Monatsarchiv: Februar 2012

Folklore

Ein PS3-Download-Spiel, von dem ich mir mal die Demo angeschaut habe. Ganz nettes Actionsystem mit eingefangenen Folks, die man als Waffen einsetzen kann (einer haut, der andere schützt, einer kann Gegner festsetzen etc.), und Bewegungssteuerung (zum Einfangen muss man den Controller hochreißen), aber doofer Kamerasteuerung (links/rechts ist für mich vertauscht und nicht zu ändern), und die Präsentation ist auch eher billig DS-mäßig ohne Sprachausgabe und mit viel X-Klickerei, was aber nicht immer sofort zu sehen ist, weshalb man schonmal sinnlos wartet, dass was passiert.
Insgesamt nicht so sehr mein Fall. Weg damit.


Heavenly Sword

Na sowas. Da hat man ein Schwert im Titel, aber trotzdem kriegen auch die scheißesten Entwickler Schießpassagen in ein Spiel. Nach der ersten (leider doch recht öden) Schwertkampfpassage wechselt man dann (in ca. Spielminute 10) lieber mal den Charakter und hat dann ein lustiges Pfeilgewehr.
Ist aber auch nicht schlimm. Die PS3 kommt eh weg. Das war halt nur noch ein Sicherheitstest, um sicherzugehen, dass das Spiel nicht doch sensationell spielenswert ist.
Ist es nicht.
Auch, weil der Sound mal wieder (wie schon bei Enslaved) unheimlich uneinheitlich abgemischt ist. Mal sind die Stimmen superleise, dann wieder die Musik superlaut, und dann lieber mal umgekehrt. Und natürlich haben wir auch noch Soundeffekte, die auch eine Lautstärke besitzen. Stümper!


Nur über ihre Leiche (GB, 2006)

Überaus durchschnittlicher TV-Krimithriller aus Großbritannien.
Ganz nette Story, ganz netter (wenn auch nicht übermäßig überraschender) Twist am Ende, aber irgendwie will der Funke mal wieder nicht so richtig packend überspringen.


Infamous

Tolles Spiel. Auf Dauer sind die Nebenmissionen zwar etwas abwechslungsarm, aber die Story ist toll und die Präsentation auch. Toll!
Leider auch ein ziemlich ätzendes Spiel. Die Steuerung! Scheißdrecksdämliches Konsolen-Gamepad-Steuerungsgewürge. Verdammt!
Ich habe wirklich lang durchgehalten, aber irgendwann war die Luft n bisschen raus und ich hab mich anderen, PS3-fernen Aufgaben zugewandt, und… tja… das war’s.
Und da ich seit neuestem auch noch schwer mit dem Gedanken spiele, alle Konsolen im Allgemeinen und die PS3 im Speziellen komplett dranzugeben, kann ich auch mal diesen Abgesang hier schreiben. Denn weitergespielt wird dann doch nicht mehr.
Und dabei war die Story echt ziemlich fesselnd und spannend und tragisch.
Spielerisch war’s halt auf Dauer etwas dröge. Die Nebenmissionen hab ich im zweiten Gebiet, nachdem es genau die gleichen wie im ersten waren, einfach mal komplett ignoriert, aber auch die Hauptmissionen waren im weiteren Verlauf sehr oft einfach nur mehr vom Gleichen, nur schwerer. Dagegen ist vielleicht nicht viel einzuwenden, wenn man es nicht schon ohne „schwerer“ schwer genug hätte, mit dem Gamepad zurechtzukommen. Nach fünf erfolglosen Versuchen bei einer Hauptstorymission hatte ich dann erstmal die Schnauze voll und bis heute dieselbe nicht leer bekommen. Und da das jetzt mittlerweile sicher ca. mindestens vier Monate her ist, behalten wir das Spiel mal in relativ positiver Erinnerung, schließen das Kapitel aber hiermit endgültig ab.
Echt schade. Erzählerisch sind diese Konsolenspiele ja immer ganz prima, aber die Steuerung!


Black Mirror

Voll das anerkannte Superspiel. Nur für mich mal wieder nicht so. Selten hat mich ein Adventure so geärgert mit ewigen Laufwegen. Hin und her und wieder hin und mit einem reden und dann wieder her und was Neues anklicken und wieder hin und was Neues mit dem einen reden und wieder…. ARGH! Und dann muss man manchmal links klicken und manchmal rechts klicken und dann wieder so oder so. Bei den Geheimakten gibts ja z.B. auch nen Unterschied zwischen Links- und Rechtsklick. Rechtsklick guckt, Linksklick macht. Das scheint bei Black Mirror auch so zu sein, aber irgendwie auch nicht so, dass ein dauerhaftes Verständnis bei mir bleibt. Jedenfalls musste ich mit einem Türrahmen sehr lange kämpfen. Und Sachen in einer Schublade sind das erste Mal nur dumm da, um beim nächsten Mal Reingucken, nachdem ich woanders was anderes gemacht hatte, dann doch mitnehmbar zu sein. Nervig!
Trotzdem hatte ich mich fast schon daran genug gewöhnt, um genug Spaß haben zu können, da kam mir eine ganz schön lange Pause dazwischen und der rote Faden ist mitsamt meiner Motivation stiften gegangen.
Da aber alle Welt so schrecklich begeistert von den Black-Mirror-Adventures ist, nehm ich mir mal fest vor, nochmal damit anzufangen.
Allein, ich befürchte, dazu wird es nicht kommen. Wenn ich es noch nicht mal schaffe, Baldurs Gate 2 zuende zu spielen (von dem ich urst begeistert war und bin), dann wird das wohl nix mehr mit Black Mirror. Eigentlich schade. Aber andererseits gibts genug andere Spiele, die für mich komplett unbekannt und neu und spannend sind. Schaun mer mal…


Geheimakte 2: Puritas Cordis

Eigentlich fand ich das erste Geheimakten-Abenteuer ja nicht so schrecklich überragend. Aber irgendwie hat mich die Berichterstattung zum dritten Teil dann doch wieder irgendwie rattig gemacht, und als dann der zweite Teil ziemlich zeitgleich als Gamestar-Beilage ankam, musste ich halt doch nochmal ran.
Leider haben mich wieder die unvermeidlichen permanenten pseudolustigen Kommentare der Protagonisten genervt, aber die Rätsel waren nett und die Story hat auch nicht gestört.
Bei den Rätseln musste ich zwar ziemlich oft sinnlos rumkombinieren, aber bis auf 2 bis 3 Stellen kam ich ohne Lösung aus. Sinnlos rumkombinieren find ich zwar schade, aber da machse nix. Und bei meinem abgebrochenen Black-Mirror-Erlebnis (das ich ja noch gar nicht thematisiert habe… hmm) hatte ich deutlich weniger Spaß.
Insgesamt gut genug, sodass der dritte Teil kommen kann und von mir auch freudig erwartet wird.


„Schattennacht“ von Dean Koontz

Besser als der Vorgänger, aber nicht so stark wie der erste Odd-Thomas-Roman.
Für mich dann auch mal Anlass genug, diese Reihe und vermutlich den ganzen Herrn Koontz dranzugeben.
Beim Odd stört mich vor allem sehr, dass quasi jeder Satz ein Witz ist. Alles lustig, ironisch, sarkastisch und dadurch stellenweise durchaus vergnüglich zu lesen, meistens nervts dann aber doch nach einiger Zeit, weil eben viel zu sehr unrealistisch. Solche Dialoge führen normale Menschen nicht. Zu konstruiert.
Inhaltlich isses auch wieder sehr übersichtlich und, tja, ach, uninteressant halt. Wieder mal.
Und genau wegen dieser uninteressanten Übersichtlichkeit seiner Storys, die meistens dann auch zu langweilig und -atmig erzählt werden, mach ich in Zukunft lieber woanders weiter. Gibt genug andere Autoren mit genug anderen Büchern.