Monatsarchiv: Mai 2012

The Big Bang

Toller Film!

Ein richtiger und typischer und toller Film-Noir. Modern, aber klassisch. Allein der Name der zu suchenden Person… Weltklasse! Und der entlassene Boxer. Und die Erzählstimme aus dem Off. Hach! Toll!

Vielleicht wurde es am Ende mit dem Big Bang doch ne Spur zu abgedreht, von daher vielleicht doch n Tick zu modern, und nicht ganz so klassisch, wie ich es gern gehabt hätte, aber trotzdem insgesamt sehr toll.

 


Death Race

Hossa, was ein sinnfreier Quatsch!

Hirn aus, Spot an, mögen die Spiele beginnen…

Herr Statham war wieder mal die coolste Sau in Mexiko, die Action rasant und kurzweilig, die Bösen waren böse und die Guten gut, und die Beifahrerschickse angemessen nett anzusehen.
Schade nur, dass die Story wirklich an allen verfügbaren Haaren gegen ihren versammelten Willen herbeigezogen wurde. Wo sind eigentlich Drehbuchautoren, wenn man sie mal braucht?
Der Höhepunkt der Unsinnigkeit des an Unsinnigkeiten wahrlich nicht armen Films war zweifellos dieser furiose Monstertruck. Bezüglich der Action grandios und phänomenal, aber storytechnisch absolut und komplett abstrus und sinnfrei. Alle anderen Logiklöcher in dieser an Logiklöchern wahrlich nicht armen Geschichte waren locker im Hinblick auf das große Ganze und zugunsten des Actionspaßes zu tolerieren, aber dieser Truck… Na ja.
Das Ende mit dem einigermaßen überraschenden „Twist“ war dann wieder ganz ok, und insgesamt war es ein im Rahmen seiner Möglichkeiten recht unterhaltsames Filmvergnügen.


Oben

Ein nicht schlechter Film, der aber auch nicht besonders gut war.
Die Animationen waren ok, mehr aber auch nicht. Ich liebe Hunde, aber Dug machte gar keine so liebenswerte Figur. Der Vogel auch nicht. Die Menschen erst recht nicht. Die Ballons waren nett… *hmpf*
Die Idee mit den sprechenden Hunden wiederum war sehr nett (das „Katze“ fand ich einigermaßen lustig), aber auch damit hätte man irgendwie mehr machen können.

Richtig, richtig weltklasse war eigentlich nur der Schnelldurchlauf des gemeinsamen Lebens von Ellie und Carl. Das war soo toll und schön und ergreifend!
Aber das war’s dann auch schon wieder. Danach kam nur ziemlich uninteressantes Gelumpe, das höchstens mal von kurzen „Ellie und Carl“-Passagen unterbrochen wurde. Immer dann war der Film auch wieder gut. Wenn Carl an Ellie erinnert wurde, wenn er mit ihr „sprach“, ganz besonders auch als er am Ende das Abenteuer-Album durchblättert.
Russel war doof, Mister Muntz auch. Nur übliche Klischees.

 


52 Filme – Thema 22 – Lieblingsschauspieler (männlich): Welcher Film hat dich zum Fan gemacht?

Ui, was ein lustiges Thema im 52-Filme-Projekt von Halliway.

Ja, das ist einfach.

John Cusack.

Ach so, nee, welcher Film… Das ist natürlich „Grosse Pointe Blank“ von 1997 gewesen.
Darin habe ich Herrn Cusack das erste Mal bewusst wahrgenommen, und es war sofort um mich geschehen.
Ich bin jetzt zwar nicht zwanghaft hinter jedem neuen Film von ihm her, und habe auch lang nicht alle gesehen, aber ist sehe ihn immer sehr gern und freu mich, wenn mir wieder mal was mit ihm über den Weg läuft.
Selbst leicht unnötige Filme wie „2012“ oder „Zimmer 1408“ werden durch ihn wenigstens in Teilen sehenswert.
Richtig top finde ich „Weil es dich gibt“ oder auch „Frau mit Hund sucht… Mann mit Herz“ mit ihm.

Ach, verflixt, es soll ja um den erste Film gehen.

Ok, ja, ein lustiger Film, um einen Profikiller, der zu nem Highschool-Treffen geht, sich in seine ehemalige Klassenkameradin verliebt und von einem ungehaltenen Kollegen verfolgt wird. Sehr nett, wie er da mit normalen Menschen und seinem nicht ganz so normalen Beruf zurecht kommen muss.
Profikiller sieht man ja selten in normaler Umgebung. Meistens sinds ja noch nichtmal nennenswerte Hauptfiguren von Filmen, und schon gar keine positiv besetzten Hauptpersonen, sondern eben nur so Killer, die anderen (meist den positiv besetzten Hauptpersonen) ans Leder wollen.
Diese Grundidee ist zwar einigermaßen schnell verbraucht, da es im begrenzten Rahmen dieses Treffens bleibt, aber die guten Darsteller reißen’s raus, allen vor eben der tolle Herr Cusack.

 


„Daemon“ und „Darknet“ von Daniel Suarez

Wieder mal ein Double Feature, da auch diese beiden Romane eindeutig zusammen gehören.
Den ersten (Daemon) kann man von mir aus noch ohne den zweiten (Darknet) lesen, aber wenn man den ersten gut fand und von der Existenz den zweiten erfährt, kann und sollte man das gar nicht wollen.
Was in „Daemon“ angefangen wurde, wird in „Darknet“ grandios zuende gebracht. Wobei auch schon „Daemon“ grandios ist. Vielleicht ist für mich da „grandios“ n bisschen das neue „großartig“, aber mir doch egal.

Natürlich sollte man für diese Romane ein gerüttelt Maß an Computeraffinität mitbringen, denn für normalsterbliche Menschen ist dieses ganze technische Computergeschwätz, trotz ordenlichter Erklärungen, vermutlich nicht zu verstehen und noch weniger zu ertragen. Eindeutig was für Nerds.
Aber als Nerd hat man Spaß ohne Ende, weil alles nicht nur faszinierend und spannend, sondern letztendlich sehr möglich ist. Jedes weitere Feature des Daemons macht Spaß und Laune auf mehr.

Im ersten Roman wird der Daemon erstmal als sehr negative Bedrohung der Weltordnung aufgebaut, was im zweiten Roman dann aber immer mehr zum Segen entwickelt, weil die aktuelle Weltordnung sehr zurecht als hochgradig menschen- und umweltverachtend und ungerecht dargestellt wird. Diese ganze globale und auf immer mehr und mehr Wachstum ausgerichtete Marktwirtschaft, die Reiche immer reicher und Arme immer ärmer macht, ist objektiv betrachtet ja schon ziemlicher Unfug, aber genauso objektiv betrachtet kann der Mensch natürlich nicht anders.
Deshalb ist diese Daemon-Gesellschaft, die sich herausbildet zwar eine schöne Utopie, aber natürlich auch eine nicht umsetzbare.

Andererseits… vielleicht ja doch… hmm… Denn losgetreten wird das ganze ja durch ein emotionsloses Computerprogramm. Von einem entwickelt, der zur Zeit der Aktivierung tot ist. Und im weiteren Verlauf zwingt dieses Computerprogramm die ganze Welt unter seine Knute, weil es da ansetzt, wo es weh tut. Beim Geld. Die Menschen haben im weiteren Verlauf gar keine Möglichkeit, als zu tun, was der Daemon will, oder unterzugehen. Nur Außenseiter, die in der Gesellschaft eh nix zu melden haben, finden gut, was da passiert, und sehen eine Chance, ihr marktwirtschaftlich sinnlosese Leben zu verbessern. Die etablierten Mächtigen gehen mehr und mehr den Bach runter, weil der Daemon sich einfach nicht kontrollieren lässt, und immer wieder ein neues Kaninchen aus dem Hut zaubert, um die verzweifelten Machterhaltungsmaßnahmen abzuwehren.

Doch, das könnte funktionieren, wenn man so einen Daemon nicht nur programmieren, sondern ihn auch dort überall hinbringen könnte, wo er hingebracht werden muss, damit das klappen kann.
Schwierig.

Na ja.

Wie auch immer. Die Geschichte ist interessant und spannend geschrieben, man fiebert mit den Personen mit, die Technik ist glaubwürdig und interessant und spannend beschrieben. Die Romane lassen sich gut lesen und regen auch abseits des Lesens zum Nachdenken an.
Prima Unterhaltung und mehr!


Slumdog Millionaire

Jetzt hab ich also auch mal endlich den überraschenden Oscar-Abräumer von 2009 gesehen. „Jetzt“ heißt in dem Fall zwar eher „vor einigen Wochen“, mäht aber nix. Besser spät als nie.

Ich fand den Film erstmal natürlich ziemlich irritierend, da ich mal wieder nichts Genaues nicht wusste und deshalb nicht ganz verstanden habe, warum unser vermeintlicher Held und Millionärsgewinner bei der Polizei sitzt und verhauen wird. Und warum wird ständig seine Kindheit gezeigt?
So ist das eben, wenn man sich nicht informiert, sich aber trotzdem irgendwelche Erwartungen zurechtlegt.

Als diese Phase überwunden war, und ich den Film verstanden hatte, war es ein Hochgenuss!

Alle Oscars zurecht gewonnen. Komplett und insgesamt und überall und immer war der Film phantastisch!
Grandiose Schauspieler, schöne Bilder, spannende und mitreißende Geschichte und dann noch ein Happy End!

Ich bin begeistert!

 


52 Filme – Thema 21 – Film aus den 80ern

Jetzt soll’s im 52-Filme-Projekt von Halliway also um die 80er gehen…

Gerne. Voll meine Zeit! (c:

Erster Gedanke: „Eine Hochzeit zum Verlieben
Aber Quatsch, der spielt ja nur in den 80ern. Schade.

Ja, dann halt „Flashdance„.

Das Thema „80er“ ist für mich sofort und unabänderlich mit „Musik“ verbunden.
Und Flashdance ist nicht nur ein wunderbarer Musikfilm mit einer wunderbaren Hauptdarstellerin, sondern hat mit „What a Feeling“ auch einen grandiosen Titelsong, der zurecht alle möglichen Preise gewonnen hat und bis heute ein absoluter Ohrwurm ist. Darunter leiden dann etwas die anderen Songs des Soundtracks, die allesamt ganz schön klasse sind (vor allem Romeo von Donna Summer und Maniac von Michael Sembello und He’s a Dream von Shandi und Manhunt von Karen Kamon).

Die inhaltliche Geschichte des Films ist natürlich belangloser Pupskram, aber nett anzuschaun und unterhaltsam. Die Tanzszenen sind dafür wiederum viel besser, und da es bei so einem Film eh nur darum und um die Musik geht, beide Daumen hoch!