Anthony Zimmer

azTja.
Man weiß es nicht…
Hmm…
Das Ende stellt mal wieder alles auf den Kopf und hinterlässt mich etwas unentschieden.
Kann das sein?
„Macht“ das Sinn?

Grübel, grübel und studier… Es wird gegoogelt und andere Meinungen gelesen… Man ist sich sicher: Zuschauerverarsche! Und zwar ganz üble und dumme und unverschämte und wie kann man nur und überhaupt und sowieso!

Aber, eigentlich isses halb so wild.
Und je länger ich über das Ende und die Konsequenzen für den kompletten vorigen Film nachdenke, desto weniger schlimm ist es und desto egaler könnt mir nix sein.

Außerdem stimmt die ganze Jammerei einfach auch gar nicht. Es mag zwar ne komische Taktik gewesen sein, aber letztendlich dann eben doch nicht. Es hat ja geklappt. Nee, Leute, es passt alles. Im ersten Moment ist man geneigt, zu sagen „Was soll der Scheiß?!“, aber ich leg mich fest: Welcher Scheiß? Da war keiner.

Der Film war klasse!

Altmodische Verbrecherhatz in bester hitchcockscher Manier.
Wunderbare Bilder, wunderbare Musik, stilvolle Atmosphäre… Herrlich!
Nix neumodisch Bummbumm, Krach, Peng und Action bis zum Umfallen und voll die krassen Spezialcomputereffekte mit Hightech und Spökes.
Klar kann man meckern, dass viel geklaut wurde. Aber, hey, na und? Wieder mal ist gut geklaut viel, viel besser, als schlecht selber erfunden. Ich guck mir lieber toll geklaute Filme an, bei denen ich mich alle fünf Minuten an die tollen Vorlagen erinnere, als dass ich minderwertige Neuware ertragen möchte, bei der ich mich alle zwei Minuten über schlechtes Licht, doofe Dialoge und miserable Schauspieler aufregen muss. Zumal ich den Film hier auch nicht als „geklaut“ empfinde, sondern als respektvolle Hommage an vergangene (und natürlich bessere) Zeiten.

Ja, ich gestehe, ich bin kritikloser Fanboy. Der Film hatte mich mit der ersten Kamerafahrt und ließ mich nicht mehr los. Da können mich doch so ein tendenziell verunglücktes Ende und massenweise Klauerei gar nicht meinen.

Und dann noch Frau Marceau mit dabei.
Und eine neumodische, einsame Villa in den Bergen.
Und Nizza (das allerdings stellenweise sehr nach Cannes aussah)!

So langsam komm ich mit den Franzosen wieder ins Reine. Ganz schön oft haben sie es eben doch ganz schön drauf.

Leute, was ein toller Film!


Frontière(s)

frontieresHeiliger Sack Zement!

Bei den Franzosen muss man ja immer n bisschen Angst haben. Die ticken ja schonmal sehr krumm und für Resteuropäer eher unverständlich.

Aber hier, Leute, hier haben wir den absolut weltbesten und ultimativsten Hinterwäldler-Horror-Slasher-Thriller aller Zeiten!

Zuerst war zwar hektische Hektik mit voll actionreich-wackelnder Kamera angesagt, aber das hat sich gottseidank bald gegeben.
Dann aber waren die Schauspieler durchweg wunderbar und die Geschichte frei von jeglichen Logiklöchern. Nicht ein Mal musste man denken „och nö, nicht sowas schon wieder“. Keiner ist in offensichtlichen Fallen getappt, jeder hat sich sinnvoll verhalten (was bei durchgeknallten Nazi-Hinterwäldlern eben so „sinnvoll“ ist). Und dann war es zwischendurch auch richtig schön gruselig. Zwar nur kurz, das meiste war schon eher brachiale Horror-Slasher-Action, aber immerhin.

Das Ende war dann doch wieder leicht französisch rätselhaft angehaucht, was aber nicht weiter gestört hat.
Wobei mich trotzdem interessieren würde, was sich der Künstler dabei gedacht hat.

Insgesamt jedenfalls für mich der beste Vertreter seiner Zunft!
Mit einem der besten Abspann-Lieder!

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Hehe, Nachtrag:
Hab gerade mal n bisschen wegen des Endes gegoogelt. Ich scheine der einzige Mensch diesseits des Mississippi zu sein, der den Film toll fand.
Na ja, bin ich ja einigermaßen gewöhnt. Mir hat ja auch Episode 1 am besten gefallen. Und auch noch Jar Jar Binks!


The Last of Us

TheLastOfUsTolle Story (bis auf das drömelige Ende), schlechtes Spiel.

Den Shooter-Teil kann man kaum vernünftig und mit Spaß spielen, weil man mit einem Consolen-Controller nicht zielen kann.

Diese Sammelei und Bastelei ist ganz nett, verkommt aber nach kürzester Zeit zu lästiger Routine.

Die Pillen zum Aufleveln irgendwelcher Fähigkeiten braucht keiner.

Das Schleichen ist ganz nett und mitunter sogar richtig, richtig spannend. Meistens endet es aber doch darin, dass man alle Gegner tötet, weil das Schleichen dann doch mal wieder schief ging.

Leitern rumtragen, Palettenflöße rumschieben ist ganz nett, aber auch recht schnell langweilig.

Immer wieder muss ich an vom Spiel vorgegebenen Stellen ne Taste (meistens Dreieck) drücken, damit was passiert. Hui, was für ein grandioses Gameplay. Auf meilenweite Entfernung wird die entsprechende Position angezeigt. Absolut anspruchslos. Man kann auch nicht variieren mit irgendwelchen Lösungswegen durch die Level. Es gibt immer genau eine Tür, die geöffnet werden muss, oder eine Mauer, über die man springen muss, oder eine Wand, an der man hochklettert, und alles immer mit genau der gleichen Taste (ok, manchmal muss man sie mehrmals drücken…). Keine Alternativen. Kein links über die Mauer und schleichen oder rechts rum und Türschloss knacken. Ach so, ja, Türschlösser kann man manchmal knacken. Ganz knifflig ist das. Man muss Dreieck drücken.

Und dann immer diese Zaunpfahlskripte. Du machst genau eine Aktion, du machst genau einen Schritt, und plötzlich wird aus einer Sommeridylle die die Hölle. Vorher weit und breit nichts, und plötzlich stürmen 5 Zombies den vorher leeren und eigentlich auch recht abgeschlossenen Gang entlang. Man soll ein Auto rumschieben und wird alle paar Meter angegriffen. Aber Auto erstmal stehen lassen und die Straße komplett säubern ist nicht, das will das Spiel nicht, es sind keine Gegner da. Die kommen erst zufällig aus dem Nichts geploppt, wenn man das Auto weiterschiebt.

Insgesamt wirklich das armseligste Gameplay aller Zeiten.

Die Story ist der einzige Grund, dieses „Spiel“ zu „spielen“. Und die endet dann auch total… bräsig… und unbefriedigend… und sehr nach Fortsetzung riechend (auch wenn der Hersteller sagt, dass die Geschichte zuende erzählt sei). Aber auch zwischendrin kommt sie mir immer wieder doof vor. Irgendwie wirkt es sehr befremdlich, wenn einfach mal so im vorbeigehen wehrlose Leute ohne besondere Not getötet werden. Und dass sich Joel anfangs weigert, Ellie ne Waffe zu geben, wirkt auch äußerst albern und unglaubwürdig. Na ja.

Ja, alle Welt ist begeistert. Alle Welt findet dieses Spiel groß- und meilensteinartig. Alle Welt ist hin und weg ob der Geschichte und der Grafik und allem.
Aber: Scheiß auf alle Welt!

Das Spiel ist in meinen Augen ziemlich großer Müll und war vermutlich auch das letzte Spiel von Naughty Dog, das den Weg zu mir gefunden hat.
Schade.


.45

45Ein sehr guter und unterhaltsamer Film.

Nette und abwechslungsreiche Machart mit den Interview-Einschüben. Großartige Schauspieler bis in die kleinste Nebenrolle. Interessante und spannende Geschichte, die allerdings gegen Ende etwas schwächelt. Der mittlerweile übliche Story-Twist war etwas zwar vordergründig nett (aber auch da schon nicht sonderlich spektakulär)… hmm… nee, er war noch nicht mal nett… Ach, eigentlich kann man das auch gar nicht Story-Twist nennen (aber ich hab jetzt keine Lust, den Text umzuschreiben). Man hat’s halt n bisschen spannend gemacht mit der Auflösung, wer’s denn nun war, aber richtig wichtig war’s eigentlich nicht. Die Problemlösung war es, die vordergündig nett daher kam. Aber drittens und hauptsächlich war sie nachträglich doch eher relativ unglaubwürdig. Man hat irgendwelche Skrupel, den Herrn Al umzubringen, bringt dafür dann aber nen anderen um. Hm. Tz. Also, ich weiß ja nicht.

Aber Frau Jovovich war dabei (nur deswegen bin ich überhaupt über diesem Film gestolpert), und da wollen wir mal nicht so zimperlich wegen eines etwas verkorksten Endes sein.


Uncharted 3 – Drake’s Deception

Uncharted-3Tja.
Die Luft ist raus.
Der dritte Teil hat nicht ansatzweise so viel Laune gemacht wie die beiden Vorgänger.
Ich war sehr oft sehr genervt.
Zu viel Gerenne in die richtige Richtung, die aber lieber nicht sehr erkennbar war, dafür das Ganze aber unter extremem Zeitdruck, was dazu führte, dass man es nicht auf Anhieb schaffte, weswegen man sich in mehreren Durchgängen mit dummem Trial-and-Error durchtastete. Öde und ärgerlich.

Dann natürlich die unvermeidbaren Ballerpassagen, die man mit dem Gamepad immer noch nicht ordentlich steuern kann. Aber immerhin waren diese Ballereien dafür dann auch gefühlt doppelt so häufig und ebenso lang wie in den vorigen Teilen. Man soll ja schließlich was kriegen für sein Geld. Und wenn es nur dummes, ärgerliches und wie seit jeher eigentlich unpassendes Actiongeballer ist.

Die Wüste war aber nett gemacht. Da habe die Ballereien (mit den neuen Waffen) zur Abwechslung durchaus mal Spaß gemacht, auch wenn die Wüstenszenen vor der Action eher mau und unnötig und wieder mal eher ärgerlich waren.

Ganz großes Kino war auch zum Schluss als in einer Zwischensequenz gesagt wurde, dass wir da jetzt nicht einfach reinstürmen könnten, weil die in der Überzahl seien.
Aha. Ja, stimmt, die ganzen Ballereien vorher war alles sehr kontrolliert und da war gar nicht von Anfang an eine Überzahl der Gegner vorhanden… Oh, Mann…!
Na ja.

Die ersten zwei Teile haben mich voll weggeblasen, der dritte hier war ne ziemliche Nullnummer. Schade.
Einen vierten Teil werde ich somit ganz sicher ignorieren und lieber in Erinnerungen an die ersten beiden schwelgen. Das gab’s nur zweimal, das kommt nie wieder… *sing*

 


Lost Horizon

lost-horizonDa es überall doch ganz schön hochgelobt wurde, kam ich natürlich nicht umhin, es auch mal zu sielen.

Tja.

War nicht schlecht, aber so richtig überzeugend gut leider auch nicht.

Viel zu viel zu viel zu lange Unterhaltungen ohne Interaktionsmöglichkeit. Immer wieder sitzt man bis zu (wenn vielleicht auch nur gefühlten) 10 Minuten rum und hört sich ne Unterhaltung an, die die Geschichte weitererzählt, aber mich nix machen lässt. Schwach. Und schade. Und auch sehr ärgerlich.
Das war öfters mehr ein Interaktiver Film (ohne Interaktion) als ein Spiel.

Der spielerische Teil war dann typische Adventure-Kost und sehr schön gemacht, aber… hmm… ich weiß auch nicht… auf jeden Fall irgendwie zu leicht. Ich musste eigentlich nie großartig grübeln und knobeln, es lief alles irgendwie von selbst. Und wenn nicht (was echt kaum vorkam), dann hat eine zufällige Kombinierung von Gegenständen ganz schnell weitergeholfen. Meistens aber hab ich auch schon von weitem gerochen, worauf es hinauslaufen soll, und ich musste dann nur noch fleißig die richtigen Stellen anklicken und fertig und weiter.
Natürlich ist es nett, wenn man recht problemlos durch ein Spiel kommt, und ewig rumrätseln und nicht weiterkommen saugt total, aber hier war es mir alles doch zu durchsichtig und uninspiriert. Auch, weil so quasi wirklich jeder Hotspot auch ne Bedeutung hatte. Es gab kaum „atmosphärische“ Spots, die einfach nur zwecks Deko oder Ablenkung anklickbar waren, sondern alles war nötig und …. ja, ok, vielleicht ist das auch tatsächlich immer so… wenn ich jetzt beim Schreiben so drüber nachdenke… aber… ach, es wirkte alles so durchschaubar. Ein Blick auf die Szenerie, und der Käs war meist schon gegessen. Das Wüstenkaff mit Prof. Hayes war ein Paradebeispiel. Von Anfang an war klar, dass ich das brauche um das zu kriegen und dann das und das für das und bei dem kann ich dann das und dort dies und dann hier hin und dann zack fertig.
Ich musste kaum irgendwo länger über die Inventargegenstände grübeln. Das Nazi-Camp war was interessanter und zum Schluss, als ich Richard und Fenton gleichzeitig spielte, musste ich sogar mal in die Lösung gucken, der Rest… ach ja, der Tiger war auch was rätselhaft, aber das waren 2x Lösung gucken bei einer Spieleart, die ich zwar immer wieder gern spiele, bei der ich aber regelmäßig in Bredouillen komme und Lösungen benötige… Das war mir zu wenig Anspruch. Das fühlte sich eher wie klickende Fleißarbeit an.

Aber auch die Geschichte war leider nicht so ganz der Brüller. Indiana-Jones-Verschnitt, Nazis, antikes Geheimnis und ne nette weibliche Begleitung für den heldenhaften Held… 08/15 at its best! *gähn*
Wenn ich Indiana Jones will, dann kann ich Indiana Jones haben. Als Film, als Spiel, alles kein Ding. Ich brauch keinen neuen Indiana Jones mehr.
Und die komische Schlussszene mit den beiden Hauptfiguren war auch sehr unmotiviert und unnötig und somit auch etwas ärglich.
Insgesamt eine Anhäufung von stereotypen Klischees, die man an 100 Ecken schon gesehen hat.
Und der saloppe Grundton unseres Helden war auch fehlplatziert. Er hat jetzt nicht einen Kalauer nach dem nächsten Rausgehauen, aber es war irgendwie doch eher was flapsig. Und ich mag Spiele, die eigentlich sehr ernsthaft und erwachsen aussehen und rüberkommen wollen, und gleichzeitig dann doch immer so pseudolustige Kommentare und Dialoge haben, echt mal so gar nicht. Ihr könnt mir gerne ein „Day of the Tentacle“ verkaufen, in dem alles schräg und verrückt und comicartig ist, oder ein „Book of Unwritten Tales“ mit seinem Fantasy-Setting, und dort darf dann ein Witz den nächsten jagen. Aber wenn man ersthafte Sachen mit erwachsenen Nazis erzählen möchte, dann… ach, ich weiß auch nicht… dafür war das Spiel insgesamt zu unernsthaft. Das sich als nächstes Spiel gerade in der Mache befindliche „Lost Chronicles of Zerzura“ ist da direkt von Anfang an ein ganz anderes Kaliber. Ernsthafterer Grafikstil, bessere Synchro, schönere Rätsel… bei „Lost Horizon“ dachte ich nach 10 Minuten „WTF… Hoffentlich wird das noch…“, bei „Zerzura“ denk ich „Jawollo, juhu, so muss das sein!“.
Na ja.

Die ganzen hochen Wertungen der professionellen Tester kann ich jedenfalls leider nicht so sehr verstehen. Es ist zwar kein totaler Totalausfall, aber aus meiner Sicht doch eher nur für absolute (und eigentlich auch anspruchslose) Anfänger geeignet.


Unser Song für Malmö

Drauf geschissen auf unseren Song!

Jedes Jahr machen wir uns darüber lustig, dass halb Europa ne Kopie des Vorjahressiegers zum Wettbewerb schickt.

Und was machen wir?!?

Was macht die verblödete Hallenjury!?!

Ich glaub, es HACKT!