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Absentia

Absentia1Grandioser, kleiner Monsterhorror-Gruselschocker mit interessanter Mystery-Story, schönen Gruselmomenten, ein paar netten Schockeffekten, und absolut großartigen Hauptdarstellerinnen.

Dafür, dass es eine recht überschaubare (per Kickstarter finanzierte) Independent-Produktion gewesen sein muss, ist das Endprodukt sehr sensationell gelungen.
Die Polizistendarsteller machten zwar leider einen recht drömeligen Eindruck, den die össelige Synchronisation noch unterstützt, aber die zwei Schwestern waren echt klasse. Und ebenso der vermisste Ehemann.
Tolle Geschichte, toll in Szene gesetzt, mit tollen Einfällen (pseudoalternativreale Rückblenden) und Effekten und überraschenden Hüs und Hotts.
Budgetbedingt sind die Spezialeffekte und das Monsterdesign natürlich recht vage und minimalistisch gehalten, dadurch aber nicht minder wirkungsvoll. Da waren richtige Könner am Werk, und ich hoffe mal, man sieht in den nächsten Jahren noch viel von den Leuten.

Und zur Abwechslung auch mal ein echt ordentliches Ende.

In meiner aktuelle Begeisterung würde ich den Film sogar als einen der besten Filme aller Zeiten bezeichnen wollen.
Wenn ich mir anschaue, welche überschätzte Grütze mit 13 Millionen (laut Wikipedia) schonmal verbrochen wird, kann ich gar nicht anders, als diesen so unendlich gelungenen Film mit seinem Minimalbudget von 70.000 (laut Wikipedia) über alle Maßen gut zu finden.

 

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The Shrine

Netter, kleiner, etwas gruseliger, aber hauptsächlich mystischer Film. Etwas indie, denke ich. Jedenfalls machten die Darsteller und die Dialoge nicht eine ganz so professionellen Eindruck. Teilweise. War aber nicht schlimm. Schicke Atmosphäre.
Zuerst hatte ich die schlimmsten Befürchtungen, weil verschwundene Rucksack-Touristen in Osteuropa… *gähn*

Aber dann gings um ein einsames Dorf und einen verspukten Wald und einen Geheimbund und ein Geheimnis und einen Fluch und einen Dämon…
Toll!

Hat sehr gut gefallen.


Livid

Schade, dass der deutsche Titel dieses französischen Films mal wieder englisch sein muss. Na ja. *seufz*

Das ist aber auch alles, was ich zu meckern habe.

Der Film selber war sehr gut. Stellenweise sehr unverständlich, aber schön. Sehr atmosphärisch, sehr gruselig. Gute Schauspieler. Tolles Setting. Kryptisches Ende… keine Ahnung, was der Künstler uns damit sagen wollte, aber egal.
Insgesamt ein großes Vergnügen.

Manchmal können sie es halt doch, die Franzosen.

 


Don’t be afraid of the Dark

Netter kleiner Monstergrusler mit fiesen kleinen Gruselmonstern.
Einige logische Ungereimtheiten, aber ne starke kleine Hauptdarstellerin und sehr gut getrickste Monsterchen, und ein überraschend böses Ende.

Was allerdings der finale Schlussakkord sollte, erschließt sich mir nicht ganz. Ich fand den sogar sehr unnötig und doof. Ich könnte fast den Eindruck gewinnen, dadurch wurde mir so’n bisschen der Film verdorben. Na ja.

Das Art-Design war sehr stimmungsvoll. Die Zeichnungen, der Keller, die Monster – das hat alles sehr gut gepasst.


End of the Line

Hat einige Festivalpreise abgeräumt, aber verstehen tu ich das nicht so sehr. Ok, vielleicht für ne Indie-Produktion sehr gut, aber wenn ich es mit Moon oder Vampire Nation vergleiche, dann stinkt das hier ganz schön ab.

Schlechte Schauspieler, schlechte Tricks, allgemein schlechte Filmqualität, blöde Dialoge und wirklich ziemlich schlechte Schauspieler.

Die Geschichte haut’s jetzt auch nicht so raus.

Der Anfang war nett. Toller Schocker. Und die Idee mit den Leuten, die einem den Rücken zu drehen, ist grandios spooky. Die Szene in der U-Bahn-Haltestelle, als ein einzelner Mann mit dem Rücken zur verängstigen Protagonistin steht, und sie guckt weg, und wieder hin, und er ist ein paar Meter näher (aber immer noch mit dem Rücken zu ihr), und sie guckt weg, und wieder hin, und er ist noch n paar Meter näher bei ihr. Wirklich weltklasse.

Leider gehts dann recht stümperhaft weiter, weshalb ich nach 40 Minuten die Filmbeschau beendet musste.


Black Mirror

Voll das anerkannte Superspiel. Nur für mich mal wieder nicht so. Selten hat mich ein Adventure so geärgert mit ewigen Laufwegen. Hin und her und wieder hin und mit einem reden und dann wieder her und was Neues anklicken und wieder hin und was Neues mit dem einen reden und wieder…. ARGH! Und dann muss man manchmal links klicken und manchmal rechts klicken und dann wieder so oder so. Bei den Geheimakten gibts ja z.B. auch nen Unterschied zwischen Links- und Rechtsklick. Rechtsklick guckt, Linksklick macht. Das scheint bei Black Mirror auch so zu sein, aber irgendwie auch nicht so, dass ein dauerhaftes Verständnis bei mir bleibt. Jedenfalls musste ich mit einem Türrahmen sehr lange kämpfen. Und Sachen in einer Schublade sind das erste Mal nur dumm da, um beim nächsten Mal Reingucken, nachdem ich woanders was anderes gemacht hatte, dann doch mitnehmbar zu sein. Nervig!
Trotzdem hatte ich mich fast schon daran genug gewöhnt, um genug Spaß haben zu können, da kam mir eine ganz schön lange Pause dazwischen und der rote Faden ist mitsamt meiner Motivation stiften gegangen.
Da aber alle Welt so schrecklich begeistert von den Black-Mirror-Adventures ist, nehm ich mir mal fest vor, nochmal damit anzufangen.
Allein, ich befürchte, dazu wird es nicht kommen. Wenn ich es noch nicht mal schaffe, Baldurs Gate 2 zuende zu spielen (von dem ich urst begeistert war und bin), dann wird das wohl nix mehr mit Black Mirror. Eigentlich schade. Aber andererseits gibts genug andere Spiele, die für mich komplett unbekannt und neu und spannend sind. Schaun mer mal…


Zimmer 1408

Der Anfang des Films war sehr gemächlich aber simmungsvoll. Unser Held wurde angemessen vorgestellt und der Weg ins Zimmer war sehr spannend und interessant.
Der Anfang im Zimmer war sehr gruselig und wieder stimmungsvoll und wirklich sehr, sehr gruselig. Klasse! Es gab viele nette Ideen (Radiowecker, Spiegelfenster, Außenfassade), aber mehr und mehr wurde der Film dann zu einer lauten Effektorgie.
Irgendwann war dann der Zimmerhorror nur ein böser Traum, was mich erstmal kurz verärgert hat, da aber ein kurzer Blick auf die Laufzeit ergab, dass noch knapp ne halbe Stunde vor mir lag, hab ich wieder entspannt und war gespannt wie es weitergeht.
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