52 Filme – Thema 11 – Vom Buch zum Film

Oh, nein, das ist kein schönes Thema im 52-Filme-Projekt von Halliway.

Ich lese zwar viel und gern, und ich schau mir viel und gern Filme an, aber beides zusammen eher nicht. Wenn ich nen Film gesehen habe, interessiert mich das Buch eher nicht mehr. Und Bücher, die ich gut fand, werden irgendwie nicht verfilmt.
Und jetzt was zu einer Buchverfilmung schreiben, die ich zwar gesehen, aber nicht gelesen habe, möchte ich auch nicht so recht. Und ein gutes verfilmtes Buch, das ich aber nicht gesehen, sondern nur gelesen, habe, ist ja ganz am Sinn und Zweck vorbei.

Hach… na gut… Dann nehm ich mal „Die unendliche Geschichte“ (nachdem ich „Der Herr der Ringe“ und „Shining“ und „Christine“ verworfen (und an „Carrie“ bis gerade gar nicht gedacht) habe).
Den hab ich nach langer und heftiger Vorfreude damals im Kino gesehen und war restlos begeistert. Danach war ich so gespannt auf das Buch, dass ich das direkt danach gelesen habe. Und auch vom Buch war ich restlos begeistert. Vom Film dann übrigens auch und immer noch.

Allgemein musste man damals natürlich eher total gegen den Film sein. Weil die unendliche Geschichte als Buch so schrecklich phantasievoll war und die Filmbilder alles total kaputt machen und sowieso total falsch wiedergeben und überhaupt.
Ist ja heutzutage meistens nicht viel anders, wenn ein weltwichtiges Buch verfilmt werden soll. Alle Fans schreien sofort „Zeter“ und „Mordio“ und kriegen voll den Hass und wünschen den Verfilmern alles Schlechte dieser Welt zur Strafe für ihr Sakrileg. Bla, bla, bla… Anstatt einfach mal einen Film Film sein zu lassen und ein Buch ein Buch. Wie auch immer…
Zurück zum Thema.
Natürlich wurde einiges im Film verändert. Muss ja auch, ist ja ein Film. Der Bastian ist eigentlich kein dicker Außenseiter, sondern macht einen doch sehr kompatiblen, wenn auch etwas drögen, Eindruck. Na und? Es wurde nur das halbe Buch verfilmt. Na und? Und natürlich hab ich alle anderen schrecklichen Punkte, die am Film zu bemängeln sind, vergessen, denn immerhin ist der ganz Spaß schon fast 30 Jahre her. Na und?
Der Film funktioniert als Film wunderbar. Er ist phantasievoll, die Kulissen, die Tricks, die Masken, alles ist ganz außergewöhnlich gelungen und passend, und Fuchur ist der absolute Knaller! Die kindliche Kaiserin! Entschuldigung, aber was bitte sollte man an dieser kindlichen Kaiserin aussetzen wollen? Na ja.
Ach, und die Musik! Die Filmmusik! Der Soundtrack! Was habe ich den geliebt. Der wurde letztens leider von dem zu „Star Wars“ geschlagen, aber nur knapp. In diesem Zusammenhang muss ich allerdings auch sagen, dass ich dieses amerikanische Lied mit diesem Limahl indiskutabel unpassend fand (wie auch den restlichen amerikanischen Synthie-Soundtrack von diesem Tirolerhut Moroder). Als Lied an sich damals vielleicht gar nicht so schlecht, aber doch nicht für diesem Film!

Und als ich danach das Buch gelesen habe, hatte ich natürlich immer alles aus dem Film vor Augen, aber das fand ich dann total prima und gar nicht schlimm. Denn der Film war ja gut. Und als die Buchgeschichte dann über die Filmhandlung hinaus ging, war das für mich wie ne Fortsetzung. Wie Nachschlag. Ne Zugabe. Ein großer Spaß und voll das Fest!

Leider wurde dann ja irgendwann der Film tatsächlich fortgesetzt. Viel zu spät und somit mit anderen Schauspielern. Was ein Graus! Ganz, ganz schlecht. Fand ich. Die Leute passten ja mal so gar nicht. Und nicht, weil ich mittlerweile das Buch gelesen hatte, sondern, weil mein Bastian und mein Atréyu und meine kindliche Kaiserin durch irgendwelche Knallchargen ersetzt wurden. Dieser Schönling Bastian, der jetzt ja noch nichtmal mehr dröge war. Und eine dunkelhaarige, gelockte kindliche Kaiserin! Argh! Ganz grober und beleidigender Unfug.

Das ist sie also – meine ereignisreichste Buchverfilmung: Die unendliche Geschichte.

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