Archiv der Kategorie: Digitalspiele

Saints Row IV

sr4Quicktime-Events… Ja, nee, is klar…

Vollidioten!

 


The Last of Us

TheLastOfUsTolle Story (bis auf das drömelige Ende), schlechtes Spiel.

Den Shooter-Teil kann man kaum vernünftig und mit Spaß spielen, weil man mit einem Consolen-Controller nicht zielen kann.

Diese Sammelei und Bastelei ist ganz nett, verkommt aber nach kürzester Zeit zu lästiger Routine.

Die Pillen zum Aufleveln irgendwelcher Fähigkeiten braucht keiner.

Das Schleichen ist ganz nett und mitunter sogar richtig, richtig spannend. Meistens endet es aber doch darin, dass man alle Gegner tötet, weil das Schleichen dann doch mal wieder schief ging.

Leitern rumtragen, Palettenflöße rumschieben ist ganz nett, aber auch recht schnell langweilig.

Immer wieder muss ich an vom Spiel vorgegebenen Stellen ne Taste (meistens Dreieck) drücken, damit was passiert. Hui, was für ein grandioses Gameplay. Auf meilenweite Entfernung wird die entsprechende Position angezeigt. Absolut anspruchslos. Man kann auch nicht variieren mit irgendwelchen Lösungswegen durch die Level. Es gibt immer genau eine Tür, die geöffnet werden muss, oder eine Mauer, über die man springen muss, oder eine Wand, an der man hochklettert, und alles immer mit genau der gleichen Taste (ok, manchmal muss man sie mehrmals drücken…). Keine Alternativen. Kein links über die Mauer und schleichen oder rechts rum und Türschloss knacken. Ach so, ja, Türschlösser kann man manchmal knacken. Ganz knifflig ist das. Man muss Dreieck drücken.

Und dann immer diese Zaunpfahlskripte. Du machst genau eine Aktion, du machst genau einen Schritt, und plötzlich wird aus einer Sommeridylle die die Hölle. Vorher weit und breit nichts, und plötzlich stürmen 5 Zombies den vorher leeren und eigentlich auch recht abgeschlossenen Gang entlang. Man soll ein Auto rumschieben und wird alle paar Meter angegriffen. Aber Auto erstmal stehen lassen und die Straße komplett säubern ist nicht, das will das Spiel nicht, es sind keine Gegner da. Die kommen erst zufällig aus dem Nichts geploppt, wenn man das Auto weiterschiebt.

Insgesamt wirklich das armseligste Gameplay aller Zeiten.

Die Story ist der einzige Grund, dieses „Spiel“ zu „spielen“. Und die endet dann auch total… bräsig… und unbefriedigend… und sehr nach Fortsetzung riechend (auch wenn der Hersteller sagt, dass die Geschichte zuende erzählt sei). Aber auch zwischendrin kommt sie mir immer wieder doof vor. Irgendwie wirkt es sehr befremdlich, wenn einfach mal so im vorbeigehen wehrlose Leute ohne besondere Not getötet werden. Und dass sich Joel anfangs weigert, Ellie ne Waffe zu geben, wirkt auch äußerst albern und unglaubwürdig. Na ja.

Ja, alle Welt ist begeistert. Alle Welt findet dieses Spiel groß- und meilensteinartig. Alle Welt ist hin und weg ob der Geschichte und der Grafik und allem.
Aber: Scheiß auf alle Welt!

Das Spiel ist in meinen Augen ziemlich großer Müll und war vermutlich auch das letzte Spiel von Naughty Dog, das den Weg zu mir gefunden hat.
Schade.


Uncharted 3 – Drake’s Deception

Uncharted-3Tja.
Die Luft ist raus.
Der dritte Teil hat nicht ansatzweise so viel Laune gemacht wie die beiden Vorgänger.
Ich war sehr oft sehr genervt.
Zu viel Gerenne in die richtige Richtung, die aber lieber nicht sehr erkennbar war, dafür das Ganze aber unter extremem Zeitdruck, was dazu führte, dass man es nicht auf Anhieb schaffte, weswegen man sich in mehreren Durchgängen mit dummem Trial-and-Error durchtastete. Öde und ärgerlich.

Dann natürlich die unvermeidbaren Ballerpassagen, die man mit dem Gamepad immer noch nicht ordentlich steuern kann. Aber immerhin waren diese Ballereien dafür dann auch gefühlt doppelt so häufig und ebenso lang wie in den vorigen Teilen. Man soll ja schließlich was kriegen für sein Geld. Und wenn es nur dummes, ärgerliches und wie seit jeher eigentlich unpassendes Actiongeballer ist.

Die Wüste war aber nett gemacht. Da habe die Ballereien (mit den neuen Waffen) zur Abwechslung durchaus mal Spaß gemacht, auch wenn die Wüstenszenen vor der Action eher mau und unnötig und wieder mal eher ärgerlich waren.

Ganz großes Kino war auch zum Schluss als in einer Zwischensequenz gesagt wurde, dass wir da jetzt nicht einfach reinstürmen könnten, weil die in der Überzahl seien.
Aha. Ja, stimmt, die ganzen Ballereien vorher war alles sehr kontrolliert und da war gar nicht von Anfang an eine Überzahl der Gegner vorhanden… Oh, Mann…!
Na ja.

Die ersten zwei Teile haben mich voll weggeblasen, der dritte hier war ne ziemliche Nullnummer. Schade.
Einen vierten Teil werde ich somit ganz sicher ignorieren und lieber in Erinnerungen an die ersten beiden schwelgen. Das gab’s nur zweimal, das kommt nie wieder… *sing*

 


Lost Horizon

lost-horizonDa es überall doch ganz schön hochgelobt wurde, kam ich natürlich nicht umhin, es auch mal zu sielen.

Tja.

War nicht schlecht, aber so richtig überzeugend gut leider auch nicht.

Viel zu viel zu viel zu lange Unterhaltungen ohne Interaktionsmöglichkeit. Immer wieder sitzt man bis zu (wenn vielleicht auch nur gefühlten) 10 Minuten rum und hört sich ne Unterhaltung an, die die Geschichte weitererzählt, aber mich nix machen lässt. Schwach. Und schade. Und auch sehr ärgerlich.
Das war öfters mehr ein Interaktiver Film (ohne Interaktion) als ein Spiel.

Der spielerische Teil war dann typische Adventure-Kost und sehr schön gemacht, aber… hmm… ich weiß auch nicht… auf jeden Fall irgendwie zu leicht. Ich musste eigentlich nie großartig grübeln und knobeln, es lief alles irgendwie von selbst. Und wenn nicht (was echt kaum vorkam), dann hat eine zufällige Kombinierung von Gegenständen ganz schnell weitergeholfen. Meistens aber hab ich auch schon von weitem gerochen, worauf es hinauslaufen soll, und ich musste dann nur noch fleißig die richtigen Stellen anklicken und fertig und weiter.
Natürlich ist es nett, wenn man recht problemlos durch ein Spiel kommt, und ewig rumrätseln und nicht weiterkommen saugt total, aber hier war es mir alles doch zu durchsichtig und uninspiriert. Auch, weil so quasi wirklich jeder Hotspot auch ne Bedeutung hatte. Es gab kaum „atmosphärische“ Spots, die einfach nur zwecks Deko oder Ablenkung anklickbar waren, sondern alles war nötig und …. ja, ok, vielleicht ist das auch tatsächlich immer so… wenn ich jetzt beim Schreiben so drüber nachdenke… aber… ach, es wirkte alles so durchschaubar. Ein Blick auf die Szenerie, und der Käs war meist schon gegessen. Das Wüstenkaff mit Prof. Hayes war ein Paradebeispiel. Von Anfang an war klar, dass ich das brauche um das zu kriegen und dann das und das für das und bei dem kann ich dann das und dort dies und dann hier hin und dann zack fertig.
Ich musste kaum irgendwo länger über die Inventargegenstände grübeln. Das Nazi-Camp war was interessanter und zum Schluss, als ich Richard und Fenton gleichzeitig spielte, musste ich sogar mal in die Lösung gucken, der Rest… ach ja, der Tiger war auch was rätselhaft, aber das waren 2x Lösung gucken bei einer Spieleart, die ich zwar immer wieder gern spiele, bei der ich aber regelmäßig in Bredouillen komme und Lösungen benötige… Das war mir zu wenig Anspruch. Das fühlte sich eher wie klickende Fleißarbeit an.

Aber auch die Geschichte war leider nicht so ganz der Brüller. Indiana-Jones-Verschnitt, Nazis, antikes Geheimnis und ne nette weibliche Begleitung für den heldenhaften Held… 08/15 at its best! *gähn*
Wenn ich Indiana Jones will, dann kann ich Indiana Jones haben. Als Film, als Spiel, alles kein Ding. Ich brauch keinen neuen Indiana Jones mehr.
Und die komische Schlussszene mit den beiden Hauptfiguren war auch sehr unmotiviert und unnötig und somit auch etwas ärglich.
Insgesamt eine Anhäufung von stereotypen Klischees, die man an 100 Ecken schon gesehen hat.
Und der saloppe Grundton unseres Helden war auch fehlplatziert. Er hat jetzt nicht einen Kalauer nach dem nächsten Rausgehauen, aber es war irgendwie doch eher was flapsig. Und ich mag Spiele, die eigentlich sehr ernsthaft und erwachsen aussehen und rüberkommen wollen, und gleichzeitig dann doch immer so pseudolustige Kommentare und Dialoge haben, echt mal so gar nicht. Ihr könnt mir gerne ein „Day of the Tentacle“ verkaufen, in dem alles schräg und verrückt und comicartig ist, oder ein „Book of Unwritten Tales“ mit seinem Fantasy-Setting, und dort darf dann ein Witz den nächsten jagen. Aber wenn man ersthafte Sachen mit erwachsenen Nazis erzählen möchte, dann… ach, ich weiß auch nicht… dafür war das Spiel insgesamt zu unernsthaft. Das sich als nächstes Spiel gerade in der Mache befindliche „Lost Chronicles of Zerzura“ ist da direkt von Anfang an ein ganz anderes Kaliber. Ernsthafterer Grafikstil, bessere Synchro, schönere Rätsel… bei „Lost Horizon“ dachte ich nach 10 Minuten „WTF… Hoffentlich wird das noch…“, bei „Zerzura“ denk ich „Jawollo, juhu, so muss das sein!“.
Na ja.

Die ganzen hochen Wertungen der professionellen Tester kann ich jedenfalls leider nicht so sehr verstehen. Es ist zwar kein totaler Totalausfall, aber aus meiner Sicht doch eher nur für absolute (und eigentlich auch anspruchslose) Anfänger geeignet.


Dark Souls

dsHagel und Granaten, was ein bescheuertes Spiel!

Dass man ständig sterben kann und es auch tut: Super!

Dass man deshalb behutsam und langsam und vorsichtig agieren muss: Super!

Dass eine Hintergrundgeschichte bisher eher gar nicht vorhanden ist und es nur ums Kämpfen und ausrüsten geht: Egal.

Dass man beim Tod alle nicht verbrauchte „Erfahrungspunkte“ verliert und sich mühsam wiederholen muss: Super!

Eigentlich.

Für sich genommen sind die einzelnen Bestandteile echt nicht schlecht.

Aber!

Insgesamt hängt man viel zu oft viel zu lange an einem Abschnitt, den man immer und immer und immer und immer wieder machen muss, weil man beim nächsten Boss gestorben ist und nochmal gestorben ist und nochmal und nochmal.
Kann man machen. Ist halt kein Ponyhof. Und erst recht kein Kindergeburstag.
Aber es macht eben nach kürzester Zeit keinen Spaß mehr.
Und niemand möchte mir bitte erzählen, das wär nicht so, es würde sehr wohl Spaß machen, immer und immer und immer wieder die gleichen und zwar ABSOLUT gleichen (quasi dieselben) Monster zu plätten (die sich gleich verhalten, gleich aussehen, gleich ausgerüstet sind), weil man beim Boss gestorben ist.
Denn jeder, wirklich JEDER Gegner kann einen umbringen. Man muss jedes Mal hochkonzentriert ans Werk gehen. Bei jeden pissligen kleinen Pupsmonsterchen. Das ist herausfordernd, das ist anders, das ist toll, aber nicht 12-mal hintereinander, weil einen der fiese Boss in nullkommanix wieder zerlegt hat.
Und dass einen der Boss die ersten 25 Male in nullkommanix zerlegt, ist ja das Spielprinzip. Darum wird man eher nicht drumrum kommen. Aber dann immer wieder und wieder… ARGH!

Natürlich, wenn man den Boss dann gelegt hat, dann ist der Triumph annähernd unbeschreiblich!

Und wenn man den Weg zum Boss das erste Mal beschreitet ist es spannend und sehr stimmungsvoll und gut. Denn die Welt ist, wenn auch superhässlich (die Grafikqualität ist echt mal unter aller Sau!), ganz entschieden superatmosphärisch, passend und stilistisch unheimlich toll.

Aber dieses elendig repetetive Spielprinzip, das eigentlich nur viel heiße Luft ohne tatsächlichen Inhalt ist, nervt auf Dauer.

Ne halbe Stunde am Stück, zwei bis drei Versuche beim Boss, prima. Aber längere Zeit am Stück geht gar nicht. Wenn man die vielen Tode rausstreicht käme man vermutlich auf eine Spielzeit von 4 bis 5 Stunden. Hochgegriffen. So fühlt es sich für mich jedenfalls an. Klar, da man bis zum Ende bestimmt 4000-mal stirbt und jedesmal vom Speicherpunkt zum Todespunkt wieder alles bekämpfen muss, kommt man locker auf ne Spielzeit von über 100 Stunden. Aber muss man das wollen?

Es ist auch echt bescheuert dämlich, dieses Prinzip mit Tod -> letzter Speicherpunkt -> alle Gegner wieder da, weil es einfach totaler Unfug ist. Man behält alles gefundene Ausrüstung, wird wieder irgendwie am letzten Lagerfeuer wiederbelebt und alle bis dahin getöteten Gegner (außer Bosse) sind wieder da. Was soll das? Wie geht das? Warum? Wie soll das bitte in einer logischen, konsitenten Welt erklärt werden? Das ist grober Schwachsinn und allein reine Spielmachanik ohne vernünftigen Sinn und Verstand. N bisschen wie Tetris. Steine, mehr Steine und noch mehr Steine. Wo kommen die her, warum sind die da? Interessiert da keinen. Aber bei so einem Spiel, das eine Geschichte haben will und eine Welt darstellen will, da kann ich sowas eher gar nicht akzeptieren.

Eigentlich ein sehr, sehr schlechtes Spiel, das aus mir nicht ganz nachvollziehbaren Gründen von aller Welt über alle Maßen verehrt wird. Vermutlich, weil man ja auch so tolle Eier braucht, damit man da durchkommt. Und weil nicht für Warmduscher. Ha, ICH hab Dark Souls durchgespielt, ich bin der wahre Progamer!

Drauf geschissen!

Sagt der Kopf.

Der Bauch findet aber dann doch einiges recht reizvoll und wird es sicher weiterspielen. In Maßen und homöopatischen Dosen, wie der Fachmann so gerne sagt. Immer mal wieder n halbes Stündchen. Weil es eben doch was hat. Weil es auch hier nett ist, wenn man neue Ausrüstung findet und neue Sachen ausprobieren kann. Weil es wirkliche ein absolut geiles Gefühl ist, so nen Boss dann doch besiegt zu haben.
Aber leider nicht, weil man eine tolle Welt mit einer tollen Geschichte hat. Echt ein Jammer!

Kann mal jemand bitte die Teams von „Dark Soul“ und „Kindoms of Amalur“ zusammenbringen? Die könnten mal ein richtig grandioses Spiel zusammen machen. Die einen bringen die Herausforderung, die anderen die Story… Hach… *träum*

 


Guild Wars 2

Das ist dann also dann mal wieder ein MMORPG.

Ein ganz schön gutes, denke ich. Aber gleichzeitig fühle ich mich auch ganz schön falsch da drin. Ich kann’s schlecht erklären. Ein komisches, dumpfes Gefühl von „Was soll das Ganze hier eigentlich?“. Na ja. Es ist gekauft, es verursacht keine laufenden Kosten, spielt man’s halt oder lässt es. Man wird sehen…

Aber bis dahin war gestern die erste Sitzung natürlich sehr spannend und fordernd, weil alles neu und ungewohnt und kaum Erklärungen, erst recht kein Handbuch.
Einige sehr interessante Features. Verschiedene Waffen, die quasi geskillt werden müssen, damit waffenabhängige Zauberskills freigeschaltet werden. Lustig.

Die Weltevents sind ganz nett, aber aus Rift (das ich kurz mal für ein Beta-Wochenende gespielt habe) bekannt und nicht mehr ganz so spektakulär. Eher recht hektisch, weil man natürlich gut mit dabei sein will, damit man die bestmögliche Belohnung kriegt. Aber ok, besser als das übliche „Töte 5 Ikse“ und „Bring mit 8 Üpsilone“ isses schon irgendwie. Fühlt sich eher an, als würde man was bewirken. Bisher war jedenfalls kein Event zweimal am Start. Hat man Pferdemenschen vertrieben, dann sind sie auch tatsächlich nicht mehr da.

Die Herzchen-Quests sind dann schon eher aus der Abteilung Töte & Bringe, aber auch das ist leicht anders, weil die Aufgabe aufm Papier ist „Hilf Iksüpsilon“. Die Hilfe kann dann aus 2 bis 4 alternative Möglichkeiten bestehen, ganz wie es mir in den Kram passt. Ich kann also entweder nur die Üpsilone bringen oder ich töte nur die Ikse oder ich mach ne Kombi oder schütte Wasser auf Heuballen.

Man kann Aussichtspunkte und anderes entdecken und kriegt Belohnungen dafür. Viel zu tun. Ganz ok.

Es gibt ne persönliche Questreihe, die für Solisten gedacht ist. Auch gut.

Sehr schlecht finde ich das Postsystem. Ich kann von überall aus auf meine Post zugreifen. Stimmungslos.
Darüber krieg ich auch die Belohnung für die Herzchen-Quests. Und da die auch automatisch losgehen, ohne dass ich einen NPC ansprechen muss, ist das insgesamt auch leider recht stimmungslos. Das wirkt so schnellschnell-ich-hab-als-Roxxor-doch-keine-Zeit-zum-NPC-zu-gehen. Schade.

Sehr schön wiederum ist, dass ich meine Klamotten farblich ändern kann. Leider auch sehr stimmungslos über einfaches Klicken im Heldenmenüfenster. Wie schön wäre es, wenn ich erst zu nem Schneider gehen muss, der mir das gegen Bezahlung ändert? Hach, schade.
Aber es sieht schick aus. Nicht so n Papageiensyndrom wie in World of Warcraft.

Das Handwerkssystem kenn ich bisher nur vom Sammeln her, und das ist prima gelöst. Jeder Erzhaufen, Baum oder Krautbüschel gehört jedem und kann nicht geklaut werden. Sehr entspannend. Man kann auch nicht tragbare Rüstungen und Waffen außeinandernehmen und in Rohstoffe zerlegen, sollte dabei aber tunlichst darauf achten, dass man auch die richtigen Rüstungen und Waffen anklickt, weil man sonst ganz schnell eine neue und bessere Axt zerlegt hat, die nur deshalb im Inventar rumlag, weil man gerade damit beschäftigt war, das erste gefundene Zepter zu skillen. Na ja.

Vielleicht sollte ich mal schleunigst ne Gilde suchen. Vielleicht kommt dann besseres MMO-Feeling und mehr Sinn und Zweck des Guild Wars auf. Im Moment weiß ich nicht genau, ob das nicht ein falsches Spiel für mich ist.

Ach so, ja, Grafik für so n MMORPG super, aber Solospiele sehen einfach schöner aus. Schade. Und die Zwischensequenzen sind zwar nett designt, aber eher künstlerische Zeichnungen und keine fetten Renderfilmchen. Sieht halt dann doch nicht ganz so schön aus.

 


Diablo 3

Das Echtgeldauktionshaus verurteile ich. Den Online-Zwang verurteile ich. Beides für mich ganz eindeutige Merkmale dafür, dass Blizzard auf seine Kunden scheißt. Es geht nicht mehr um Spielspaß, sondern nur noch um Geld. Deshalb habe ich vor geraumer Zeit beschlossen, dass Blizzard nie wieder Geld von mir sieht. Oder mindestens so lange nicht, bis sie wieder ordentlich ticken.

Aber das heißt ja nicht, dass ich nicht eine kostenlose Starter-Edition dieses Diablo-3-Spiels spielen kann. Kost ja nix.

Also einen frischen BattleNet-Account erstellt, Spiel herunter geladen und mit einer frischen Mönchin frisch ans Werk gegangen.

Grafisch nett, auch wenn es quasi permanent ruckelt, wenn ich mich bewege und neue Gebieteteile nachgeladen werden. Vermutlich ein Resultat der Serververbindung, und somit erster Minuspunkt. Sonst wirklich gut gelungen. Schade, dass man nicht näher ranzoomen kann, denn so schick und schön und stimmungsvoll wie das aussieht, würde ich mir manche Sachen sehr gerne aus der Nähe detaillierter anschauen. Auch nicht so schön sind die fetten roten Umrandungen anvisierter Gegner. Aber dafür sind sehr viele kleine Details sehr schön. Die brodelnden Energiekugeln zum Beispiel. Ach so, ja, und er Introfilm ist auch super!
Der insgesamte grafische Eindruck ist also wirklich toll.

Spielerisch isses allerdings die dickste Banane der Welt. OK, vielleicht sollte man nach 15 Minuten kein abschließendes Urteil abgeben, aber wenn ich nach 15 Minuten schon gar keine Lust mehr habe, das Spiel weiterzuspielen, dann kann ich gar nicht anders, als nach 15 Minuten zu sagen: Rotz!

Torchlight hab ich durchgespielt. Und noch 2x mit anderen Klassen angefangen. Ok, das war auch nicht soo lang, aber immerhin.

Titan Quest hab ich sehr weit gespielt (bis vor Athen), bevor ich die Lust verlor, weil es immer das gleiche dumme Gekloppe ist.

Diablo 2 hab ich bis weit in den zweiten Akt gespielt, bis es blöd wurde.

Aber Diablo 3? Was soll das? Klick, tot. Klick, tot. Klick, tot. Die Gegner. Dass die nicht schon umfallen, weil sie in meine Sichtweite kommen, ist alles. Selbst Quest-Endgegner sind keine Kunst. Ok, da isses dann nicht „klick, tot“, sondern „klick, klick, tot“, aber auch die sind eben nicht der Hauch einer Ahnung eines Schimmers einer Gefahr. Nix.

Dass man beim Stufenanstieg nichts machen darf, außer vielleicht ne neue Fertigkeit zur Kenntnis zu nehmen, machts auch nicht besser.

Wenn man wenigstens direkt den Schwierigkeitsgrad hochdrehen dürfte…

Ein lächerliches Spiel!