Archiv der Kategorie: Bücher

„Shining Girls“ von Lauren Beukes

sgEine eigentlich sagenhaft interessante Idee, die mir aber zu unerklärlich blieb.

Warum das Ganze? Wie kam es und er überhaupt dazu?

Wirkte auf mich zu sehr nach Deus ex Machina. Und der epilogische Nachklapp hat’s auch nicht besser gemacht.

Tolle Idee, reizvoll verpackt mit diesen wirren Zeitsprüngen, aber insgesamt letztendlich dann doch eher enttäuschend.

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„Extraleben“ von Constantin Gillies

elTja, ich weiß ja nicht.
Normalerweise bin ich für so nerdigen Retrokram ja zu haben. Aber hier war mir die drumherum erzählte Geschichte zu bräsig, zu langweilig, zu uninteressant. Dieser ganze Amerikaurlaub war zu viel und zu lang und zu echt mal gar nicht spannend. Immer, wenn man dachte, so jetzt gehts aber los, wurde wieder nur lang und breit rumgeschwafelt ohne Sinn und Ziel. Und die Retroinfos wirkten meistens auch irgendwie zu aufgesetzt und zu gewollt erzählt, und nicht, als wären sie wichtiger Teil der Handlung. Es hat sich nicht so angefühlt, als würden zwei alte Retrosäcke tatsächlich solche Unterhaltungen führen.
Schade.

Da hatte „Ready Player One“ deutlich mehr Elan und Spannung und Schmackes.

Aber es gibt ja noch zwei Fortsetzungen. Und als mindestens mal Möchtegern-Nerd werde ich nicht umhinkommen, die auch mal zu lesen, zumal die Geschichte hier am Ende eigentlich erst so richtig loszugehen drohte. Da kann noch einiges gehen.
Aber erst, wenn es auch die Bände 2 und 3 als eBook gibt, was im Moment leider noch nicht der Fall ist.

 


„Er ist wieder da“ von Timur Vermes

er-ist-wieder-daSehr gut und unterhaltsam. Und weise. Und wahr.

Wie Herr Vermes hier beschreibt wie der wiedererweckte Hitler die aktuelle Welt mit ihrer Ordnung und vor allem den absurden Medien wahrnimmt, ist ganz großes Kino.

Leider ist das Ende etwas sehr abrupt und unbefriedigend. Aber das ist ja meistens so. Die wenigstens Enden können was. Hier wirkt es auch mal wieder wie „ja, puh, hmm, und jetzt…?“. Oder vielleicht auch wie zwar gewusst und gewollt, aber nicht getraut. Ich hätte es schicker gefunden, wenn Herr Vermes das bis zum bitteren Ende durchgezogen, und den dritten Weltkrieg angezettelt hätte. Denn genau das will er doch mit dem Buch sagen. Dass Hitler nicht nur wieder da ist, sondern, wenn auch mit anderen Mitteln, wieder genau das gleiche Ziel erreichen könnte.

Na ja, der Weg war grandios, das Ziel leider nicht. Aber das ist ja auch schon was wert. Gutes Buch!


Metro 2033

Ein Jammer! Zuerst war ich sehr angetan. Sehr russisch. Irgendwie haben die ne ganz komische, sehr nette Art, die Russen. Les ich eigentlich sehr gern.

Aber dann isses einfach dann doch furchtbar dröge und uninteressant, was unserem kleinen Artjom so passiert und warum.

Ja, interessante Welt, interessantes Konzept, aber das Buch… leider langweilig.

Nach knapp der Hälfte hör ich mal lieber auf.


„Verwesung“ von Simon Beckett

Hmm.
Das war jetzt nicht nur der vierte David-Hunter-Roman, sondern auch der schlechteste, weil langweiligste. Wenig Leichenzeugs, kein ordentliches Mörder-Whodunit, dafür wieder ne unnütze Pseudo-Romanze.

Nee, das war nix, sorry.


„Leichenblässe“ von Simon Beckett

Sehr gutes Buch. Spannende Geschichte. Überraschendes Wendungsende. Keine Romanze (!).

Wieder sehr nettes anthropologisch-forensisches Techno-Blabla.


„Dornröschen“ von Uschi Zietsch

Noch ein lustiger Spontankauf. 99 Cents kost ja nix.

Im Gegensatz zu dem komischen Mops, war das hier allerdings ein rundes Vergnügen.

Eine nette Variation des bekannten Märchens. Gut geschrieben, gut zu lesen. Schade, dass es so schnell vorbei war.

Beide Daumen hoch!