Monatsarchiv: Februar 2013

Unser Song für Malmö

Drauf geschissen auf unseren Song!

Jedes Jahr machen wir uns darüber lustig, dass halb Europa ne Kopie des Vorjahressiegers zum Wettbewerb schickt.

Und was machen wir?!?

Was macht die verblödete Hallenjury!?!

Ich glaub, es HACKT!


„Extraleben“ von Constantin Gillies

elTja, ich weiß ja nicht.
Normalerweise bin ich für so nerdigen Retrokram ja zu haben. Aber hier war mir die drumherum erzählte Geschichte zu bräsig, zu langweilig, zu uninteressant. Dieser ganze Amerikaurlaub war zu viel und zu lang und zu echt mal gar nicht spannend. Immer, wenn man dachte, so jetzt gehts aber los, wurde wieder nur lang und breit rumgeschwafelt ohne Sinn und Ziel. Und die Retroinfos wirkten meistens auch irgendwie zu aufgesetzt und zu gewollt erzählt, und nicht, als wären sie wichtiger Teil der Handlung. Es hat sich nicht so angefühlt, als würden zwei alte Retrosäcke tatsächlich solche Unterhaltungen führen.
Schade.

Da hatte „Ready Player One“ deutlich mehr Elan und Spannung und Schmackes.

Aber es gibt ja noch zwei Fortsetzungen. Und als mindestens mal Möchtegern-Nerd werde ich nicht umhinkommen, die auch mal zu lesen, zumal die Geschichte hier am Ende eigentlich erst so richtig loszugehen drohte. Da kann noch einiges gehen.
Aber erst, wenn es auch die Bände 2 und 3 als eBook gibt, was im Moment leider noch nicht der Fall ist.

 


Dark Souls

dsHagel und Granaten, was ein bescheuertes Spiel!

Dass man ständig sterben kann und es auch tut: Super!

Dass man deshalb behutsam und langsam und vorsichtig agieren muss: Super!

Dass eine Hintergrundgeschichte bisher eher gar nicht vorhanden ist und es nur ums Kämpfen und ausrüsten geht: Egal.

Dass man beim Tod alle nicht verbrauchte „Erfahrungspunkte“ verliert und sich mühsam wiederholen muss: Super!

Eigentlich.

Für sich genommen sind die einzelnen Bestandteile echt nicht schlecht.

Aber!

Insgesamt hängt man viel zu oft viel zu lange an einem Abschnitt, den man immer und immer und immer und immer wieder machen muss, weil man beim nächsten Boss gestorben ist und nochmal gestorben ist und nochmal und nochmal.
Kann man machen. Ist halt kein Ponyhof. Und erst recht kein Kindergeburstag.
Aber es macht eben nach kürzester Zeit keinen Spaß mehr.
Und niemand möchte mir bitte erzählen, das wär nicht so, es würde sehr wohl Spaß machen, immer und immer und immer wieder die gleichen und zwar ABSOLUT gleichen (quasi dieselben) Monster zu plätten (die sich gleich verhalten, gleich aussehen, gleich ausgerüstet sind), weil man beim Boss gestorben ist.
Denn jeder, wirklich JEDER Gegner kann einen umbringen. Man muss jedes Mal hochkonzentriert ans Werk gehen. Bei jeden pissligen kleinen Pupsmonsterchen. Das ist herausfordernd, das ist anders, das ist toll, aber nicht 12-mal hintereinander, weil einen der fiese Boss in nullkommanix wieder zerlegt hat.
Und dass einen der Boss die ersten 25 Male in nullkommanix zerlegt, ist ja das Spielprinzip. Darum wird man eher nicht drumrum kommen. Aber dann immer wieder und wieder… ARGH!

Natürlich, wenn man den Boss dann gelegt hat, dann ist der Triumph annähernd unbeschreiblich!

Und wenn man den Weg zum Boss das erste Mal beschreitet ist es spannend und sehr stimmungsvoll und gut. Denn die Welt ist, wenn auch superhässlich (die Grafikqualität ist echt mal unter aller Sau!), ganz entschieden superatmosphärisch, passend und stilistisch unheimlich toll.

Aber dieses elendig repetetive Spielprinzip, das eigentlich nur viel heiße Luft ohne tatsächlichen Inhalt ist, nervt auf Dauer.

Ne halbe Stunde am Stück, zwei bis drei Versuche beim Boss, prima. Aber längere Zeit am Stück geht gar nicht. Wenn man die vielen Tode rausstreicht käme man vermutlich auf eine Spielzeit von 4 bis 5 Stunden. Hochgegriffen. So fühlt es sich für mich jedenfalls an. Klar, da man bis zum Ende bestimmt 4000-mal stirbt und jedesmal vom Speicherpunkt zum Todespunkt wieder alles bekämpfen muss, kommt man locker auf ne Spielzeit von über 100 Stunden. Aber muss man das wollen?

Es ist auch echt bescheuert dämlich, dieses Prinzip mit Tod -> letzter Speicherpunkt -> alle Gegner wieder da, weil es einfach totaler Unfug ist. Man behält alles gefundene Ausrüstung, wird wieder irgendwie am letzten Lagerfeuer wiederbelebt und alle bis dahin getöteten Gegner (außer Bosse) sind wieder da. Was soll das? Wie geht das? Warum? Wie soll das bitte in einer logischen, konsitenten Welt erklärt werden? Das ist grober Schwachsinn und allein reine Spielmachanik ohne vernünftigen Sinn und Verstand. N bisschen wie Tetris. Steine, mehr Steine und noch mehr Steine. Wo kommen die her, warum sind die da? Interessiert da keinen. Aber bei so einem Spiel, das eine Geschichte haben will und eine Welt darstellen will, da kann ich sowas eher gar nicht akzeptieren.

Eigentlich ein sehr, sehr schlechtes Spiel, das aus mir nicht ganz nachvollziehbaren Gründen von aller Welt über alle Maßen verehrt wird. Vermutlich, weil man ja auch so tolle Eier braucht, damit man da durchkommt. Und weil nicht für Warmduscher. Ha, ICH hab Dark Souls durchgespielt, ich bin der wahre Progamer!

Drauf geschissen!

Sagt der Kopf.

Der Bauch findet aber dann doch einiges recht reizvoll und wird es sicher weiterspielen. In Maßen und homöopatischen Dosen, wie der Fachmann so gerne sagt. Immer mal wieder n halbes Stündchen. Weil es eben doch was hat. Weil es auch hier nett ist, wenn man neue Ausrüstung findet und neue Sachen ausprobieren kann. Weil es wirkliche ein absolut geiles Gefühl ist, so nen Boss dann doch besiegt zu haben.
Aber leider nicht, weil man eine tolle Welt mit einer tollen Geschichte hat. Echt ein Jammer!

Kann mal jemand bitte die Teams von „Dark Soul“ und „Kindoms of Amalur“ zusammenbringen? Die könnten mal ein richtig grandioses Spiel zusammen machen. Die einen bringen die Herausforderung, die anderen die Story… Hach… *träum*

 


Mit freundlichen Grüßen – Heino

heinoDer Hammer, Leute, der Hammer! In Tüten und Dosen. Und ganz, ganz großes Kino!

Dass Heino irgendwelche Popsongs nachsingt, habe ich so nebenbei zur Kenntnis genommen und mir nicht viel mehr dabei gedacht. Soll er doch. Kost ja nix.

Als ich dann aber gehört habe, dass DIE ÄRZTE absolutely not amused sind, fand ich das zum einen erstmal hochgradig armselig, denn von den Ärzten hätte ich eher erwartet, dass sie sofort mit Heino auf Tour gehen und einen Riesenspaß haben, als dass sie beleidigt sind, weil der olle Schlagertyp sich an einem ihrer hochheiligen Songs vergreift, und zum anderen konnte ich dann so gar nicht anders, als sofort die CD haben zu wollen. Kurz eine Hörprobe probegehört und gekauft.

Das furchtbar rollende R ist zwar erstmal ein Kulturschock erster Kajüte, aber mit der Zeit gehts. Und dann ist es einfach nur sehr schön und angenehm, dieser Stimme zu lauschen. Heiliger Bimbam und Strohsack hat der Mann ne Stimme! Spontan können da aber mal einfach ALLE ach so coolen Poprockpunk-Checker einpacken, in Urlaub fahren und nie wieder zurück kommen. Gran! Di! Os!

Die meisten Lieder, die ich bis jetzt (MfG) gehört habe fühlen sich nicht viel anders an als das Original. Singt halt wer anders (und zwar mit einer STIMME), aber sonst sind die relativ 1:1 umgesetzt. Bisschen anders instrumentiert (dicke Big Band mit vielen Blasinstrumenten). Durch Heinos Sangeskunst versteht man aber auch endlich mal quasi ungefähr alles. Das ist schonmal sehr schön. Prinzipiell. Dann aber auch öfters mal nicht, weil einem dann durchaus schonmal auffallen könnte, was für einen Quatsch die ach so coolen Popgrößen so von sich geben. Viel Platz zum Schlager hin ist da nicht mehr. Da müssen die Popper sich lieber gar nicht so aufregen.

Davon abgesehen ist es aber einfach eine ziemliche Freude, die CD zu hören. Ob jetzt doch hauptsächlich wegen Heino und dem doch etwas schrägen Konzept, dass er Pop-/Rock-Songs singt (Heino und n Rammsteinlied… schon irgendwie irre), oder weil es eben sehr gut gemachte Musik auf hohem Niveau ist (allein diese Stimme!). Sogar ein Nena-Lied kann man mit viel Genuss hören, wenn Heino das singt. Und das im Original höchstens ganz okehe „Gewinner“ von Clueso wird von Heino gesungen zum richtig guten Kracher.

Hach, was bin ich begeistert!
Allein das Coverbild finde ich etwas nicht so gelungen. Das ist doch zu sehr gewollt. Aber egal, entscheidend is auf’m Platz!