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52 Filme – Thema 06 – Katastrophen kommen selten allein

Auch im sechsten Teil des 52-Filme-Projekts von Halliway muss es leider um einen etwas älteren Film gehen.

Katastrophenfilme gehören seit Anbeginn der Zeit zu meinen liebsten Genres. Und eigentlich ist jeder Katastrophenfilm der beste Katastrophenfilm. Aber „Die Höllenfahrt der Poseidon„, den ich eher als „Poseidon Inferno“ kenne, aus dem Jahr 1972 ist mein Lieblingsfilm aus der Abteilung. Vielleicht weil es sogar der erste, den ich gesehen habe, sein dürfte. Alle anderen danach sind dann ja doch eher nicht so sehr überraschend. Denn, sind wir doch mal ehrlich, kennze einen, kennze alle. Die Katastrophe mag ne andere sein, die Gesichter und Locations natürlich auch, aber letztendlich laufen alle Katastrophenfilme absolut gleich ab, nämlich nach einem sogenannten „Schema F„.
Das kann immer noch Spaß machen und gute Filme ergeben, aber in meinem Fall ist dann halt der erste der beste.
Genauere Gründe dafür gibts wohl keine. Shelley Winters war sehr beeindruckend. Ernest Borgnine auch. Alles Leute, die ich in diesem Film das erste Mal wahrgenommen habe.
Das umgekippte Schiff war ne sensationelle Kulisse.
Und das oscarprämierte Lied nach überstandener Katastrophe war der erste „Filmsong“ meiner Karriere und ein sehr perfekt passender noch dazu.

Und da dieser Poseidon-Film hier so nachhaltig perfekt für mich war und ist, habe ich mir den anderen/neueren Poseidon-Film dann lieber gar nicht erst angeschaut.

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2012

Nee, also der hat mir nun leider gar nicht so gefallen.

Tolle Tricks, Superoptik, knallig und krachig und bummig und bängig, aber halt auch einfach in jeder dieser Kawumm-Szenen einen Tick zu viel. Ständig fliegen Flugzeuge und fahren Autos ganzganz knapp über oder unter oder vorbei und schaffen es gerade ganzganz knapp noch puh das ging aber hui wie knapp uiuiui… *gähn*

Hinzukommen dann noch Logiklöcher ohne Ende, unerträglich pathetisches Menschlichkeitsgeschwafel, ein miserabel synchronisierter Russe und immer wieder übertriebene Computertrickdramatik.

Wobei die Tricks natürlich an sich schon atemberaubend und spektakulär anzuschauen waren. Die Zerstörung der Welt wurde schon schön entsprechend in Szene gesetzt und optisch anprechend präsentiert. Wenn nur nicht der lästige Film drumrum nicht gewesen wäre…

Gegen Ende sterben dann noch unmotiviert n paar Leute, die Familie kommt wieder zusammen (nachdem ordnungsgemäß der lästige Störenfried entsorgt wurde) und die Menschheit überlebt natürlich inkl. Friede, Freude und ner ordentlichen Packung Eierkuchen.

Insgesamt leider fast eher ne Zeitverschwendung.