Archiv der Kategorie: TV-Serien

Dead Set

Na ja. Zombies halt. Im Genre nix Neues.

Ok, das mit Big Brother und so war an Anfang ne nette Idee, und das Ende war auch gut, aber zwischendrin gabs echt nur normale Zombiefilmkost.
Und natürlich musste auch die Kamera immer angemessen durch die Gegend geschleudert werden, wenn Action losbrach. Geht ja mittlerweile nicht mehr anders. Damit mal voll so das krasse Mittendringefühl hat und total gepackt ist.
Gesplattert hats natürlich auch ganz gut, aber das haut hier mittlerweile auch keinen mehr vom Hocker.
Originelle Ideen und spannende Geschichten braucht das Land. Und das gabs insgesamt leider hier gar nicht mal so sehr.
Schade.

Da diese Fernsehserie aber insgesamt ne Laufzeit von unter drei Stunden hatte, war die Zeitverschwendung nicht ganz so schlimm.


Game of Thrones

Tja.
Ich werd leider nicht so sehr schlau aus dieser Fernsehserie.
Eigentlich isses Fantasy. Und eigentlich mag ich ja Fantasy. Und ganz klar ist die Serie super gemacht. Tolle Effekte, tolle Schauspieler, tolle Settings, eigentlich alles toll.
Nicht so toll, dass der tolle Herr Bean mittendrin einen Kopf kürzer gemacht wurde, aber bitte.
Leider ist der „richtige“ Fantasy-Anteil etwas selten so richtig spürbar. Könnte meistens auch einfach das mittelalterliche England mit König Löwenherz sein. Sehr schade.
Und dann dieser ständige Sex. In jeder zweiten Szene ist jemand nackt oder am Poppen oder beides, erzählt dabei aber immer lustige Geschichten, die man auch angezogen hätte erzählen können. Keine Ahnung, was die Herren Drehbuchschreiber bezwecken wollten. Ich vermute aber, dass es um „Erwachsenheit“ geht. Kennt man ja auch aus dem Spiele-Bereich. Erwachsen ist Sex und Gewalt. *kotz*
Und auf die Herren Drehbuchschreiber schieb ich das, weil man a) aus Internetkreisen hört, dass die Bücher nicht so sind, und ich b) selbst im ersten Band das erste Auftreten von Daenerys nachgelesen habe. In der Serie macht der Bruder ihr erstmal an den Titten rum. Im Buch gar nicht, weil sie angezogen ist.
Sowas nervt schon sehr.

Sonst nervt auch, dass quasi alle wirklich komplett scheiße sind. Von mir aus ist Jon und Arya und Jorah prima, der Rest ist zum in die Tonne kloppen. Alles Kotzbrocken. Bäh!

Allerdings macht es das auch einfacher, die vielen Toten zu ertragen. Da früher oder später jeder draufgeht, müsste man sich bei sympathischen Personen ja noch mehr ärgern als so schon.

Echt jetzt, ich weiß nicht, warum ich zwei volle Staffeln davon geguckt habe. Vielleicht, weil ich hoffe, dass es noch wird. Und immer wieder zwischendrin für fünf Minuten isses auch echt superweltklasse. Aber meistens nervts schon sehr. Und stellenweise fühle ich mich auch ganz arg an diese Furz-Serie Lost erinnert. Viel heiße Luft und nichts außer noch mehr heiße Luft dahinter. Aber Substanz und Inhalt und Relevanz eher nicht.

Jede Staffel ein Film, super. Aber als Serie… na ja…


Torchwood – Miracle Day (2. Update)

Das war mal ne ganz schön gute Fernsehserie. Stellenweise mit einer etwas trashigen Anmutung, aber gut und sehenswert.

Cardiff als Quasi-Mittelpunkt der Welt war zwar reichlich ungewöhnlich und kurios, aber auch sehr nett und sympathisch. Irgendwie. Mal was anderes als das übliche New York, Rio oder Tokyo.

Tja.

Und jetzt kommt amerikanisches Geld, und direkt ist das bisherige Alleinstellungsgefühl dahin. Ein paar alte Darsteller machen mit, und das Wiedersehen war schön, die Grundidee ist natürlich auch toll, aber irgendwie ist immer wieder eindeutig zu viel amerikanische Üblichkeit drin. Früher war eindeutig auch hier besser. Wenn ich sowas in amerikanisch sehen will, guck ich Fringe. Da brauch ich kein verdrehtes Torchwood.

Echt, ey! Da sterben auf der ganzen Welt Leute nicht mehr, und sofort muss natürlich die amerikanische CIA für Ordnung sorgen. Irgendwie leider zum Kotzen.

Aber vielleicht entwickelt es sich ja noch ganz anders. Bin ja erst bei Folge 2.

Update 29.08.2012

Ui, schau, schon bin ich bei Folge 6.
Daran kann der gewiefte Experte unschwer erkennen, dass es immer noch gröbster und langweiligster Unfug ist.
In Folge 6 kam zwar n bisschen Trash dazu (dieses in der Brust rumgeporkelt war so peinlich!), aber halt kein spaßiger. Na ja.
Nazis, KZs und jede Menge Geheimniskrämerei. Und das Drehbuch ist halt echt auch doof und dumm und lästig.

Dialog-Highlight aus der Lost-Hölle…

Unbekannter kommt ums Eck: „Sie machen nen tollen Job.“

Sie: „Und wer sind sie?“

Unbekannter: „Das tut nichts zur Sache. Wichtig ist, dass die richtigen Leute begeistert sind.“ Und weg isser.

Sie: *freu* *freu* *freu*

Wenn sowas im wirklichen Leben passieren würde, würde man denken „so ein Vollidiot!“, aber hier isses natürlich geheimnisvoll und spannend…

Wegen solchen Nichtsdialogen hab ich aufgehört, Lost zu gucken.

Zum Kotzen…

Update 21.09.2012

Es ist vollbracht.
Und es war eine Qual.
Echt jetzt.
Es wurde und wurde nicht besser. Was für ein belangloser, dummer, unlogischer und ärgerlicher Mumpitz!
Ich hab auch gar keine Lust, noch mehr darüber zu schreiben. Jede weitere Sekunde ist voll übelst totale Lebenszeitverschwendung.


Death in Paradise

Eine überaus durchschnittliche Serie.
Eigentlich.
Die Grundidee mit dem handfesten Briten, der in die lockerflockige Karibik versetzt wird, ist zwar erstmal originell, aber dann doch nicht. Sowas mit Gegensätzen und so sieht man ja doch auch öfters mal an jeder Ecke.
Auch der Rest wirkt immer irgendwie so wie gewollt und nicht gekonnt, weil zu wenig Geld oder Einfallsreichtum.
Ja, ich möchte sogar sagen, dass die Serie ganz arg altbacken ist. Liegt vermutlich auch an dem absolut zusammenhangslosen MotW-Konzept. Bis auf die erste und letzte Folge isses vollkommen Wurscht, in welcher Reihenfolge man die Folgen guckt. Total Retro, quasi. Auch ist jede Folge gleich (und altbacken) aufgebaut. Es passiert ein Mord, es wird ermittelt, der Chef hat voll den übertriebenen Geistesblitz, alle Verdächtigen werden versammelt und, tadaaa, Auflösung des Falls. Agatha Christie lässt grüßen.
Ganz arg Retro, das Ganze.

Und vermutlich genau deswegen finde ich diese Serie absolut großartig!

Selten hatte ich mit einer Summe solch durchschnittlicher Teile so viel Spaß.
Dieses Agatha-Christie-Konzept find ich total klasse. Miträtseln macht großen Spaß, auch wenn man meistens natürlich komplett daneben liegt. Die Darsteller und ihre Figuren sind sehr nett und sympathisch. Das regelmäßig unregelmäßige Gekabbel zwischen dem drögen Briten und den lebenslustigen Franzosen ist spaßig. Und das Setting sorgt bei mir für lockeres Urlaubsfeeling.

Insgesamt sprechen zwar kopfseitig gefühlte 100 Argumente gegen die Serie, aber mein gefühlter Bauch sagt mir ganz klar „mehr davon“!

Für die zweite Staffel würd ich mir zwar mehr außerkriminalistische Hintergrundhandlung wünschen, aber wenn nicht, dann nicht. Hauptsache es kommt überhaupt ne zweite Staffel. Und ne dritte und ne vierte. Mit mehr Folgen. Viel mehr Folgen.

Hach, was eine tolle Serie!


The Beast

Tja. Ich bin n bisschen hin- und auch hergerissen.
Der Herr Swayze war schon ziemlich gut. Vor allem in der Obdachlosen-Folge. Das war weltklasse.
Der Darsteller-Rest war auch OK, allerdings hat mich der junge Vizeheld doch etwas genervt.
Leider waren die MotW-Fälle allesamt ziemlich unnütz, logiklöcherbehaftet und immer viel zu kurz und knapp aufgelöst.
Der staffelumspannende Rotfaden machte anfangs einen interessanten Eindruck, plätscherte dann allerdings in belangloser Wiederholung und nervendem Blabla vor sich hin, um dann in den letzten beiden Folgen so richtig Gas zu geben, und für die ganze doch etwas zweifelhafte vorhergegangene Staffel mehr als entschädigt hat. Das Finale war echt furios und letztendlich war ich wenigstens versöhnt, dass nicht alles total für die Katz war.
Der größte Jammer an dem ganzen Unterfangen ist aber natürlich, dass Patrick Swayze dann doch mittlerweile gestorben ist. Schade, schade. Was da in Folgestaffeln noch alles hätte passieren können… Na ja. Jedenfalls hat er zum Abschluss nochmal so richtig gezeigt, was er aufm Kasten hat (im Gegensatz zu z.B. Orson Welles), wobei andererseits dann doch auch die Frage auftaucht, warum er das nicht öfter gezeigt hat. Vermutlich, durfte er nie so richtig. Wär er mal lieber nicht mit diesem Dirty-Dancing-Quatsch so richtig berühmt geworden… Außer „Ghost“ und von mir aus noch „Gefährliche Brandung“ war ja echt mal kein Film sonderlich nennenswert.


Monk

Das war’s dann. Schade.
Nach längerer Pause hab ich dann doch mal die letzten 1,5 Staffeln geguckt.
Nach sechs Staffeln hatte ich eigentlich starker Ermüdungserscheinungen. Die üblichen Monk-Sperenzchen haben eher für genervtes Fremdschämen als für Lustigkeit gesorgt.
Die altbackene Präsentation mit MotW anstatt staffelübergreifendem roten Faden hat genervt. Man hätte so schön die Ermittlungen bezüglich der Trudy-Ermordung einflechten können. Nix. Ein Jammer.
Na ja.
Aber zuende gucken muss man die Serie dann halt doch.
Also hab ich mir an drei Tagen die letzten 1,5 Staffeln reingezogen.
Und es war phantastisch! OK, die Monkisms haben öfters immer noch genervt. Aber sie hielten sich doch sehr in Grenzen bzw. wurden erträglicher präsentiert. Es wurde irgendwie mehr auf den Menschen Monk und seine Gefühle eingegangen als nur die bloße Zurschaustellung der Albernheit. Keine Ahnung. Ich hatte jedenfalls extrem gute Unterhaltung, die mit der letzten Doppelfolge, in der dann auch die Ermordung Trudys aufgeklärt wurde, ihren krönenden Abschluss fand.
Und natürlich isses deswegen sehr schade, dass es jetzt vorbei ist. Aber es war klasse!


Castle (2. Staffel)

Anlässliches des zweiten Staffelendes habe ich das dringende Bedürfnis niederzuschreiben welche grandiose Serie das doch ist!
Eine der besten Doppelfolgen der Weltgeschichte (Tick, tick, tick…. Bumm!) und dann diese letzte Folge gerade… hach, was hat sich das blendend entwickelt.
Jetzt kann ich es ja mal kaum erwarten, die dritte Staffel anzufangen…

Ach so, ja, und Susan Sullivan als Martha ist die beste Besetzung einer Rolle aller Zeiten!