Monatsarchiv: Juli 2012

Max Payne

Angesichts des letztens erschienen dritten Teils der Max-Payne-Serie, wollte ich dann doch nochmal dem ersten Teil (und somit der Serie von Anfang an) eine Chance geben.
Ich habe das damals bei Erscheinen mal gespielt, bin aber nicht sehr weit gekommen. Unter anderem, weil ich mit dieser Bullet-Time absolut überhaupt nicht zurecht kam. Und ohne war es mir viel zu schwer.
Heutzutage komm ich mit der Bullet-Time zwar immer noch nicht zurecht, und sackschwer isses stellenweise immer noch, aber ich habe trotzdem unendlichen Spaß ohne Ende mit dem Spiel.
Für mich im Moment der beste Shooter aller Zeiten!

Die Grafik ist mittlerweile natürlich grotesk alt und fast ebenso unansehnlich. Aber dafür gibts keine Deckungen und kein Auto-Heal.
Die comicartigen Zwischensequenzen, mit denen die Geschichte erzählt wird, sind prinzipiell eine großartige Idee mit viel künstlerischem Potential, das leider dadurch komplett zerstört wird, dass die Comics absolut und ohne Ende stümperhaft sind. Fotografierte Laiendarsteller durch eine Photoshopaktion gejagd. Grau-en-haft!!!!1
Ansonsten ist die Geschichte quasi ein spielgewordener Film Noir. Klassische Detektivgeschichte (auch wenn der Held aufm Papier ein Polizist ist) mit traumhaften Kommentaren aus dem Off, erzählerisch auf sehr hohem Niveau, sehr stimmungsvoll, ok, auch immer wieder sehr kitschig, aber so muss es sein, das ist ganz großes Kino. Man muss eben nur diese stümperhaft umgesetzten Comics tolerieren können.

Nettes Leveldesign mit fiesen Bosskämpfen, für die man als grobmotorisches Ich immer wieder gerne auch mal 20 Anläufe braucht.
Aber das ist nicht schlimm.
Denn die Ladezeiten bei Misserfolg sind quasi nicht vorhanden. Tot, Taste gedrückt, nächster Versuch. Das zu tippen hat länger gedauert, als es zu spielen. Das ist echt die Hölle. Vor allem, wenn man es mit diesem dümmlichen Deus Ex HR vergleicht. In der Zeit, die ich dort für einen Ladevorgang brauchte, kann ich hier beim Herrn Payne 20 neue Versuche starten.
Ich bin vermutlich zur Hälfte durch, hab bestimmt insgesamt deutlich über 100x neu geladen (ich kann’s halt echt nicht so gut), aber hab mich nicht ein einziges Mal geärgert. Kost ja nix.

Geärgert hab ich mich höchstens über diverse Sprungeinlagen, die mitunter pixelgenau durchgeführt werden müssen. Und ein bis drei Male musste ich dann auch mal lieber YouTube bemühen, weil ich echt nicht weitergekommen bin. Mal hab ich den Weg verloren (kein Wunder, wenn das immer alternativlose Schlauchlevel sind, und dann aus heiterem Himmel doch mal ne recht versteckte Abzweigung zu nehmen ist), mal war ein Sprung einfach nicht zu schaffen und ich hatte Zweifel, ob das überhaupt der Weg ist. Egal.
Ja, ach so, ja, so richtig ärgerlich fand ich einen Level in dem ein Restaurant aus heiterem Himmel in Flammen aufgeht und man einen engen feuerlosen Korridor finden und entlanglaufen muss. Das war recht willkürlich, ohne Chance, das auf Anhieb richtig machen zu können. Auch hat man nicht den Hauch einer Chance geworfenen Mollotow-Cocktails auszuweichen. Man sieht sie nicht kommen. Treffen sie einen, ist man tot. Keine Chance. Das ist ärgerlich. Oder könnte es sein, wenn die nicht vorhandenen Ladezeiten nicht wären. So nehm ich das einfach hin und weiter gehts.

Überhaupt nicht ärgerlich, sondern hochgradig spaßig sind allerdings das recht abwechslungsreiche Gameplay (gerade in Kombination mit dem netten Leveldesign) und die Traum- und Drogen-Sequenzen. Absolut einzigartig und wirklich sensastionell gran-di-os!!!1

Bis jetzt ein wirklich herausragendes Spiel!

Update 23.07.2012

Ach so, ja, schon lang zuende gespielt.

Es wurde zwar nicht mehr groß sensationell (keine Träume, keine Drogen etc. mehr), und der Endkampf war auch keiner, den man so nennen durfte, aber die Geschichte wurde schön zuende gebracht, und insgesamt war es eine der bestens Spielerfahrungen aller Zeiten.

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Spec Ops: The Line

So, so… Da muss ich also das ganze Spiel über aktiv selber schön ballern, auch, wenn ich vielleicht gar nicht will….

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…. ach so, ja, SPOILER  !!!  SPOILER  !!!  SPOILER  !!!  SPOILER  (damit das klar ist, obwohl mich das sonst ja auch kaum hindert)…

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Bulletstorm

Leider hat hier noch keiner seine Begeisterung bezüglich Bulletstorm kundgetan. Ich übernehm das mal grad.

Unendlicher Spaß!

Total übertrieben brutal und gewaltätig, aber durch die Übertreibung eben auch total spaßig und unterhaltsam.
Es kracht und knallt an allen Ecken und Enden. Schnelle Action vom Feinsten. Besonders lustig isses, die Gegner durch die Gegend und in Kaktusse o.ä. zu kicken.
Alles natürlich nur in der (von mir gespielten) Originalfassung. In der deutschen Ausgabe ist wohl alle Brutalität vorsorglich rausgeschnitten, was das Spiel leider größtenteils ziemlich sinnlos macht. Aber noch ist man ja nicht gezungen, lokalisierte Fassungen zu spielen.

Die Story ist ganz ok und durch das Science-Fiction-Setting sehr schön in Szene gesetzt. Grafik schön, Sound schön, recht spannende Charaktere, gute Zwischensequenzen. Leider ist das Ende ein ziemlich offenes, das nach einer Fortsetzung schreit, die es aber sehr wahrscheinlich eher nicht geben wird, da die Verkaufszahlen für EA nicht gut genug waren. Na ja.


„Dornröschen“ von Uschi Zietsch

Noch ein lustiger Spontankauf. 99 Cents kost ja nix.

Im Gegensatz zu dem komischen Mops, war das hier allerdings ein rundes Vergnügen.

Eine nette Variation des bekannten Märchens. Gut geschrieben, gut zu lesen. Schade, dass es so schnell vorbei war.

Beide Daumen hoch!


„Jimmy der Mops (ISAR 2066)“ von Miriam Pharo

Lustiger Spontankauf in der anfänglichen eBook-Hysterie.
Klang interessant, ist Indie, ok, gekauft.

Leider war es dann eher ne bessere Kurzgeschichte, dafür aber unglaublich wirr und unverständlich und plötzlich, ohne Sinn und Verstand zuende.

Anscheinend gibt es wohl irgendwelche Vorgeschichten, die ich nicht kenne, was in wohl nicht so gut ist und mein Verständnis erschwert.
Am meisten doof aber ist, dass es sich hierbei quasi nur um das erste Kapitel eines größeren Ganzen handelt. Denke ich. Anders kann ich die alberne Auflösung des Falls und das plötzliche Ende der Geschichte nicht deuten.

Ich hatte jedenfalls nur die erste 2-5 Seiten Spaß, der Rest war ein großes Fragezeichen, dass immer ärgerlicher wurde, und mir weiteres Leseinteresse an eventuell zukünftig erscheinenden Fortsetzungen gehört vermasselt hat.


„Ready Player One“ von Ernest Cline

Aller Anfang ist schwer.
Somit wusste ich auch ganz schön lange nicht, was mir der Künstler hier sagen will.
Außerdem fand ich dieses ganze 80er-Retro-Konzept etwas aufgesetzt und gezwungen.
Mit der Zeit hab ich mich daran gewöhnt, und als dann der Thrilleraspekt so richtig losging, wars super.
Natürlich nichts für normale Leute, aber für solche 80er-Computernerds wie mich schon sehr toll.
Vieles ging zwar an mir vorbei, weil es auch im wahren Leben an mir vorbei ging, aber trotzdem fand ich mich oft genug grinsend in wohlwollender Erinnerung wieder. Das gabs nur einmal, das kommt nie wieder, und ich war live dabei! (:

Das Buch ist flott geschrieben, die Jagd spannend zu lesen und als es vorbei war, wollte ich spontan mehr davon.


The Resident

Ein furchtbar durchschnittlicher und langweiliger und voraussehbarer und unlogischer Film.