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„Shining Girls“ von Lauren Beukes

sgEine eigentlich sagenhaft interessante Idee, die mir aber zu unerklärlich blieb.

Warum das Ganze? Wie kam es und er überhaupt dazu?

Wirkte auf mich zu sehr nach Deus ex Machina. Und der epilogische Nachklapp hat’s auch nicht besser gemacht.

Tolle Idee, reizvoll verpackt mit diesen wirren Zeitsprüngen, aber insgesamt letztendlich dann doch eher enttäuschend.

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Absentia

Absentia1Grandioser, kleiner Monsterhorror-Gruselschocker mit interessanter Mystery-Story, schönen Gruselmomenten, ein paar netten Schockeffekten, und absolut großartigen Hauptdarstellerinnen.

Dafür, dass es eine recht überschaubare (per Kickstarter finanzierte) Independent-Produktion gewesen sein muss, ist das Endprodukt sehr sensationell gelungen.
Die Polizistendarsteller machten zwar leider einen recht drömeligen Eindruck, den die össelige Synchronisation noch unterstützt, aber die zwei Schwestern waren echt klasse. Und ebenso der vermisste Ehemann.
Tolle Geschichte, toll in Szene gesetzt, mit tollen Einfällen (pseudoalternativreale Rückblenden) und Effekten und überraschenden Hüs und Hotts.
Budgetbedingt sind die Spezialeffekte und das Monsterdesign natürlich recht vage und minimalistisch gehalten, dadurch aber nicht minder wirkungsvoll. Da waren richtige Könner am Werk, und ich hoffe mal, man sieht in den nächsten Jahren noch viel von den Leuten.

Und zur Abwechslung auch mal ein echt ordentliches Ende.

In meiner aktuelle Begeisterung würde ich den Film sogar als einen der besten Filme aller Zeiten bezeichnen wollen.
Wenn ich mir anschaue, welche überschätzte Grütze mit 13 Millionen (laut Wikipedia) schonmal verbrochen wird, kann ich gar nicht anders, als diesen so unendlich gelungenen Film mit seinem Minimalbudget von 70.000 (laut Wikipedia) über alle Maßen gut zu finden.

 


The Shrine

Netter, kleiner, etwas gruseliger, aber hauptsächlich mystischer Film. Etwas indie, denke ich. Jedenfalls machten die Darsteller und die Dialoge nicht eine ganz so professionellen Eindruck. Teilweise. War aber nicht schlimm. Schicke Atmosphäre.
Zuerst hatte ich die schlimmsten Befürchtungen, weil verschwundene Rucksack-Touristen in Osteuropa… *gähn*

Aber dann gings um ein einsames Dorf und einen verspukten Wald und einen Geheimbund und ein Geheimnis und einen Fluch und einen Dämon…
Toll!

Hat sehr gut gefallen.


Final Destination 5

Business as usual.
Jemand hat ne Vorahnung, mit viel Splatter garniert, das passiert dann tatsächlich, mit nicht ganz so viel Splatter, weil einige davon kommen, die dann aber wiederum nach und nach mit dem angemessenen Splatter und vielen lustigen Kettenreaktionen doch noch ins Jenseits befördert werden.
Alles altbekannt, keine Überraschungen, so global betrachtet.
Hier allerdings gabs nen sehr netten Schlussgag, der hier natürlich nicht verraten wird.

Insgesamt ein netter Film für zwischendurch, mehr nicht.

Ach ja, n bisschen doof war, dass er in 3D erschaffen wurde. 3D ist ja immer n Stück weit sehr gezwungen, was auch hier wieder der Fall war. Ständig fliegt was unmotiviert in Richtung Kamera… Eine Seuche!


Torchwood – Miracle Day (2. Update)

Das war mal ne ganz schön gute Fernsehserie. Stellenweise mit einer etwas trashigen Anmutung, aber gut und sehenswert.

Cardiff als Quasi-Mittelpunkt der Welt war zwar reichlich ungewöhnlich und kurios, aber auch sehr nett und sympathisch. Irgendwie. Mal was anderes als das übliche New York, Rio oder Tokyo.

Tja.

Und jetzt kommt amerikanisches Geld, und direkt ist das bisherige Alleinstellungsgefühl dahin. Ein paar alte Darsteller machen mit, und das Wiedersehen war schön, die Grundidee ist natürlich auch toll, aber irgendwie ist immer wieder eindeutig zu viel amerikanische Üblichkeit drin. Früher war eindeutig auch hier besser. Wenn ich sowas in amerikanisch sehen will, guck ich Fringe. Da brauch ich kein verdrehtes Torchwood.

Echt, ey! Da sterben auf der ganzen Welt Leute nicht mehr, und sofort muss natürlich die amerikanische CIA für Ordnung sorgen. Irgendwie leider zum Kotzen.

Aber vielleicht entwickelt es sich ja noch ganz anders. Bin ja erst bei Folge 2.

Update 29.08.2012

Ui, schau, schon bin ich bei Folge 6.
Daran kann der gewiefte Experte unschwer erkennen, dass es immer noch gröbster und langweiligster Unfug ist.
In Folge 6 kam zwar n bisschen Trash dazu (dieses in der Brust rumgeporkelt war so peinlich!), aber halt kein spaßiger. Na ja.
Nazis, KZs und jede Menge Geheimniskrämerei. Und das Drehbuch ist halt echt auch doof und dumm und lästig.

Dialog-Highlight aus der Lost-Hölle…

Unbekannter kommt ums Eck: „Sie machen nen tollen Job.“

Sie: „Und wer sind sie?“

Unbekannter: „Das tut nichts zur Sache. Wichtig ist, dass die richtigen Leute begeistert sind.“ Und weg isser.

Sie: *freu* *freu* *freu*

Wenn sowas im wirklichen Leben passieren würde, würde man denken „so ein Vollidiot!“, aber hier isses natürlich geheimnisvoll und spannend…

Wegen solchen Nichtsdialogen hab ich aufgehört, Lost zu gucken.

Zum Kotzen…

Update 21.09.2012

Es ist vollbracht.
Und es war eine Qual.
Echt jetzt.
Es wurde und wurde nicht besser. Was für ein belangloser, dummer, unlogischer und ärgerlicher Mumpitz!
Ich hab auch gar keine Lust, noch mehr darüber zu schreiben. Jede weitere Sekunde ist voll übelst totale Lebenszeitverschwendung.


After.Life

Ein komischer Film.

Ein schlechter Film.

Die ganze Zeit wurde rätselhaft rumgeeiert. Ist der Onkel nun ein fieser Mörder oder ein armes geplagtes Schwein? Ist die Tante nun tot oder nicht? Was ist mit dem Jungen – sieht der auch Tote oder ist der nur doof?
Wenn die Tante tot ist, warum spritzt er dann das Zeug?
Wenn sie nicht tot ist, warum hat sie dann die ganze Zeit ne fiese Bauchwunde?

Ich habe den Eindruck, dass die Autoren nicht so recht wussten, wie der Hase laufen sollte, oder aber sich für schrecklich clever hielten, letztendlich aber vielleicht doch nur schrecklich selbstverliebt waren.

Es gibt rätselhafte Filme, die sind klasse (z.B. Mulholland Drive), und es gibt Filme, die sind nicht klasse (z.B. Donnie Darko).
Klasse ist, wenn ein Film einen Abschluss hat, ein Ende. Und zwar nicht nur eines, das durch den Abspann eingeleitet wird, sondern eines, das eine Erklärung für das vorher gesehene bietet.
Nicht so klasse sind Filme, die einen ohne Erklärung und mit vielen Fragen zurücklassen. Da kann man dann hinterher ganz toll rumrätseln und sich Hypothesen und Konstrukte ausdenken und machen und tun, aber was man tatsächlich gesehen hat, wird man nie klären können.
Das kann natürlich Absicht sein, und überhaupt: Warum sollte man Kunst erklären wollen oder sollen? Von mir aus. Kunst muss man nicht erklären müssen. Aber dann muss ich das auch nicht gut finden.

Ich denke, die Autoren hatte eine tolle Grundidee, haben sich dann aber verzettelt und keinen Plan gehabt, wie sie das wieder auflösen sollten. Klingt nach „Lost„, aber es waren andere Schreiber. Na ja.
Insgesamt ist „After.Life“ leider ein Film, den keine braucht, und der in der Form besser nie gedreht wurde. Und insgesamt leider auch ne ziemliche Zeitverschwendung. Schade.

Ach, und was zum Henker soll eigentlich der dümmliche Punkt im Titel? Echt, ey!


Black Mirror

Voll das anerkannte Superspiel. Nur für mich mal wieder nicht so. Selten hat mich ein Adventure so geärgert mit ewigen Laufwegen. Hin und her und wieder hin und mit einem reden und dann wieder her und was Neues anklicken und wieder hin und was Neues mit dem einen reden und wieder…. ARGH! Und dann muss man manchmal links klicken und manchmal rechts klicken und dann wieder so oder so. Bei den Geheimakten gibts ja z.B. auch nen Unterschied zwischen Links- und Rechtsklick. Rechtsklick guckt, Linksklick macht. Das scheint bei Black Mirror auch so zu sein, aber irgendwie auch nicht so, dass ein dauerhaftes Verständnis bei mir bleibt. Jedenfalls musste ich mit einem Türrahmen sehr lange kämpfen. Und Sachen in einer Schublade sind das erste Mal nur dumm da, um beim nächsten Mal Reingucken, nachdem ich woanders was anderes gemacht hatte, dann doch mitnehmbar zu sein. Nervig!
Trotzdem hatte ich mich fast schon daran genug gewöhnt, um genug Spaß haben zu können, da kam mir eine ganz schön lange Pause dazwischen und der rote Faden ist mitsamt meiner Motivation stiften gegangen.
Da aber alle Welt so schrecklich begeistert von den Black-Mirror-Adventures ist, nehm ich mir mal fest vor, nochmal damit anzufangen.
Allein, ich befürchte, dazu wird es nicht kommen. Wenn ich es noch nicht mal schaffe, Baldurs Gate 2 zuende zu spielen (von dem ich urst begeistert war und bin), dann wird das wohl nix mehr mit Black Mirror. Eigentlich schade. Aber andererseits gibts genug andere Spiele, die für mich komplett unbekannt und neu und spannend sind. Schaun mer mal…