Autoren mit genug anderen Büchern.


„Seelenlos“ von Dean Koontz

Das war leider nicht so toll wie der Vorgänger.
Odds Reise im Tunnel hin und seine Flucht zurück waren leider unendlich öde. Der Mittelteil mit der bösen Bösewichtin war recht spannend und interessant, aber insgesamt hat mich der Vorgänger mehr vom Hocker gerissen.
Allein der klosterhafte Ausblick sorgt dafür, dass ich mindestens mal den dritten Teil lesen möchte und mich darauf auch irgendwie freue.
Vielleicht lags auch hauptsächlich daran, dass mir am ersten Teil ganz ausgesprochen gut der Odd mit der Stormy gefallen hat. Das war sehr nett zu lesen. Und wo keine Stormy, da kein Odd mit Stormy.
Na ja.
Auf ins Kloster!


„Anbetung“ von Dean Koontz

Da hab ich ja wohl mal das beste Buch der Welt oder mindestens von Herrn Koontz gelesen!
Warum unser Hauptdarsteller „etwas einfältig“ sein soll, erschließt sich mir auch nach dem Ende des Buches nicht, aber irgendwas muss man ja hintendrauf schreiben. Und wenn einer nicht nach immer mehr und am besten der Weltherrschaft strebt, und sich sonstwie für wichtig, groß und gut hält, dann muss er natürlich zwangsläufig einfältig sein.
Ich hingegen finde den ollen Odd unheimlich sympathisch und lustig und die beste Serienfigur der Weltgeschichte. Vielleicht. Kenn ja zurzeit nur den ersten Teil, aber das wird sich noch ändern.
Das Buch ist mal wieder sehr locker, flockig und flüssig lesbar geschrieben, und es wimmelt nur so von schönen, netten, kleinen, einfallsreichen Sätzen. Anders kann ich’s nicht beschreiben, und da ich das Buch grad nicht zur Hand habe (und vermutlich eh keine entsprechende Stelle finden würde), kann ich nix zitieren. Jedenfalls selten so einen Spaß beim Lesen gehabt.
Dabei ist das Buch an sich nur bedingt lustig. Es ist einfach sehr nett und lesenswert geschrieben.
Der Weg ist geheimnisvoll und spannend und bleibt es bis zum Ziel. Das Ende ist dramatisch und nochwas und einfach nur schön und gut und perfekt.
Absolute Weltklasse!