„Cupido“ und „Morpheus“ von Jilliane Hoffman

Das Folgende hab ich in geistiger Umnachtung verfasst, in welcher es keinen separaten Artikel zu „Cupido“ gab. Nachdem ich meinen Misstand bemerkt habe, hab ich jetzt allerdings keine Lust mehr, das umzuschreiben. Also nicht wundern, nur lesen….

Für mich Eins zum Preis von Zweien, weil ich das recht zügig hintereinanderweg gelesen habe (nur unterbrochen von nem königlichen Eschbach), und weil die zwei Geschichten keine sind. Es ist eine Geschichte. OK, es liegen zwischen beiden Geschichten 3 Jahre, aber egal.
Lustig finde ich mal wieder, wie sehr man sich niemals auch z.B. Amazon-Rezensionen verlassen sollte. Das habe ich ja eigentlich schon beim dritten Frankenstein erlebt, was aber ja auch nur mal die Ausnahme bezüglich einer Regelbestätigung hätte sein können, aber beim Morpheus sind sich die Leute quasi auch ziemlich einig, dass er ganzganz schlecht vor allem im Vergleich zum Cupido sei. Aber das ist natürlich grober Unfug! Morpheus ist die vermutlich beste Fortsetzung, die ich (neben den Frankensteinen) lesen durfte.
Ja, es sind ganz schön viele lehrhafte Ergüsse bezüglich des amerikanischen Rechtssystems drin. Und ja, im ersten Teil fand ich es erstmal ganz entschieden oberalbern, dass man im amerikanischen Land keinem was kann, wenn man „unrechtmäßig“ eine Leiche in seinem Kofferraum findet. In dem Stück (und natürlich in noch vielen weiteren) ist dieses vereinigte Amerikastaatenland eines der dümmsten. Aber dafür gehen sie ja jetzt auch pleite und werden von China gekauft.
Da ich aber diese Albernheiten von meinen geliebten amerikanischen Krimiserien schon zu Genüge kennen, wars nicht lange schlimm.
Dafür aber umso spannender. Ich mag solchen Gerichtskrempel ja sehr.
Der wahre Mörder war zwar sehr schnell enttarnt, obwohl sich die Frau Autorin redlich Mühe gegeben hat, einen anderen verdächtig erscheinen zu lassen. Wenn aber der möglich gewesen hätte sein sollen, wäre eine Szene im Buch eine bösartige Leserverarsche, und sowas möchte ich nie befürchten, und habs bei Büchern eigentlich auch noch nie erlebt. Deshalb blieb nur ein möglicher Täter übrig. Und das schon nach ca. der Hälfte des Buchs. War aber nicht schlimm. Es war trotzdem unglaublich spannend.
Die Identität von Herrn Morpheus war nicht vorherzusehen, allerdings hat mich die Enthüllung auch ziemlich kalt gelassen. Der Täter trat für mich niemals großartig in den Vordergrund. Schade.
Aber dadurch wars natürlich umso spannender. Der selbstverliebte Fuchs in mir findet es zwar schon n bisschen klasse, wenn er voll clever schon lange vor der eigentlichen Enthüllen den Fall gelöst hat, aber als geniesender Leser möchte ich davon eigentlich nix wissen.
Leider endet der Morpheus mit einer klaren „Fortsetzung folgt“-Ansage, was ich einerseits schade finde, was aber aufgrund der bisherigen Qualität der Bücher auch nicht weiter schlimm ist. Les ich halt noch ein drittes.

Oder auch nicht. Eine kurze Recherche hat ergeben, dass es von Frau Hoffman schon zwei weitere Bücher gibt, die aber anscheinend gar nichts mit der Story von hier zu tun haben.
Hmm. Dann doch wieder schade. War zwar kurz über dieses Fortsetzungsende verärgert, aber so isses auch blöd.

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