Monatsarchiv: August 2012

Guild Wars 2

Das ist dann also dann mal wieder ein MMORPG.

Ein ganz schön gutes, denke ich. Aber gleichzeitig fühle ich mich auch ganz schön falsch da drin. Ich kann’s schlecht erklären. Ein komisches, dumpfes Gefühl von „Was soll das Ganze hier eigentlich?“. Na ja. Es ist gekauft, es verursacht keine laufenden Kosten, spielt man’s halt oder lässt es. Man wird sehen…

Aber bis dahin war gestern die erste Sitzung natürlich sehr spannend und fordernd, weil alles neu und ungewohnt und kaum Erklärungen, erst recht kein Handbuch.
Einige sehr interessante Features. Verschiedene Waffen, die quasi geskillt werden müssen, damit waffenabhängige Zauberskills freigeschaltet werden. Lustig.

Die Weltevents sind ganz nett, aber aus Rift (das ich kurz mal für ein Beta-Wochenende gespielt habe) bekannt und nicht mehr ganz so spektakulär. Eher recht hektisch, weil man natürlich gut mit dabei sein will, damit man die bestmögliche Belohnung kriegt. Aber ok, besser als das übliche „Töte 5 Ikse“ und „Bring mit 8 Üpsilone“ isses schon irgendwie. Fühlt sich eher an, als würde man was bewirken. Bisher war jedenfalls kein Event zweimal am Start. Hat man Pferdemenschen vertrieben, dann sind sie auch tatsächlich nicht mehr da.

Die Herzchen-Quests sind dann schon eher aus der Abteilung Töte & Bringe, aber auch das ist leicht anders, weil die Aufgabe aufm Papier ist „Hilf Iksüpsilon“. Die Hilfe kann dann aus 2 bis 4 alternative Möglichkeiten bestehen, ganz wie es mir in den Kram passt. Ich kann also entweder nur die Üpsilone bringen oder ich töte nur die Ikse oder ich mach ne Kombi oder schütte Wasser auf Heuballen.

Man kann Aussichtspunkte und anderes entdecken und kriegt Belohnungen dafür. Viel zu tun. Ganz ok.

Es gibt ne persönliche Questreihe, die für Solisten gedacht ist. Auch gut.

Sehr schlecht finde ich das Postsystem. Ich kann von überall aus auf meine Post zugreifen. Stimmungslos.
Darüber krieg ich auch die Belohnung für die Herzchen-Quests. Und da die auch automatisch losgehen, ohne dass ich einen NPC ansprechen muss, ist das insgesamt auch leider recht stimmungslos. Das wirkt so schnellschnell-ich-hab-als-Roxxor-doch-keine-Zeit-zum-NPC-zu-gehen. Schade.

Sehr schön wiederum ist, dass ich meine Klamotten farblich ändern kann. Leider auch sehr stimmungslos über einfaches Klicken im Heldenmenüfenster. Wie schön wäre es, wenn ich erst zu nem Schneider gehen muss, der mir das gegen Bezahlung ändert? Hach, schade.
Aber es sieht schick aus. Nicht so n Papageiensyndrom wie in World of Warcraft.

Das Handwerkssystem kenn ich bisher nur vom Sammeln her, und das ist prima gelöst. Jeder Erzhaufen, Baum oder Krautbüschel gehört jedem und kann nicht geklaut werden. Sehr entspannend. Man kann auch nicht tragbare Rüstungen und Waffen außeinandernehmen und in Rohstoffe zerlegen, sollte dabei aber tunlichst darauf achten, dass man auch die richtigen Rüstungen und Waffen anklickt, weil man sonst ganz schnell eine neue und bessere Axt zerlegt hat, die nur deshalb im Inventar rumlag, weil man gerade damit beschäftigt war, das erste gefundene Zepter zu skillen. Na ja.

Vielleicht sollte ich mal schleunigst ne Gilde suchen. Vielleicht kommt dann besseres MMO-Feeling und mehr Sinn und Zweck des Guild Wars auf. Im Moment weiß ich nicht genau, ob das nicht ein falsches Spiel für mich ist.

Ach so, ja, Grafik für so n MMORPG super, aber Solospiele sehen einfach schöner aus. Schade. Und die Zwischensequenzen sind zwar nett designt, aber eher künstlerische Zeichnungen und keine fetten Renderfilmchen. Sieht halt dann doch nicht ganz so schön aus.

 


Death in Paradise

Eine überaus durchschnittliche Serie.
Eigentlich.
Die Grundidee mit dem handfesten Briten, der in die lockerflockige Karibik versetzt wird, ist zwar erstmal originell, aber dann doch nicht. Sowas mit Gegensätzen und so sieht man ja doch auch öfters mal an jeder Ecke.
Auch der Rest wirkt immer irgendwie so wie gewollt und nicht gekonnt, weil zu wenig Geld oder Einfallsreichtum.
Ja, ich möchte sogar sagen, dass die Serie ganz arg altbacken ist. Liegt vermutlich auch an dem absolut zusammenhangslosen MotW-Konzept. Bis auf die erste und letzte Folge isses vollkommen Wurscht, in welcher Reihenfolge man die Folgen guckt. Total Retro, quasi. Auch ist jede Folge gleich (und altbacken) aufgebaut. Es passiert ein Mord, es wird ermittelt, der Chef hat voll den übertriebenen Geistesblitz, alle Verdächtigen werden versammelt und, tadaaa, Auflösung des Falls. Agatha Christie lässt grüßen.
Ganz arg Retro, das Ganze.

Und vermutlich genau deswegen finde ich diese Serie absolut großartig!

Selten hatte ich mit einer Summe solch durchschnittlicher Teile so viel Spaß.
Dieses Agatha-Christie-Konzept find ich total klasse. Miträtseln macht großen Spaß, auch wenn man meistens natürlich komplett daneben liegt. Die Darsteller und ihre Figuren sind sehr nett und sympathisch. Das regelmäßig unregelmäßige Gekabbel zwischen dem drögen Briten und den lebenslustigen Franzosen ist spaßig. Und das Setting sorgt bei mir für lockeres Urlaubsfeeling.

Insgesamt sprechen zwar kopfseitig gefühlte 100 Argumente gegen die Serie, aber mein gefühlter Bauch sagt mir ganz klar „mehr davon“!

Für die zweite Staffel würd ich mir zwar mehr außerkriminalistische Hintergrundhandlung wünschen, aber wenn nicht, dann nicht. Hauptsache es kommt überhaupt ne zweite Staffel. Und ne dritte und ne vierte. Mit mehr Folgen. Viel mehr Folgen.

Hach, was eine tolle Serie!


Der Ghostwriter

Hmm… Viel Lärm um nix. Und ein Ende wie das Hornberger Schießen.

Warum das alles so schlimm geheimnisvoll und wichtig und verheimlichungswert sein muss, wurde mir leider gar nicht klar.

Zwischendurch war’s recht nett und spannend, aber ein richtiger Funken wollte nicht springen.
Vermutlich weil wieder einmal quasi alle Leute ziemliche Unsympathen waren. Und unser Held blieb insgesamt recht blass.

Ach, ich weiß auch nicht. Is ja schade, aber insgesamt fand ich den Film doch recht dröge und langweilig.
Wahrscheinlich war einfach diese amerikanische Spionagekriegsverbrecherpolitik-Story nicht meins. Ich hab die ganze Zeit auf ungeheuerliche Entdeckungen gewartet und dann kommt raus, dass es die Frau war. Pf! Und? Tz…

Und die sensationelle Entdeckung war quasi auch keine, weil schon ewig klar war, wie und wo die Infos versteckt sind.

Nee, trotz toller Darsteller war das nix.


Barton Fink

Anstrengend und unverständlich.

Und ärgerlich.

Die ganze Zeit kommt es einem vor, als würde man fühlen, dass da irgendwas ist. Sein muss. Noch kommt. Eigentlich.

Und dann ist der Film vorbei und man denkt quasi nur: WTF!?

Aber Hauptsache es werden Preise verteilt und die Kritik überschlägt sich vor Begeistertheit.

Ich nenn sowas Unfug. Man kann’s aber auch „perfektes Unterhaltungskino“ nennen, wenn man genug geraucht hat.


Diablo 3

Das Echtgeldauktionshaus verurteile ich. Den Online-Zwang verurteile ich. Beides für mich ganz eindeutige Merkmale dafür, dass Blizzard auf seine Kunden scheißt. Es geht nicht mehr um Spielspaß, sondern nur noch um Geld. Deshalb habe ich vor geraumer Zeit beschlossen, dass Blizzard nie wieder Geld von mir sieht. Oder mindestens so lange nicht, bis sie wieder ordentlich ticken.

Aber das heißt ja nicht, dass ich nicht eine kostenlose Starter-Edition dieses Diablo-3-Spiels spielen kann. Kost ja nix.

Also einen frischen BattleNet-Account erstellt, Spiel herunter geladen und mit einer frischen Mönchin frisch ans Werk gegangen.

Grafisch nett, auch wenn es quasi permanent ruckelt, wenn ich mich bewege und neue Gebieteteile nachgeladen werden. Vermutlich ein Resultat der Serververbindung, und somit erster Minuspunkt. Sonst wirklich gut gelungen. Schade, dass man nicht näher ranzoomen kann, denn so schick und schön und stimmungsvoll wie das aussieht, würde ich mir manche Sachen sehr gerne aus der Nähe detaillierter anschauen. Auch nicht so schön sind die fetten roten Umrandungen anvisierter Gegner. Aber dafür sind sehr viele kleine Details sehr schön. Die brodelnden Energiekugeln zum Beispiel. Ach so, ja, und er Introfilm ist auch super!
Der insgesamte grafische Eindruck ist also wirklich toll.

Spielerisch isses allerdings die dickste Banane der Welt. OK, vielleicht sollte man nach 15 Minuten kein abschließendes Urteil abgeben, aber wenn ich nach 15 Minuten schon gar keine Lust mehr habe, das Spiel weiterzuspielen, dann kann ich gar nicht anders, als nach 15 Minuten zu sagen: Rotz!

Torchlight hab ich durchgespielt. Und noch 2x mit anderen Klassen angefangen. Ok, das war auch nicht soo lang, aber immerhin.

Titan Quest hab ich sehr weit gespielt (bis vor Athen), bevor ich die Lust verlor, weil es immer das gleiche dumme Gekloppe ist.

Diablo 2 hab ich bis weit in den zweiten Akt gespielt, bis es blöd wurde.

Aber Diablo 3? Was soll das? Klick, tot. Klick, tot. Klick, tot. Die Gegner. Dass die nicht schon umfallen, weil sie in meine Sichtweite kommen, ist alles. Selbst Quest-Endgegner sind keine Kunst. Ok, da isses dann nicht „klick, tot“, sondern „klick, klick, tot“, aber auch die sind eben nicht der Hauch einer Ahnung eines Schimmers einer Gefahr. Nix.

Dass man beim Stufenanstieg nichts machen darf, außer vielleicht ne neue Fertigkeit zur Kenntnis zu nehmen, machts auch nicht besser.

Wenn man wenigstens direkt den Schwierigkeitsgrad hochdrehen dürfte…

Ein lächerliches Spiel!

 


Eden Lake

Selten hatte ich nach nem Film so einen Hass!
Ein ganz schlimmer Feel-Bad-Moviefilm.
Ein Haufen Arschlochmenschen in einem Arschlochfilm!

Ja, nicht nett, aber dafür werd ich auch nicht bezahlt. Ok, werd ich eh nicht. Egal.

Objektiv ein sehr guter Film. Handwerklich super. Klasse Story. Spannend. Dramatisch.

Aber ich HASSE es. Ich hasse solche doofen Leute. Monster: Super! Gespenster: Gruselig! Ein verrückter Psychopath: Geht auch noch.
Aber einfache, doofe, dumme, normale Arschlochmenschen. Herrje, verdammte Hacke! Sowas muss ich schon tagtäglich in der Bahn oder beim Einkaufen oder bei McDoof ertragen. Da brauch ich das nicht auch noch abends aufm Sofa.

So. Genug gekotzt.


Kingdoms of Amalur: Reckoning

Eigentlich toll. Schöne Grafik, nette Story mit netten Quests, zwar etwas konsolig was Bedienung und Spielelemente angeht, aber ok, das muss heutzutage ja sein.
Schöne Vertonung, tolle Welt, tolles Design, ich bin absolut begeistert.
Ok, ich war begeistert.
Denn mit der Zeit wurde das Spiel nach sinnvollerweise einfachem Einstieg immer einfacher. Man sollte meinen, dass es langsam fordernder wird, wenn man weit genug vom Tutorial entfernt ist. Pfeifendeckel! Man lernt immer mehr Skills, wird besser und stärker, findet tolle Ausrüstung, und die Gegner bleiben inkompetent wie zu Beginn.
Leider hilft ein Hochdrehen des Schwierigkeitsgrads kein Stück. Es hat keinen Effekt.
Ich habe dann noch eine Weile versucht, die nette Grafik, die nette Story und die netten Quests zu genießen, aber wenn sich jeder Kampf nur wie eine lästige Zeitverschwendung anfühlt, dann fühlt sich halt dann doch irgendwann das ganze Spiel so an.

Ein Jammer!