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Wen die Geister lieben

Nette kleine Komödie mit einem herrlichen Ricky Gervais. Dieser misanthropische Zahnarzt sprach mir von Herzen aus der Seele. Super!
Sonst nicht weiter anspruchsvoll, aber schöne und angenehme Unterhaltung, die einem ne gute Zeit beschert.

 


After.Life

Ein komischer Film.

Ein schlechter Film.

Die ganze Zeit wurde rätselhaft rumgeeiert. Ist der Onkel nun ein fieser Mörder oder ein armes geplagtes Schwein? Ist die Tante nun tot oder nicht? Was ist mit dem Jungen – sieht der auch Tote oder ist der nur doof?
Wenn die Tante tot ist, warum spritzt er dann das Zeug?
Wenn sie nicht tot ist, warum hat sie dann die ganze Zeit ne fiese Bauchwunde?

Ich habe den Eindruck, dass die Autoren nicht so recht wussten, wie der Hase laufen sollte, oder aber sich für schrecklich clever hielten, letztendlich aber vielleicht doch nur schrecklich selbstverliebt waren.

Es gibt rätselhafte Filme, die sind klasse (z.B. Mulholland Drive), und es gibt Filme, die sind nicht klasse (z.B. Donnie Darko).
Klasse ist, wenn ein Film einen Abschluss hat, ein Ende. Und zwar nicht nur eines, das durch den Abspann eingeleitet wird, sondern eines, das eine Erklärung für das vorher gesehene bietet.
Nicht so klasse sind Filme, die einen ohne Erklärung und mit vielen Fragen zurücklassen. Da kann man dann hinterher ganz toll rumrätseln und sich Hypothesen und Konstrukte ausdenken und machen und tun, aber was man tatsächlich gesehen hat, wird man nie klären können.
Das kann natürlich Absicht sein, und überhaupt: Warum sollte man Kunst erklären wollen oder sollen? Von mir aus. Kunst muss man nicht erklären müssen. Aber dann muss ich das auch nicht gut finden.

Ich denke, die Autoren hatte eine tolle Grundidee, haben sich dann aber verzettelt und keinen Plan gehabt, wie sie das wieder auflösen sollten. Klingt nach „Lost„, aber es waren andere Schreiber. Na ja.
Insgesamt ist „After.Life“ leider ein Film, den keine braucht, und der in der Form besser nie gedreht wurde. Und insgesamt leider auch ne ziemliche Zeitverschwendung. Schade.

Ach, und was zum Henker soll eigentlich der dümmliche Punkt im Titel? Echt, ey!


„Meer der Finsternis“ von Dean Koontz

Nach dem letzten Odd-Thomas-Roman musste ich ja mal vollmundig ankündigen, dass ich keinen weiteren Koontz-Roman lese, nur um nach dem „Rai-Kirah“-Debakel zufällig festzustellen, dass da ja noch einer im Regal rumlungert. Und zufällig dann auch noch ein Odd-Thomas. Das waren se dann aber auch. Mehr gibts im Moment nicht. Muss ich auch keine mehr lesen.

Denn auch dieser Roman war… ok, besser als die letzten beiden, aber trotzdem nicht weiter wichtig. Der erste war weltklasse, jeder weitere nur mittelmäßig.

Wenigstens gab’s hier mal nen anderen Odd zu erleben. Er kann nämlich zwar weiterhin hauptsächlich nur lustig sein, aber wenn’s sein muss auch ein relativ skrupelloser Mörder. Ein Mann muss tun, was ein Mann tun muss. Nicht uninteressant.
Aber die restliche Geschichte war… hmm… nicht so toll… aber, wenn ich jetzt so drüber nachdenke, ist das Ende doch recht offen geraten und lässt sich vielleicht doch interessant fortsetzen. Es wurden einige Fragen auf geworfen, die nicht beantwortet wurde, aber beantwortet werden können. Vielleicht muss ich den nächsten Odd-Thomas auch wieder lesen. Was ein Theater!

 


52 Filme – Thema 10 – Horrorfilme

In der 10. Runde des 52-Filme-Projekts von Halliway geht’s also um Horrorfilme…

Für mich ist in dieser Gattung der absolut unerreichteste Film das amerikanische Remake von „Ringu“ aus dem Jahr 2002 mit Naomi Watts namens „Ring„.
Normalerweise bin ich Remakes gegenüber eher nicht so positiv eingestellt. Da die Japaner (wie auch alle anderen Ostasiaten) aber anerkanntermaßen höchstens saugeile Ideen habe, ihnen in der Ausführung aber ihre für mich absolut fremdartige Kultur dergestalt in die Quere kommt, dass ich keinen Film in der Originalfassung (und sei er noch so deutschsprachig synchronisiert) schauen kann.
Somit ist hier also ein Remake nicht nur ein guter Film, sondern ein bester geworden.
Für mich war der alles entscheidende Schlüsselmoment ziemlich am Anfang, als die Leiche im Schrank gezeigt wurde. Das komisch verschobene Gesicht. Das hat mir den größten Schock aller Zeiten verpasst. Den restlichen Film danach war ich in einem ganz üblen Grundzustand lauernder Panik. Immer und überall habe ich Gespenster erwartet und gesehen. Immer und überall war alles gruselig und spannend und geheimisvoll und erschreckend.
Der Videofilm, um den es im Film geht, war eigentlich nicht weiter tragisch, für mich nach dieser Schockszene allerdings das tollste Gruselerlebnis aller Zeiten.
Für mich war das auch das erste Erlebnis mit einem dunkel- und langhaarigen, gruseligen Mädchen. Da war danach zwar das Remake von „The Grudge“ noch n bisschen schicker, aber auch die Göre hier in Ring war klasse.
Und zu guter Letzt war auch die Story mit dem Videofilm und den sieben Tagen spannend und interessant und in der Auflösung angemessen befriedigend (im Gegensatz zu z.B. einem der schlechtesten Horrorfilme und dem Grund, weshalb ich japanische Originale verabscheue „The Call„).


Zimmer 1408

Der Anfang des Films war sehr gemächlich aber simmungsvoll. Unser Held wurde angemessen vorgestellt und der Weg ins Zimmer war sehr spannend und interessant.
Der Anfang im Zimmer war sehr gruselig und wieder stimmungsvoll und wirklich sehr, sehr gruselig. Klasse! Es gab viele nette Ideen (Radiowecker, Spiegelfenster, Außenfassade), aber mehr und mehr wurde der Film dann zu einer lauten Effektorgie.
Irgendwann war dann der Zimmerhorror nur ein böser Traum, was mich erstmal kurz verärgert hat, da aber ein kurzer Blick auf die Laufzeit ergab, dass noch knapp ne halbe Stunde vor mir lag, hab ich wieder entspannt und war gespannt wie es weitergeht.
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„Seelenlos“ von Dean Koontz

Das war leider nicht so toll wie der Vorgänger.
Odds Reise im Tunnel hin und seine Flucht zurück waren leider unendlich öde. Der Mittelteil mit der bösen Bösewichtin war recht spannend und interessant, aber insgesamt hat mich der Vorgänger mehr vom Hocker gerissen.
Allein der klosterhafte Ausblick sorgt dafür, dass ich mindestens mal den dritten Teil lesen möchte und mich darauf auch irgendwie freue.
Vielleicht lags auch hauptsächlich daran, dass mir am ersten Teil ganz ausgesprochen gut der Odd mit der Stormy gefallen hat. Das war sehr nett zu lesen. Und wo keine Stormy, da kein Odd mit Stormy.
Na ja.
Auf ins Kloster!


„Anbetung“ von Dean Koontz

Da hab ich ja wohl mal das beste Buch der Welt oder mindestens von Herrn Koontz gelesen!
Warum unser Hauptdarsteller „etwas einfältig“ sein soll, erschließt sich mir auch nach dem Ende des Buches nicht, aber irgendwas muss man ja hintendrauf schreiben. Und wenn einer nicht nach immer mehr und am besten der Weltherrschaft strebt, und sich sonstwie für wichtig, groß und gut hält, dann muss er natürlich zwangsläufig einfältig sein.
Ich hingegen finde den ollen Odd unheimlich sympathisch und lustig und die beste Serienfigur der Weltgeschichte. Vielleicht. Kenn ja zurzeit nur den ersten Teil, aber das wird sich noch ändern.
Das Buch ist mal wieder sehr locker, flockig und flüssig lesbar geschrieben, und es wimmelt nur so von schönen, netten, kleinen, einfallsreichen Sätzen. Anders kann ich’s nicht beschreiben, und da ich das Buch grad nicht zur Hand habe (und vermutlich eh keine entsprechende Stelle finden würde), kann ich nix zitieren. Jedenfalls selten so einen Spaß beim Lesen gehabt.
Dabei ist das Buch an sich nur bedingt lustig. Es ist einfach sehr nett und lesenswert geschrieben.
Der Weg ist geheimnisvoll und spannend und bleibt es bis zum Ziel. Das Ende ist dramatisch und nochwas und einfach nur schön und gut und perfekt.
Absolute Weltklasse!