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Death in Paradise

Eine überaus durchschnittliche Serie.
Eigentlich.
Die Grundidee mit dem handfesten Briten, der in die lockerflockige Karibik versetzt wird, ist zwar erstmal originell, aber dann doch nicht. Sowas mit Gegensätzen und so sieht man ja doch auch öfters mal an jeder Ecke.
Auch der Rest wirkt immer irgendwie so wie gewollt und nicht gekonnt, weil zu wenig Geld oder Einfallsreichtum.
Ja, ich möchte sogar sagen, dass die Serie ganz arg altbacken ist. Liegt vermutlich auch an dem absolut zusammenhangslosen MotW-Konzept. Bis auf die erste und letzte Folge isses vollkommen Wurscht, in welcher Reihenfolge man die Folgen guckt. Total Retro, quasi. Auch ist jede Folge gleich (und altbacken) aufgebaut. Es passiert ein Mord, es wird ermittelt, der Chef hat voll den übertriebenen Geistesblitz, alle Verdächtigen werden versammelt und, tadaaa, Auflösung des Falls. Agatha Christie lässt grüßen.
Ganz arg Retro, das Ganze.

Und vermutlich genau deswegen finde ich diese Serie absolut großartig!

Selten hatte ich mit einer Summe solch durchschnittlicher Teile so viel Spaß.
Dieses Agatha-Christie-Konzept find ich total klasse. Miträtseln macht großen Spaß, auch wenn man meistens natürlich komplett daneben liegt. Die Darsteller und ihre Figuren sind sehr nett und sympathisch. Das regelmäßig unregelmäßige Gekabbel zwischen dem drögen Briten und den lebenslustigen Franzosen ist spaßig. Und das Setting sorgt bei mir für lockeres Urlaubsfeeling.

Insgesamt sprechen zwar kopfseitig gefühlte 100 Argumente gegen die Serie, aber mein gefühlter Bauch sagt mir ganz klar „mehr davon“!

Für die zweite Staffel würd ich mir zwar mehr außerkriminalistische Hintergrundhandlung wünschen, aber wenn nicht, dann nicht. Hauptsache es kommt überhaupt ne zweite Staffel. Und ne dritte und ne vierte. Mit mehr Folgen. Viel mehr Folgen.

Hach, was eine tolle Serie!


52 Filme – Thema 12 – Serienverfilmung

Hmm… Serienverfilmungen… Oh, Halliway, du und dein 52-Filme-Projekt

Was soll ich damit denn anfangen…? Nee, das ist tatsächlich das erste Thema, das ich absolut unnütz finde. OK, das Thema nicht unbedingt, aber Serienverfilmungen… Was soll ich damit nur anfangen…? Hmm.

Ja, ok, es gibt die Charlie-Engel. Die waren toll. Ich hab beide gesehen. Großer Spaß.
Die Serie damals war auch ein großer Spaß. Jedes Mal die Spannung, ob man den großen unbekannten Charlie endlich mal zu Gesicht bekommt. David Doyle als John Bosley war weltklasse, die drei Mädels auch. Ich war praktisch in alle drei verliebt. Schade war, dass irgendwann Frau Fawcett ausgestiegen ist. Das war für mich der Anfang vom Ende. Der Ersatz war zwar ganz ok bemüht, aber… na ja, eben nur ein Ersatz. Schade.

Die Verfilmung war fetzig poppig pfiffig modern und eine perfekte Weiterführung des Serienkonzepts. Schade, dass es nur eine Filmfortsetzung gab. Allgemein ist man wohl übereingekommen, dass der zweite Film ganz fürchterlich schlecht sein soll, was ich aber nicht nachvollziehen kann, weil ich auch bei dem unendlichen Spaß hatte. Überdreht und verrückt, aber das war ja auch schon der erste Film.

Wie auch immer. Beste Serienverfilmung ist somit: 3 Engel für Charlie.


Nur über ihre Leiche (GB, 2006)

Überaus durchschnittlicher TV-Krimithriller aus Großbritannien.
Ganz nette Story, ganz netter (wenn auch nicht übermäßig überraschender) Twist am Ende, aber irgendwie will der Funke mal wieder nicht so richtig packend überspringen.


52 Filme – Thema 02 – Kann man immer wieder gucken

Nächste Runde im 52-Filme-Projekt von Halliway.

Einer meiner All-Time-Favorites ist ganz klar „Dead Men Don’t Wear Plaid“ (oder zu deutsch: Tote tragen keine Karos).
Ein unheimlich spaßiges Ereignis, für das man allerdings fundiertes Vorwissen bezüglich der „Schwarzen Serie“ der 40er Jahre benötigt, um auch wirklich alles (oder wenigstens das meiste) angemessen genießen zu können. Steve Martin ist in Höchstform, ein Klischee jagd das nächste und mittendrin alle großen Hollywood-Stars dieser alten Schwarz-Weiß-Krimis.
Großartig!
Aber nur in der Originalfassung (mit eventuellen Untertiteln). Denn nur dabei kommen die reingeschnittenen Originalszenen ordnungsgemäß zur Entfaltung.
Nachdem ich den mehrmals im Kino gesehen hatte und einige Jahre gar nicht mehr, hab ich ihn mal im Fernsehen erwischt und war rechtschaffen irritiert, weil das, was ich da sah, so gar nicht zu meinen Erinnerungen passen wollte. Bis es mir irgendwann auffiel, dass die ja Deutsch sprechen und das total verkehrt ist. Geht gar nicht. Somit also nur per DVD o.ä. konsumierbar.
Dann aber immer wieder und wieder und nochmal!


Monk

Das war’s dann. Schade.
Nach längerer Pause hab ich dann doch mal die letzten 1,5 Staffeln geguckt.
Nach sechs Staffeln hatte ich eigentlich starker Ermüdungserscheinungen. Die üblichen Monk-Sperenzchen haben eher für genervtes Fremdschämen als für Lustigkeit gesorgt.
Die altbackene Präsentation mit MotW anstatt staffelübergreifendem roten Faden hat genervt. Man hätte so schön die Ermittlungen bezüglich der Trudy-Ermordung einflechten können. Nix. Ein Jammer.
Na ja.
Aber zuende gucken muss man die Serie dann halt doch.
Also hab ich mir an drei Tagen die letzten 1,5 Staffeln reingezogen.
Und es war phantastisch! OK, die Monkisms haben öfters immer noch genervt. Aber sie hielten sich doch sehr in Grenzen bzw. wurden erträglicher präsentiert. Es wurde irgendwie mehr auf den Menschen Monk und seine Gefühle eingegangen als nur die bloße Zurschaustellung der Albernheit. Keine Ahnung. Ich hatte jedenfalls extrem gute Unterhaltung, die mit der letzten Doppelfolge, in der dann auch die Ermordung Trudys aufgeklärt wurde, ihren krönenden Abschluss fand.
Und natürlich isses deswegen sehr schade, dass es jetzt vorbei ist. Aber es war klasse!


Castle (2. Staffel)

Anlässliches des zweiten Staffelendes habe ich das dringende Bedürfnis niederzuschreiben welche grandiose Serie das doch ist!
Eine der besten Doppelfolgen der Weltgeschichte (Tick, tick, tick…. Bumm!) und dann diese letzte Folge gerade… hach, was hat sich das blendend entwickelt.
Jetzt kann ich es ja mal kaum erwarten, die dritte Staffel anzufangen…

Ach so, ja, und Susan Sullivan als Martha ist die beste Besetzung einer Rolle aller Zeiten!


„Memento“ von P. J. Tracy

Ja, okeh, ganz nett. Aber so richtig geflasht hats mich nicht. Aber das hat mich der Mortifer  ja auch schon nicht. Wenig Überraschungen, keine Twists. Allerdings ein ernstes Thema interessant beleuchtet. Und die Figuren waren auch spannend.
Das war, wenn ich mich recht erinnere, schon im ersten Buch der Reihe so. Interessante und spannende Nebendarsteller, über die ich sehr gerne sehr viel mehr erfahren hätte. Na ja.