NiBiRu

Nettes, etwas hölzernes, aber angenehm ernsthaftes Adventure. Erwachsene Story mit ohne unnötigem Humor. Der würde nicht passen (wie er auch zu Tunguska nicht passte) und nur stören (wie er auch zu Tunguska nur störte), weshalb er von den Erfindern praktischerweise direkt weggelassen wurde. So muss ein Adventure sein.
Was nicht so sehr sein müsste, ist die lästige Eigenart, Objektkombinationen erst nach einer klar definierten Anzahl von klar definierten Mausklicks oder in klar definierter Reihenfolge zuzulassen. Wenn ich in einen Raum komme, eine Lampe anklicke und zu hören bekomme „die ist kaputt“, und ich eine Birne im Gepäck habe, dann versuch ich sofort, diese Birne mit der Lampe zu kombinieren. Geht nicht. OK. Wenn ich dann nach langwierigem und erfolglosem Herumirren dann in einer Lösung lesen muss, dass ich die Birne auswechseln soll, wunder ich mich natürlich entsprechend, und wenn ich dann nach einigem aufer Lampe herumklicken tatsächlich irgendwann nach dem dritten Mausklick dann doch die Birne wechseln darf, könnte ich ganz exzessiv kotzen. Verdammte Axt!
Dass Gegenstände ihr Aktivitätspotential ändern, je nachdem wo man wann wie ist, ok, da kann man sich dran gewöhnen und meistens kriegt man anhand der Spielsituation mit, wenn man vielleicht doch wieder einen Versuch, X mit Y zu kombinieren, starten darf. Aber wenn man dann mehrmals irgendwas anklicken muss, bis man 2x hört „ist kaputt“ und dann erst… na ja. Wieder was gelernt. Klickt man in Zukunft halt wie ein Weltmeister alles immer mehrmals an. *kopfschüttel*
Ja, und natürlich gibt durchaus das eine oder andere Logikloch, bzw. komische Verhaltensweisen oder Dialoge, aber sowas ist halt bei solchen Spielen so. Egal.
Was genau von mir verlangt wird, nachdem ich erfolgreich nach Frankreich geflohen bin, wird mich auch mit keiner Silbe mitgeteilt. Da ist das Spiel doch sehr oft sehr wortkarg. Ich hab dann mal notgedrungen ziellos weitergespielt (sprich: alles angeklickt) und es wurde dann mal klar, dass ich den Onkel (?) besuchen soll.
Na ja, nothing is perfect, oder so.

Insgesamt trotz meinem Gemecker ein sehr schönes und interessantes und spannendes und sehr spielenswertes Spiel, das allerdings ein ganz schön schwaches und fast schon ärgerliches Ende an den Tag legt.

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