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A Girl Walks Home Alone

A Girl Walks Home Alone At Night

Grandios Fotografiert. Schwarz-Weiß und sensationelle Beleuchtung und Perspektiven. Hach!
Leider sonst eine etwas bräsige Inszenierung. Zu viel… Autoren-Arthouse, oder so. Komische Leute machen und sagen komische Sachen.
Ich hatte schon die Fernbedienung in der Hand, um auszumachen, als heraus kam, was genau es mit dem Girl auf sich hat. Cooler Twist (vermutlich nur für mich, weil ich ja vorher immer nie was über Filme weiß, die ich gucke).
Leider ist es nicht so, dass der Film dann an Fahrt aufnehmen würde, und der Tobak abginge.
Leider bleibt’s bräsig und komisch, und die Fernbedienung kam dann doch zum Einsatz.
Schade.
Mein Fotografenherz schlägt Purzelbäume, der Storyteller sieht seine Zeit verschwendet… Na ja.

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À l’intérieur (zu deutsch: Inside)

interieurposterDa sind se wieder… Die Franzosen…

Viel Blut, viel Gemetzel, aber übrig bleibt letztendlich nur viel Lärm um nichts.

Leider kann ich diese Nichts nicht weiter definieren, eingrenzen und beschreiben, aber ich bin nicht zufrieden.
Vermutlich wegen den vielen logischen Ungereimtheiten.
Natürlich mal wieder dumme Polizisten, die sich überrumpeln lassen.
Die aber aus dramaturgischen Gründen noch nicht mal angemessen schreien dürfen, wenn man ihnen was ins Auge piekst.
Die dafür aber irgendeinen Gefangenen nicht im Auto lassen können, sondern ihn in ein Haus, aus dem Schüsse zu hören waren, mitnehmen müssen. Mit Handschellen und ner Kette an sich gefesselt.
Und das arme geschundene Opfer kriegt ne Knarre, aber benutzt sie dann lieber nicht.
Und einen kurz zuvor selbst gebastelten Speer dann doch auch wieder nicht.
Das größte Mysterium aber, warum allein in einem Haus bleibt, zu dem sich jemand in offensichtlich nicht allzu freundlicher Absicht jemand Zutritt verschaffen wollte.

Im Nachhinein natürlich alles kein Wunder. Wenn man unbedingt zeigen will, wie ein Baby der Mutter aus dem Leib geschnitten wird, kann die Peinigerin natürlich nicht überwältigt werden.

Na ja. Toll krasses Tabu gezeigt.

Aber doof war der Film halt trotzdem.


Frontière(s)

frontieresHeiliger Sack Zement!

Bei den Franzosen muss man ja immer n bisschen Angst haben. Die ticken ja schonmal sehr krumm und für Resteuropäer eher unverständlich.

Aber hier, Leute, hier haben wir den absolut weltbesten und ultimativsten Hinterwäldler-Horror-Slasher-Thriller aller Zeiten!

Zuerst war zwar hektische Hektik mit voll actionreich-wackelnder Kamera angesagt, aber das hat sich gottseidank bald gegeben.
Dann aber waren die Schauspieler durchweg wunderbar und die Geschichte frei von jeglichen Logiklöchern. Nicht ein Mal musste man denken „och nö, nicht sowas schon wieder“. Keiner ist in offensichtlichen Fallen getappt, jeder hat sich sinnvoll verhalten (was bei durchgeknallten Nazi-Hinterwäldlern eben so „sinnvoll“ ist). Und dann war es zwischendurch auch richtig schön gruselig. Zwar nur kurz, das meiste war schon eher brachiale Horror-Slasher-Action, aber immerhin.

Das Ende war dann doch wieder leicht französisch rätselhaft angehaucht, was aber nicht weiter gestört hat.
Wobei mich trotzdem interessieren würde, was sich der Künstler dabei gedacht hat.

Insgesamt jedenfalls für mich der beste Vertreter seiner Zunft!
Mit einem der besten Abspann-Lieder!

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Hehe, Nachtrag:
Hab gerade mal n bisschen wegen des Endes gegoogelt. Ich scheine der einzige Mensch diesseits des Mississippi zu sein, der den Film toll fand.
Na ja, bin ich ja einigermaßen gewöhnt. Mir hat ja auch Episode 1 am besten gefallen. Und auch noch Jar Jar Binks!


Absentia

Absentia1Grandioser, kleiner Monsterhorror-Gruselschocker mit interessanter Mystery-Story, schönen Gruselmomenten, ein paar netten Schockeffekten, und absolut großartigen Hauptdarstellerinnen.

Dafür, dass es eine recht überschaubare (per Kickstarter finanzierte) Independent-Produktion gewesen sein muss, ist das Endprodukt sehr sensationell gelungen.
Die Polizistendarsteller machten zwar leider einen recht drömeligen Eindruck, den die össelige Synchronisation noch unterstützt, aber die zwei Schwestern waren echt klasse. Und ebenso der vermisste Ehemann.
Tolle Geschichte, toll in Szene gesetzt, mit tollen Einfällen (pseudoalternativreale Rückblenden) und Effekten und überraschenden Hüs und Hotts.
Budgetbedingt sind die Spezialeffekte und das Monsterdesign natürlich recht vage und minimalistisch gehalten, dadurch aber nicht minder wirkungsvoll. Da waren richtige Könner am Werk, und ich hoffe mal, man sieht in den nächsten Jahren noch viel von den Leuten.

Und zur Abwechslung auch mal ein echt ordentliches Ende.

In meiner aktuelle Begeisterung würde ich den Film sogar als einen der besten Filme aller Zeiten bezeichnen wollen.
Wenn ich mir anschaue, welche überschätzte Grütze mit 13 Millionen (laut Wikipedia) schonmal verbrochen wird, kann ich gar nicht anders, als diesen so unendlich gelungenen Film mit seinem Minimalbudget von 70.000 (laut Wikipedia) über alle Maßen gut zu finden.

 


Masks

masksTja. Ich weiß nicht.
Ich würde den ja gern gut finden. Ein deutscher Film mit Horror und Splatter und so.
Eigentlich auch gut gemacht.
Mit eigentlich einer guten Geschichte.
Aber letztendlich fand ich ihn doch nur höchstens so mittel.
Das Ende war großer Unfug. Offene Enden sind ja schön und gut, aber das war doch etwas arg überstürzt und gewollt verstörend.
Die Auflösung mit den bösen Wichten und warum und wer und wie und weshalb fühlte sich auch mehr gewollt als gekonnt an.
Zwischendrin hatte er ganz ordentliches Potential, weswegen ich auch unbedingt dranbleiben musste. Die titelgebenden Masken machten neugierig auf mehr, aber das kam dann leider gar nicht. Die Slasher-Szenen waren ganz nett gemacht, passten aber irgendwie nicht so recht zur Athmosphäre des restlichen Films.
Recht hölzerne Dialoge mit hölzernen Darstellern in abstrusen Horror-Klischee-Situationen, und das alles mündet dann in eine komische Jungbrunnenauflösung. Oder so.
Nee, echt jetzt, mal so gar nicht!
Independent und Horror und Giallo (komisches Genrekonzept) sind ja schön und gut, aber in dieser Darreichungsform sehr überflüssig und ärgerlich. Warum der irgendwelche Preise gewinnen konnte, entzieht sich komplett meinem Verständnis.

 


Famine

famineJa, nee, is klar. So ein blödsinniger Dreck. Aber Hauptsache uncut mit viel Blut.

Soll wohl so’n bisschen in der Tradition von z.B. Braindead sein. Hab ich ja auch schon nicht verstanden.

Solche lustigen Splatterfilme mit dilettantischen Darstellern, ebensolchen Blutfontänen und ohne ernstzunehmendes Drehbuch braucht echt mal keiner.

Wenigstens hab ich nach ca. 20 Minuten noch relativ rechtzeitig gemerkt, was für ein Müll da passiert, und die Guckung abgebrochen.

Schade, dass das Plakat einen so ernsthaften Eindruck machte.
Eigentlich müsste man dafür doch jemanden verklagen können, müsste man nicht?


Wir sind was wir sind

So, so… Das seid ihr also. Was ihr seid… Aber was genau ist das? Ein Haufen dröger Dummbatze in einem drögen Film mit vielen drögen Einstellungen in verkopftem Kunstkino aus der Hölle?

So ein langweiliger Blödsinn!

Vermutlich ein kulturelles Hintergrundproblem. Mexiko ist vielleicht vom mitteleuropäischen Deutschland nicht nur geografisch zu weit weg. Ich jedenfalls fand den Film absolut unerträglich.

Anspruchsvoll darfs ja ruhig sein, aber bitte trotzdem mit Unterhaltung.

Ausgezeichneter Blödsinn, den keiner braucht. So sieht’s aus.