Monatsarchiv: Juli 2012

Iron Man 2

Recht langweilig und uninteressant. Herr Stark hat mit seinen Sperenzchen nur genervt. Das Getue mit Frau Rechtsabteilung war auch blödsinnig, wenn er dann hinterher quasi gesteht, schon von Anfang an Miss Potts zugetan zu sein.
Für mich persönlich wurde aber irgendwie der Vogel abgeschossen, als der Armee-Kumpel einfach mal so eben nen Anzug anziehen und benutzen kann. Ich weiß nicht mehr genau, wie das in ersten Teil war, aber ich bin nun schon irgendwie davon ausgegangen, dass der Anzug nur mit Iron Man und seinem Reaktording in der Brust funktioniert.
Warum dann so ein Gewese um Iron Man gemacht wird, wenn jeder diesen Anzug verwenden kann, erschließt sich mir nicht nur, nein, mal wieder komm ich mir schlimm verarscht vor.

Nee, Leute, das war nix. Und der össelige Nachklapp mit nem Wüstenhammer war auch nicht der Rede wert.
Da vergeht mir leider auch direkt meine lustvolle Planung, die anderen Avengersfilme (Thor und Captain America und Hulk) zu gucken. Und Avengers interessiert mich grad auch nicht gerade sehr. Comicverfilmungen scheinen sich zumindest in meiner Welt n bisschen überlebt zu haben…

Ach so, doch, ja, das olle Knollengesicht Rourke als russisches Bösewichtgenie war natürlich prima.
Sam Rockwell schauspielerisch auch, aber seine Rolle war extrem doof.

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Livid

Schade, dass der deutsche Titel dieses französischen Films mal wieder englisch sein muss. Na ja. *seufz*

Das ist aber auch alles, was ich zu meckern habe.

Der Film selber war sehr gut. Stellenweise sehr unverständlich, aber schön. Sehr atmosphärisch, sehr gruselig. Gute Schauspieler. Tolles Setting. Kryptisches Ende… keine Ahnung, was der Künstler uns damit sagen wollte, aber egal.
Insgesamt ein großes Vergnügen.

Manchmal können sie es halt doch, die Franzosen.

 


„Verwesung“ von Simon Beckett

Hmm.
Das war jetzt nicht nur der vierte David-Hunter-Roman, sondern auch der schlechteste, weil langweiligste. Wenig Leichenzeugs, kein ordentliches Mörder-Whodunit, dafür wieder ne unnütze Pseudo-Romanze.

Nee, das war nix, sorry.


Heavy Rain

Tja.
So ein hochgelobtes Spiel.
Nein, welche grandiose Geschichte. Mit viel Herz. Und Schmerz. Und Emotion. Und Gefühl.
Hach… *andächtigseufz*

Mein vorherrschendes Gefühl beschreibt folgende Floskel recht gut:

WTF!?!

Mal muss ich den rechten Stick links rum drehen, mal muss ich den linken Stick drücken, dann wieder das Dreieck drücken, auf den Kreis hämmern, oder meinen Namen tanzen und hinterm Sofa nach Hamsterkötteln suchen.

Man kann bei einem Spiel natürlich die Kontrollerbedienung zum höchsten aller Ansprüche machen. Wenn man sonst nicht auf die Reihe kriegt, gerne, aber eigentlich sollte, vor allem, wenn man vorgeblich ein Adventure zusammenkreiert, die Geschichte und die spielinternen Rätsel im Vordergrund stehen, und nicht der Kampf mit den lustigen Kontrollverlusten, die sich die schwachmatischen Entwickler in welchen Rauschzuständen auch immer ausgedacht haben.

Die Idee, dass die jämmerlichen Quicktime-Events nicht spielentscheidend sind, sondern nur in andere Handlungsstränke münden, ist klasse. Ok, man könnte natürlich auch einfach diese Quicktime-Scheiße weglassen, aber wenn schon, dann gerne so.
Aber, dass ich um einen Kühlschrank aufzumachen, zwingend die und die nicht ganz unkomplizierte Stickbewegung machen muss, ist einfach nur dümmster Selbstzweck und bringt mir spielspaßmäßig keinerlei Mehrwert.

Ich hab’s bis zu einem verregneten Tatort ausgehalten, auf dem ich als behüteter Detektiv was ermitteln sollte.
Bis dahin war die Grafik toll, die geschichtliche Atmosphäre atemberaubend, aber die spielerische Steuerung ein so ein nerviger Mist, dass ich lieber keine Lust mehr hatte. Außerdem wollte es mir auch nicht einleuchten müssen, weshalb ich plötzlich eine andere Spielfigur steuern muss.

Nee, Leute, so nicht.


Dragon’s Dogma

Tja. Doch wieder rückfällig geworden.

Nachdem der Plan eigentlich war, niemals mehr ein Konsolenspiel anzufassen, hab ich mir jetzt halt doch mal „Dragon’s Dogma“ kaufen müssen.

Nach nicht mal fünf Minuten war wieder klar, warum ich Konsolenspiele hasse.

Obwohl ich am PC mittlerweile doch auch ganz schön oft mit Gamepad spiele, geht es an der PS3 einfach irgendwie gar nicht so gut.
Dann ist der Fernseher doch recht weit weg. 70 cm zum PC-Monitor ist halt doch was anderes als 2,5 m zum Fernseher. Da kann der noch so groß sein.

Das schlimmste aber ist das Wesen der Konsolenspiele an sich. Mittlerweile. So weil wegen neumodische Designzeiten.

Ich werde mit vollem spielerischen Umfang und Möglichkeiten und allem drum und dran ins Geschehen geschmissen. Drei Begleiter kommen ums Eck, die mir in einer Tour alle gleichzeitig die Ohren (und den Bildschirm) vollquatschen, und die eigentlich auch alles allein machen. Ist auch nötig, weil es blitzt und donnert und kracht und rappelt, dass es keine Freude ist. Ich weiß nicht wo oben und unten ist, was zu tun ist und warum. Toll!

Am Ende liegt dann der großartige Bossgegner im Staub, eine bedeutungsschwangere Stimme redet was von meinem Weg und *pling* ich hab meine erste Trophäe erhalten (Spiel begonnen).

Leute, das geht gar nicht. Das ist grotesk. Das ist ein Witz. Das ist dümmste Scheiße!

Aber vermutlich geht das heute nicht anders. Vermutlich kann man der heutigen Jugend (die vermutlich immer bei jedem Spiel, erst recht für ne Konsole, die vorderste Zielgruppe ist) anders gar nicht ködern. Wenn man denen zum Start mit nem drögen Level-1-Char kommt, der noch nicht mal ordentlich geradeaus laufen kann, dann wenden die sich vermutlich angewidert ab.

Na gut. Wendet sich halt der erfahrene Spieleveteran ab.

Was soll der Quatsch, dass ich ein Spiel mit allem Drum & Dran anfange, um nach 10 Minuten und einem Bosskampf dann einen Charakter zu erstellen, mit dem ich dann spiele? Das ist Spieledesign aus der Hölle!

Und dann rappelt die dauernd die DVD bzw. Bluray im Laufwerk, dass es keine Freude ist. Ich hab ja nur ne fette Festplatte im Gerät (die im Moment 14 Stunden lang vollformatiert werden soll), auf die man ja so ein Spiel speichern könnte, aber nein, lieber nicht.

Ja, und natürlich muss man sich heutzutage auch immer ständig Online anmelden. Und wenn man das nicht macht, dann wird man kurz danach lieber nochmal darüber informiert, dass man das tun soll. *ARGH*

Ich HASSE es!
Hätte ich doch bloß nie meinen C64 verkauft…

Aber jetzt war’s das. Für immer.

Eigentlich sollte die PS3 ja als Bluray-Player im Haus bleiben, auch ohne Spiele, aber man sieht ja, wo es hinführt. Das Ding kommt weg! Verdammt Axt, aber auch!!1


Wasted on the Young

Eher „Wasted my time“.

Grandiose Schauspieler. Wirklich. Großartig!

Aber die Rollen! Die Story! Mei-ne Gü-te!!1
Selten hat mich ein Film mehr aufgeregt.

So eine Ansammlung von dämlichen, nervigen Voll-Honks. Man kann sich ja viel vorstellen. Auch so ein Verhalten von verwöhnten Jung-Reichen. Aber ich will mir das vermutlich einfach nicht vorstellen. Und selbst wenn, dann will ich mir ganz sicher sowas nicht anschauen.

Ich sollte wirklich langsam anfangen, Inhaltsangaben von empfohlenen Filmen zu lesen.

Echt, Mann, so ein Quatsch.

Stell ich mal in die gleiche rotzige Ecke wie „Funny Games“ und „Hungerspiele„.


„Leichenblässe“ von Simon Beckett

Sehr gutes Buch. Spannende Geschichte. Überraschendes Wendungsende. Keine Romanze (!).

Wieder sehr nettes anthropologisch-forensisches Techno-Blabla.