Monatsarchiv: Juni 2012

52 Filme – Thema 24 – Sportfilme

So, so… Sportfilme also… als nächstes im 52-Filme-Projekt von Halliway.

Wieder einmal nicht so meins.

Aber es gibt natürlich einen, der total der beste aller Zeiten ist.

Rocky.

Ein Weltklassefilm mit Weltklassedarstellern und einem Weltklassefinale. Grandios!
Die Fanfarensoundtrackmusik ist auch weltklasse.
Sehr viel Weltklasse in so nem doch recht kleinen Film, aber wat mutt, dat mutt.

Einer der besten Filme aller Zeiten.

Sehr bemerkenswert fand ich vor allem, dass es kein komplettes Happy End gab. In einer schlechteren Welt hätte Rocky den Kampf gewonnen. Aber das wäre ziemlich dumm gewesen.
Ok, das wurde dann in der Fortsetzung nachgeholt, aber das ist eine andere Geschichte und wurde ein andermal erzählt. Somit zählt das nicht.


Don’t be afraid of the Dark

Netter kleiner Monstergrusler mit fiesen kleinen Gruselmonstern.
Einige logische Ungereimtheiten, aber ne starke kleine Hauptdarstellerin und sehr gut getrickste Monsterchen, und ein überraschend böses Ende.

Was allerdings der finale Schlussakkord sollte, erschließt sich mir nicht ganz. Ich fand den sogar sehr unnötig und doof. Ich könnte fast den Eindruck gewinnen, dadurch wurde mir so’n bisschen der Film verdorben. Na ja.

Das Art-Design war sehr stimmungsvoll. Die Zeichnungen, der Keller, die Monster – das hat alles sehr gut gepasst.


Drive Angry

Na, da hätte ich aber mal gewettet, dass es sich hierbei um eine Comicverfilmung handelt. Pfeifendeckel! Einfach nur so ne krude Höllenstory. Aber unterhaltsam. Und auch gar nicht mal so abstrus, wenn man sich auf sowas einlassen kann.
Nicolas Cage ist ein weiteres Mal die coolste Sau der Welt, was ein großes Vergnügen war. Miss Heard war nicht nur nett anzuschauen, sondern hat in Sachen Coolness dem Herrn Cage ganz gut Paroli geboten.
Der Gipfel der Glückseligkeit war aber William Fichtner als der Buchhalter. Sack Zement, was war der sensationell herausragend! Er hatte die mit Abstand besten Szene, hat am besten gespielt, es war ein grenzenloses Vergnügen!
Personell also war der Film wirklich ganz großes Kino.

Allerdings war der Film in 3D. Ok, jetzt nicht bei mir auf Fernseher, aber prinzipiell so gedreht. Und das hat man immer wieder gesehen, und es war nicht schön. Erstens, weil es wirklich störend blöde Szenen waren, und vor allem, weil die computergetricksten Effekte (und das waren meist eben diese 3D-Geschichten) von echt absolut unterirdischer Qualität waren. Sowas schlechtes in so nem eigentlich professionellen und guten Film hab ich selten (wenn überhaupt schon einmal) gesehen. So schlecht! So richtig, richtig stümperhaft und peinlich schlecht. Ein Jammer!

Aber insgesamt, durch die unterhaltsame Geschichte und die tollen Darsteller, war es ein sehr sehenswerter und guter Film. Einer der besten meiner Zeiten.


Super 8

Tolle Zugkatastrophe! Mann, hat das gerumst und gerumpelt und gerappelt! Hammer!

Die jugendlichen Darsteller mit ihrer schauspielerischen Leistung waren auch toll. Hoffentlich machen die weiter. Da kommt gut was nach.

Die Geschichte um die Dreharbeiten war sehr erfrischend und sehenswert.

Der Rest war leider etwas belanglos und dümmlich.
Das übliche böse Militär, das einen Alien ärgert.
Der Alien war aber auch selten dämlich. Hat voll die Supertechnik mit Raumschiff und allem drum und dran, kriegt es dann aber nicht gebacken, einigermaßen sinnvoll mit anderen Spezies zu kommunizieren. Ich würde da nicht unbedingt eine Raumfahrerkultur sein wollen.

Von erdachten Design her war das außerirdische Monster auch entschieden zu monsterartig. Und zu groß und einfach nur blöd. Ganz schlecht. Und ärgerlich. Und gesehen hat man den Kollegen auch kaum, weil immer alles schön dunkel und bei Nacht.

Und nachdem unser jugendlicher Held ihm mal ins Gewissen redet kann er auch sofort sein Raumschiff zusammenbasteln und davonschweben. Klar. Vorher hat er ewig rumgewütet und Leute entführt und anscheinen verspeist, damit er auch so richtig schön schlimm rüberkommt. Aber einmal vernünftig geredet, schon kriegt er Heimweh und verschwindet. Argh!
Was das mit dem ganzen Metall sollte, und warum der große, grobmotorige Außerirdische vorher Automotoren und Mikrowellengeräte klauen konnte, ohne das Auto bzw. Haus drumrum zu beschädigen, und wo die ganze unterirdische Erde aus seinem Tunnelsystem hinverschwunden ist, und… ach, egal.

Optische Effekte klasse, außerirdische Story doof, Jugendliche klasse… Insgesamt ne durchwachsene Vorstellung, aber ok.


Skyline

Warum der Film nun Skyline heißt, weiß ich nicht, aber es ging um monsterhafte Aliens.
Diese waren auch sehr nett anzuschauen und interessant erfunden. Vielleicht nicht ganz logisch (warum z.B. brauchen Aliens Menschengehirne?), aber drauf geschissen.
Die Leute mit ihrem Verhalten waren mitunter etwas seltsam drauf und haben seltsame Sachen gesagt, aber das kennt man ja. Dafür sind sie dann auch einer schöner als der andere hops gegangen.
Gegen Ende wurde es dann etwas arg abstrus, aber irgendwie könnte man die Geschichte in einem zweiten Teil noch n bisschen weiterspinnen und auch gern n bisschen mehr Licht ins Aliendunkel bringen, worauf ich durchaus Lust hätte.
Optisch gut getrickst, ganz okehe Schauspieler in leider etwas unsympathischen Rollen, aber insgesamt habe ich schon schlechtere Filme gesehen.


End of the Line

Hat einige Festivalpreise abgeräumt, aber verstehen tu ich das nicht so sehr. Ok, vielleicht für ne Indie-Produktion sehr gut, aber wenn ich es mit Moon oder Vampire Nation vergleiche, dann stinkt das hier ganz schön ab.

Schlechte Schauspieler, schlechte Tricks, allgemein schlechte Filmqualität, blöde Dialoge und wirklich ziemlich schlechte Schauspieler.

Die Geschichte haut’s jetzt auch nicht so raus.

Der Anfang war nett. Toller Schocker. Und die Idee mit den Leuten, die einem den Rücken zu drehen, ist grandios spooky. Die Szene in der U-Bahn-Haltestelle, als ein einzelner Mann mit dem Rücken zur verängstigen Protagonistin steht, und sie guckt weg, und wieder hin, und er ist ein paar Meter näher (aber immer noch mit dem Rücken zu ihr), und sie guckt weg, und wieder hin, und er ist noch n paar Meter näher bei ihr. Wirklich weltklasse.

Leider gehts dann recht stümperhaft weiter, weshalb ich nach 40 Minuten die Filmbeschau beendet musste.


„Red Sky“ von Nate Southard

Spannende und wendungsreiche Geschichte, irgendwie sehr filmisch erzählt, sprachlich allerdings arg holprig und fast schon stümperhaft.
Könnte aber auch an der Übersetzung liegen, denn laut innerbuchigen Informationen feilt der Autor immer ganz lange an seinen Texten, bis auch der kleinste Buchstabe passt. Dafür war es schon ne ziemliche Qual und kein Vergnügen.
Schade.
Denn so einen buchgewordenen Horrorfilm liest man eigentlich schon mal recht gerne.