Monatsarchiv: Oktober 2012

Die fürchterliche Furcht vor dem Fürchterlichen

Simon Pegg ist ja meistens ein Garant für hochwertige Unterhaltung.

Hier nicht.

Auf schlimmste Art albern. Total überkandidelt mit viel Slapstick, aber ohne überspringenden Funken. Sehr gewollt, aber echt gar nicht gekonnt.

Kein Wunder, ich hab von dem Film, der von 2011 ist, noch nie was gehört. War der überhaupt im Kino?

Schlimm. Ganz schlimm. Am schlimmsten aber ist, dass ich den Film bis zum bitteren Ende angeguckt habe.

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Wir sind was wir sind

So, so… Das seid ihr also. Was ihr seid… Aber was genau ist das? Ein Haufen dröger Dummbatze in einem drögen Film mit vielen drögen Einstellungen in verkopftem Kunstkino aus der Hölle?

So ein langweiliger Blödsinn!

Vermutlich ein kulturelles Hintergrundproblem. Mexiko ist vielleicht vom mitteleuropäischen Deutschland nicht nur geografisch zu weit weg. Ich jedenfalls fand den Film absolut unerträglich.

Anspruchsvoll darfs ja ruhig sein, aber bitte trotzdem mit Unterhaltung.

Ausgezeichneter Blödsinn, den keiner braucht. So sieht’s aus.


Sucker Punch

So ein Jammer!

Der Anfang ein optischer und akustischer und dramatischer Hochgenuss. Hammer!

Dann der erste Schock, als das gerade gesehene erstmal auf links gedreht wird. Ok, kann man machen, Phantasiewelt und so, der gequälte Geist flüchtet sich und so, soll mir recht sein.

Aber dann wird nochmal auf links gedreht und die Frau ist plötzlich ganz woanders mit Superkräften und Action und Knall und Bumm.

So ein Blödsinn.
Sorry, aber das ist zu dummdreist abgedreht ohne Sinn & Verstand.
Vielleicht wäre Sinn & Verstand noch irgendwann gekommen, und es ist natürlich schade um die ganzen schicken Schicksen die da knapp bekleidet durch die Kulissen hüpfen, aber nee, echt nicht. Nach knapp ner halben Stunde war es nicht mehr erträglich.
Comic und Action schön und gut, und optisch echt toll gemacht, aber es fühlte sich ab dem ersten Linksdreh nur nach sinnlosem Popcorn-Selbstzweck an. Seht her, wir haben tolle Schicksen! Und hier, tollen Computergrafik auch! Und hört mal hin, wie toll die Soundkulisse ist! Story? Aussage? Inhalt? Ähm… ja… ach so, und voll das tolle Steampunk-Mech-Ding haben wir auch! Toll, oder!?!

Echt ein Jammer!

Aber der Anfang war echt großartig!


Salt

Hagel und Granaten, was für ein endgeiler Weltklassefilm!

Wendungsreiche Geschichte mit knalliger Action und einer umwerfenden Frau Jolie!
Selten so ne abgehende Post erlebt!
Wahnwitzige Verfolgungsjagden mit wahnwitzigen Stunts und komplett verrückten Einfällen perfekt in Szene gesetzt. Grandios!
Und das alles ohne wackelnde Kamera. Da waren mal echte Könner am Werk. Nicht solche dumpfbackigen Bourne-Stümper.

Klar muss man auf solche Actionsachen und Agentenkram stehen, aber dann kann man unendlichen Spaß mit einem der besten Filme aller Zeiten haben.


Dead Set

Na ja. Zombies halt. Im Genre nix Neues.

Ok, das mit Big Brother und so war an Anfang ne nette Idee, und das Ende war auch gut, aber zwischendrin gabs echt nur normale Zombiefilmkost.
Und natürlich musste auch die Kamera immer angemessen durch die Gegend geschleudert werden, wenn Action losbrach. Geht ja mittlerweile nicht mehr anders. Damit mal voll so das krasse Mittendringefühl hat und total gepackt ist.
Gesplattert hats natürlich auch ganz gut, aber das haut hier mittlerweile auch keinen mehr vom Hocker.
Originelle Ideen und spannende Geschichten braucht das Land. Und das gabs insgesamt leider hier gar nicht mal so sehr.
Schade.

Da diese Fernsehserie aber insgesamt ne Laufzeit von unter drei Stunden hatte, war die Zeitverschwendung nicht ganz so schlimm.


The Shrine

Netter, kleiner, etwas gruseliger, aber hauptsächlich mystischer Film. Etwas indie, denke ich. Jedenfalls machten die Darsteller und die Dialoge nicht eine ganz so professionellen Eindruck. Teilweise. War aber nicht schlimm. Schicke Atmosphäre.
Zuerst hatte ich die schlimmsten Befürchtungen, weil verschwundene Rucksack-Touristen in Osteuropa… *gähn*

Aber dann gings um ein einsames Dorf und einen verspukten Wald und einen Geheimbund und ein Geheimnis und einen Fluch und einen Dämon…
Toll!

Hat sehr gut gefallen.


Game of Thrones

Tja.
Ich werd leider nicht so sehr schlau aus dieser Fernsehserie.
Eigentlich isses Fantasy. Und eigentlich mag ich ja Fantasy. Und ganz klar ist die Serie super gemacht. Tolle Effekte, tolle Schauspieler, tolle Settings, eigentlich alles toll.
Nicht so toll, dass der tolle Herr Bean mittendrin einen Kopf kürzer gemacht wurde, aber bitte.
Leider ist der „richtige“ Fantasy-Anteil etwas selten so richtig spürbar. Könnte meistens auch einfach das mittelalterliche England mit König Löwenherz sein. Sehr schade.
Und dann dieser ständige Sex. In jeder zweiten Szene ist jemand nackt oder am Poppen oder beides, erzählt dabei aber immer lustige Geschichten, die man auch angezogen hätte erzählen können. Keine Ahnung, was die Herren Drehbuchschreiber bezwecken wollten. Ich vermute aber, dass es um „Erwachsenheit“ geht. Kennt man ja auch aus dem Spiele-Bereich. Erwachsen ist Sex und Gewalt. *kotz*
Und auf die Herren Drehbuchschreiber schieb ich das, weil man a) aus Internetkreisen hört, dass die Bücher nicht so sind, und ich b) selbst im ersten Band das erste Auftreten von Daenerys nachgelesen habe. In der Serie macht der Bruder ihr erstmal an den Titten rum. Im Buch gar nicht, weil sie angezogen ist.
Sowas nervt schon sehr.

Sonst nervt auch, dass quasi alle wirklich komplett scheiße sind. Von mir aus ist Jon und Arya und Jorah prima, der Rest ist zum in die Tonne kloppen. Alles Kotzbrocken. Bäh!

Allerdings macht es das auch einfacher, die vielen Toten zu ertragen. Da früher oder später jeder draufgeht, müsste man sich bei sympathischen Personen ja noch mehr ärgern als so schon.

Echt jetzt, ich weiß nicht, warum ich zwei volle Staffeln davon geguckt habe. Vielleicht, weil ich hoffe, dass es noch wird. Und immer wieder zwischendrin für fünf Minuten isses auch echt superweltklasse. Aber meistens nervts schon sehr. Und stellenweise fühle ich mich auch ganz arg an diese Furz-Serie Lost erinnert. Viel heiße Luft und nichts außer noch mehr heiße Luft dahinter. Aber Substanz und Inhalt und Relevanz eher nicht.

Jede Staffel ein Film, super. Aber als Serie… na ja…