Guild Wars 2

Das ist dann also dann mal wieder ein MMORPG.

Ein ganz schön gutes, denke ich. Aber gleichzeitig fühle ich mich auch ganz schön falsch da drin. Ich kann’s schlecht erklären. Ein komisches, dumpfes Gefühl von „Was soll das Ganze hier eigentlich?“. Na ja. Es ist gekauft, es verursacht keine laufenden Kosten, spielt man’s halt oder lässt es. Man wird sehen…

Aber bis dahin war gestern die erste Sitzung natürlich sehr spannend und fordernd, weil alles neu und ungewohnt und kaum Erklärungen, erst recht kein Handbuch.
Einige sehr interessante Features. Verschiedene Waffen, die quasi geskillt werden müssen, damit waffenabhängige Zauberskills freigeschaltet werden. Lustig.

Die Weltevents sind ganz nett, aber aus Rift (das ich kurz mal für ein Beta-Wochenende gespielt habe) bekannt und nicht mehr ganz so spektakulär. Eher recht hektisch, weil man natürlich gut mit dabei sein will, damit man die bestmögliche Belohnung kriegt. Aber ok, besser als das übliche „Töte 5 Ikse“ und „Bring mit 8 Üpsilone“ isses schon irgendwie. Fühlt sich eher an, als würde man was bewirken. Bisher war jedenfalls kein Event zweimal am Start. Hat man Pferdemenschen vertrieben, dann sind sie auch tatsächlich nicht mehr da.

Die Herzchen-Quests sind dann schon eher aus der Abteilung Töte & Bringe, aber auch das ist leicht anders, weil die Aufgabe aufm Papier ist „Hilf Iksüpsilon“. Die Hilfe kann dann aus 2 bis 4 alternative Möglichkeiten bestehen, ganz wie es mir in den Kram passt. Ich kann also entweder nur die Üpsilone bringen oder ich töte nur die Ikse oder ich mach ne Kombi oder schütte Wasser auf Heuballen.

Man kann Aussichtspunkte und anderes entdecken und kriegt Belohnungen dafür. Viel zu tun. Ganz ok.

Es gibt ne persönliche Questreihe, die für Solisten gedacht ist. Auch gut.

Sehr schlecht finde ich das Postsystem. Ich kann von überall aus auf meine Post zugreifen. Stimmungslos.
Darüber krieg ich auch die Belohnung für die Herzchen-Quests. Und da die auch automatisch losgehen, ohne dass ich einen NPC ansprechen muss, ist das insgesamt auch leider recht stimmungslos. Das wirkt so schnellschnell-ich-hab-als-Roxxor-doch-keine-Zeit-zum-NPC-zu-gehen. Schade.

Sehr schön wiederum ist, dass ich meine Klamotten farblich ändern kann. Leider auch sehr stimmungslos über einfaches Klicken im Heldenmenüfenster. Wie schön wäre es, wenn ich erst zu nem Schneider gehen muss, der mir das gegen Bezahlung ändert? Hach, schade.
Aber es sieht schick aus. Nicht so n Papageiensyndrom wie in World of Warcraft.

Das Handwerkssystem kenn ich bisher nur vom Sammeln her, und das ist prima gelöst. Jeder Erzhaufen, Baum oder Krautbüschel gehört jedem und kann nicht geklaut werden. Sehr entspannend. Man kann auch nicht tragbare Rüstungen und Waffen außeinandernehmen und in Rohstoffe zerlegen, sollte dabei aber tunlichst darauf achten, dass man auch die richtigen Rüstungen und Waffen anklickt, weil man sonst ganz schnell eine neue und bessere Axt zerlegt hat, die nur deshalb im Inventar rumlag, weil man gerade damit beschäftigt war, das erste gefundene Zepter zu skillen. Na ja.

Vielleicht sollte ich mal schleunigst ne Gilde suchen. Vielleicht kommt dann besseres MMO-Feeling und mehr Sinn und Zweck des Guild Wars auf. Im Moment weiß ich nicht genau, ob das nicht ein falsches Spiel für mich ist.

Ach so, ja, Grafik für so n MMORPG super, aber Solospiele sehen einfach schöner aus. Schade. Und die Zwischensequenzen sind zwar nett designt, aber eher künstlerische Zeichnungen und keine fetten Renderfilmchen. Sieht halt dann doch nicht ganz so schön aus.

 

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