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Uncharted 3 – Drake’s Deception

Uncharted-3Tja.
Die Luft ist raus.
Der dritte Teil hat nicht ansatzweise so viel Laune gemacht wie die beiden Vorgänger.
Ich war sehr oft sehr genervt.
Zu viel Gerenne in die richtige Richtung, die aber lieber nicht sehr erkennbar war, dafür das Ganze aber unter extremem Zeitdruck, was dazu führte, dass man es nicht auf Anhieb schaffte, weswegen man sich in mehreren Durchgängen mit dummem Trial-and-Error durchtastete. Öde und ärgerlich.

Dann natürlich die unvermeidbaren Ballerpassagen, die man mit dem Gamepad immer noch nicht ordentlich steuern kann. Aber immerhin waren diese Ballereien dafür dann auch gefühlt doppelt so häufig und ebenso lang wie in den vorigen Teilen. Man soll ja schließlich was kriegen für sein Geld. Und wenn es nur dummes, ärgerliches und wie seit jeher eigentlich unpassendes Actiongeballer ist.

Die Wüste war aber nett gemacht. Da habe die Ballereien (mit den neuen Waffen) zur Abwechslung durchaus mal Spaß gemacht, auch wenn die Wüstenszenen vor der Action eher mau und unnötig und wieder mal eher ärgerlich waren.

Ganz großes Kino war auch zum Schluss als in einer Zwischensequenz gesagt wurde, dass wir da jetzt nicht einfach reinstürmen könnten, weil die in der Überzahl seien.
Aha. Ja, stimmt, die ganzen Ballereien vorher war alles sehr kontrolliert und da war gar nicht von Anfang an eine Überzahl der Gegner vorhanden… Oh, Mann…!
Na ja.

Die ersten zwei Teile haben mich voll weggeblasen, der dritte hier war ne ziemliche Nullnummer. Schade.
Einen vierten Teil werde ich somit ganz sicher ignorieren und lieber in Erinnerungen an die ersten beiden schwelgen. Das gab’s nur zweimal, das kommt nie wieder… *sing*

 

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Lost Horizon

lost-horizonDa es überall doch ganz schön hochgelobt wurde, kam ich natürlich nicht umhin, es auch mal zu sielen.

Tja.

War nicht schlecht, aber so richtig überzeugend gut leider auch nicht.

Viel zu viel zu viel zu lange Unterhaltungen ohne Interaktionsmöglichkeit. Immer wieder sitzt man bis zu (wenn vielleicht auch nur gefühlten) 10 Minuten rum und hört sich ne Unterhaltung an, die die Geschichte weitererzählt, aber mich nix machen lässt. Schwach. Und schade. Und auch sehr ärgerlich.
Das war öfters mehr ein Interaktiver Film (ohne Interaktion) als ein Spiel.

Der spielerische Teil war dann typische Adventure-Kost und sehr schön gemacht, aber… hmm… ich weiß auch nicht… auf jeden Fall irgendwie zu leicht. Ich musste eigentlich nie großartig grübeln und knobeln, es lief alles irgendwie von selbst. Und wenn nicht (was echt kaum vorkam), dann hat eine zufällige Kombinierung von Gegenständen ganz schnell weitergeholfen. Meistens aber hab ich auch schon von weitem gerochen, worauf es hinauslaufen soll, und ich musste dann nur noch fleißig die richtigen Stellen anklicken und fertig und weiter.
Natürlich ist es nett, wenn man recht problemlos durch ein Spiel kommt, und ewig rumrätseln und nicht weiterkommen saugt total, aber hier war es mir alles doch zu durchsichtig und uninspiriert. Auch, weil so quasi wirklich jeder Hotspot auch ne Bedeutung hatte. Es gab kaum „atmosphärische“ Spots, die einfach nur zwecks Deko oder Ablenkung anklickbar waren, sondern alles war nötig und …. ja, ok, vielleicht ist das auch tatsächlich immer so… wenn ich jetzt beim Schreiben so drüber nachdenke… aber… ach, es wirkte alles so durchschaubar. Ein Blick auf die Szenerie, und der Käs war meist schon gegessen. Das Wüstenkaff mit Prof. Hayes war ein Paradebeispiel. Von Anfang an war klar, dass ich das brauche um das zu kriegen und dann das und das für das und bei dem kann ich dann das und dort dies und dann hier hin und dann zack fertig.
Ich musste kaum irgendwo länger über die Inventargegenstände grübeln. Das Nazi-Camp war was interessanter und zum Schluss, als ich Richard und Fenton gleichzeitig spielte, musste ich sogar mal in die Lösung gucken, der Rest… ach ja, der Tiger war auch was rätselhaft, aber das waren 2x Lösung gucken bei einer Spieleart, die ich zwar immer wieder gern spiele, bei der ich aber regelmäßig in Bredouillen komme und Lösungen benötige… Das war mir zu wenig Anspruch. Das fühlte sich eher wie klickende Fleißarbeit an.

Aber auch die Geschichte war leider nicht so ganz der Brüller. Indiana-Jones-Verschnitt, Nazis, antikes Geheimnis und ne nette weibliche Begleitung für den heldenhaften Held… 08/15 at its best! *gähn*
Wenn ich Indiana Jones will, dann kann ich Indiana Jones haben. Als Film, als Spiel, alles kein Ding. Ich brauch keinen neuen Indiana Jones mehr.
Und die komische Schlussszene mit den beiden Hauptfiguren war auch sehr unmotiviert und unnötig und somit auch etwas ärglich.
Insgesamt eine Anhäufung von stereotypen Klischees, die man an 100 Ecken schon gesehen hat.
Und der saloppe Grundton unseres Helden war auch fehlplatziert. Er hat jetzt nicht einen Kalauer nach dem nächsten Rausgehauen, aber es war irgendwie doch eher was flapsig. Und ich mag Spiele, die eigentlich sehr ernsthaft und erwachsen aussehen und rüberkommen wollen, und gleichzeitig dann doch immer so pseudolustige Kommentare und Dialoge haben, echt mal so gar nicht. Ihr könnt mir gerne ein „Day of the Tentacle“ verkaufen, in dem alles schräg und verrückt und comicartig ist, oder ein „Book of Unwritten Tales“ mit seinem Fantasy-Setting, und dort darf dann ein Witz den nächsten jagen. Aber wenn man ersthafte Sachen mit erwachsenen Nazis erzählen möchte, dann… ach, ich weiß auch nicht… dafür war das Spiel insgesamt zu unernsthaft. Das sich als nächstes Spiel gerade in der Mache befindliche „Lost Chronicles of Zerzura“ ist da direkt von Anfang an ein ganz anderes Kaliber. Ernsthafterer Grafikstil, bessere Synchro, schönere Rätsel… bei „Lost Horizon“ dachte ich nach 10 Minuten „WTF… Hoffentlich wird das noch…“, bei „Zerzura“ denk ich „Jawollo, juhu, so muss das sein!“.
Na ja.

Die ganzen hochen Wertungen der professionellen Tester kann ich jedenfalls leider nicht so sehr verstehen. Es ist zwar kein totaler Totalausfall, aber aus meiner Sicht doch eher nur für absolute (und eigentlich auch anspruchslose) Anfänger geeignet.


NiBiRu

Nettes, etwas hölzernes, aber angenehm ernsthaftes Adventure. Erwachsene Story mit ohne unnötigem Humor. Der würde nicht passen (wie er auch zu Tunguska nicht passte) und nur stören (wie er auch zu Tunguska nur störte), weshalb er von den Erfindern praktischerweise direkt weggelassen wurde. So muss ein Adventure sein.
Was nicht so sehr sein müsste, ist die lästige Eigenart, Objektkombinationen erst nach einer klar definierten Anzahl von klar definierten Mausklicks oder in klar definierter Reihenfolge zuzulassen. Wenn ich in einen Raum komme, eine Lampe anklicke und zu hören bekomme „die ist kaputt“, und ich eine Birne im Gepäck habe, dann versuch ich sofort, diese Birne mit der Lampe zu kombinieren. Geht nicht. OK. Wenn ich dann nach langwierigem und erfolglosem Herumirren dann in einer Lösung lesen muss, dass ich die Birne auswechseln soll, wunder ich mich natürlich entsprechend, und wenn ich dann nach einigem aufer Lampe herumklicken tatsächlich irgendwann nach dem dritten Mausklick dann doch die Birne wechseln darf, könnte ich ganz exzessiv kotzen. Verdammte Axt!
Dass Gegenstände ihr Aktivitätspotential ändern, je nachdem wo man wann wie ist, ok, da kann man sich dran gewöhnen und meistens kriegt man anhand der Spielsituation mit, wenn man vielleicht doch wieder einen Versuch, X mit Y zu kombinieren, starten darf. Aber wenn man dann mehrmals irgendwas anklicken muss, bis man 2x hört „ist kaputt“ und dann erst… na ja. Wieder was gelernt. Klickt man in Zukunft halt wie ein Weltmeister alles immer mehrmals an. *kopfschüttel*
Ja, und natürlich gibt durchaus das eine oder andere Logikloch, bzw. komische Verhaltensweisen oder Dialoge, aber sowas ist halt bei solchen Spielen so. Egal.
Was genau von mir verlangt wird, nachdem ich erfolgreich nach Frankreich geflohen bin, wird mich auch mit keiner Silbe mitgeteilt. Da ist das Spiel doch sehr oft sehr wortkarg. Ich hab dann mal notgedrungen ziellos weitergespielt (sprich: alles angeklickt) und es wurde dann mal klar, dass ich den Onkel (?) besuchen soll.
Na ja, nothing is perfect, oder so.

Insgesamt trotz meinem Gemecker ein sehr schönes und interessantes und spannendes und sehr spielenswertes Spiel, das allerdings ein ganz schön schwaches und fast schon ärgerliches Ende an den Tag legt.


Uncharted 2 – Among Thieves

Leute, was ist hier denn los?! Warum finde ich auf diesem Superbloggedönse nix zu dem Spiel? Hallo?!

So. Nachdem ich den ersten Teil etwas arg kurz und einsilbig verarztet habe, versuche ich mal hier n bisschen ausführlicher zu werden.

Geilomat! Hier, meine Damen und Herren, liebe Leserinnen und Leser, haben wir das mit Abstand, und zwar mit weitem, weitem Abstand, allerbeste Spiel aller meiner Zeiten! Punkt.
So sieht’s aus.
Ich weiß gar nicht, wo ich anfangen soll mit Lobeshymnen (auch, weil es eigentlich schon bestimmt fast vier Monate her ist, seit ich das gespielt habe).
Die Inszenierung ist unvergleichlich. Tempowechsel, unterschiedliche  Genres, mal Shooter, mal Jump’n’Run, dann wieder Puzzle, schleichen wie bei Splinter Cell oder wilde Explosionen, alles drin, alles dran. Klasse!
Die Kletterübungen sind meistens etwas einfach geraten, weil man eigentlich selten wirklich knifflig was tun muss, sondern der gute Drake alles quasi automatisch auf Knopfdruck macht. Aber trotzdem ist es atemlose Spannung und unendlicher Spaß, selbst wenn man’s doch mal verkackt.
Und dann muss man mittendrin plötzlich wieder von vorne anfangen, was nach kurzem „Och nöööö…“ dann doch unheimlich genial und super ist, weil’s einfach mal ne ganz andere Art des Erzählens ist als das, was man sonst so in Spielen vorgesetzt bekommt.

Das Schießen saugt zwar noch immer, aber es war insgesamt nicht so oft so nervend wie im ersten Teil.

Allerdings ist der Endkampf eine mittelschwere Katastrophe und Unverschämtheit. Das hätte dem Spiel noch auf der Zielgeraden fast die ganze phänomenale Weltklassigkeit genommen, die es vorher so vehement an den Tag gelegt hatte.
So einen unfairen Wurstkampf musste ich noch nie durchstehen. Nach vorne laufen, und am besten nirgendwo gegen, weil man nicht umsonst gleichzeitig nach hinten schießen muss, weil man verteufelt zügig vom Endbossgegner verfolgt wird, der einen ganz leicht und in Windeseile aus den Schuhen und Socken gleichzeitig haut, wenn er einen erwischt, das ist meiner maßgeblichen Meinung nach unmöglich gewollt zu schaffen. OK, man kann so tun, als sei man 100 Affen mit 100 Schreibmaschinen, aber 100 Jahre den Endkampf spielen kann’s ja auch nicht sein.
Gottseidank sahen das wohl die Erfinder des Spiels auch so, denn es gibt einen Trick, den ich nach kurzer Internetrecherche entlüften durfte, mit dem man recht einfach (in meinem Fall aber auch erst nach ca. acht weiteren unerfolgreichen Versuchen) einen Sieg davontragen konnte.
Aber, meine Güte, echt, war das mal kein Spaß und keine Freude und gar keine Genugtuung, als der Kampf vorbei war.

ABER!

Danach ging noch n bisschen weiter, und zwar sofort wieder mit einer so grandiosen Sequenz, dass der Endkampf doch sofort wieder hinten ausm Gehirn gepustet wurde, und die Begeisterung über dieses beste Spiel der Weltgeschichte zurück kommen konnte.

Leute, Leute, ohne Scheiß! Ich hab ja schon viel gespielt in meinem Leben (wenn auch meist nicht zuende), aber diese Uncharted-Spiele sind der absolute Knaller.

So. Schluss!


Uncharted – Drakes Schicksal

Voll der Indiana-Jones-Film zum Spielen. Toll!

Allerdings nerven die Actionszenen etwas. Klettern rockt, Schießen suckt. Man kann halt mit nem Analogstick nicht gescheit zielen.