Monatsarchiv: September 2011

Enslaved

Demo gespielt. Begeistert gewesen. Vollversion gekauft. Erster Bosskampf erreicht. Genervt aufgegeben. Ich hatte zwar ne Taktik mit der ich sicher gewonnen hätte. Nach ca. 2 bis 3 Stunden. Aber das ist dann auch wieder nicht meine Art von Spaß. Im Gegenteil. Da werd ich unheimlich unzufrieden, ärgerlich und absolut obergrumpig!
Diese Steuerung mit den Analogsticks… und diese vielen Knöpfe… und diese Steuerung… Bis ich mich in die richtige Richtung gedreht habe, und beim Boss bin, und… zack, hat er mich schon geboxt, ich flieg durch die Gegend und darf mich wieder sortieren… Nicht meine Welt.
Bei Uncharted wars ja irgendwie noch alles gut und schön, wobei es da aber auch keine richtigen Bosskämpfe gab, hab ich grad den Eindruck. Bis auf den einen über den ich ja auch fürchterlich am Abkotzen war.
Na ja, wie auch immer, ich muss wohl endlich mal einsehen, was eigentlich schon immer klar und bekannt war: Ich bin kein Konsolenspieler. Nie gewesen. Ich wäre gern, aber es geht nicht.
Ich werde jetzt alle noch ungespielten mal kurz antesten (vielleicht ist ja doch noch was für mich dabei), und dann kommt das Ding namens PS3 wohl weg.


Prince of Persia

So ne HD-Trilogie mit den ersten drei der neuen Prinzen von Persien für de PS3 gekauft.
Toll. Grafisch zwar trotz HD sehr altbacken, aber lustiges Jump’n’Run mit leichten Kämpfen. Sehr schönes Knobeln, wie es jetzt wohl weitergeht und so.
Bis ich (leider schon nach ca. 25 Minuten) zwei gegenüberliegende Wände mit abwechselnden Sprüngen hochklettern sollte.
Nach ca. 30 unerfolgreichen Wandhochläufen und missgetimeten Sprungversuchen musste ich auch dieses Spiel entnervt aufgeben.
Konsolenspiele sind einfach nicht meins.
Was hauptsächlich an der Steuerung liegt. Zwei komische Analogsticks sind für PCler, wie ich einer bin, einfach überhaupt nicht zu bändigen. Ständig läuft der Kollege irgendwo hin, wo er sicher nicht hin soll. Vermutlich kann man sich an sowas gewöhnen, sogar wenn man ich ist, aber dafür dürfte ich jetzt kein PC-Spiel mit Maus und Tastatur mehr anfassen. Und darauf hab ich nun so gar keine Lust.
Wobei…
Wenn ich mir die letzten PC-Spiele, die mittlerweile ja mindestens mal Parallelentwicklungen sind, wenn nicht gar komplette Konsolen-Umsetzungen, dann stelle ich doch immer mehr fest, dass die PC-Ausgaben öfters mal eigentlich immer scheiße (Menü, Inventar etc.) aussehen und sich auch so steuern. Two Worlds war so eins, und Dead Space auch. Total schwammige Steuerung. Total unpräzise. Das waren so unsägliche Konsolenspiele, dass es vermutlich früher oder später gar keinen Spaß mehr macht, aufm PC zu zocken.
Aber bis es soweit ist, bin und bleibe ich lieber PCler. Ich habe es ja versucht, auf die Konsole zu wechseln, aber diese Steuerung gefällt mir einfach nicht. Und mich jetzt ein halbes Jahr quälen, bis ich mich vielleicht daran gewöhnt habe… nein, danke.

 


Resistance

Eigentlich wollte ich ja den jetzt erschienenen dritten Teil zum Anlass nehmen, um alle Teile zu spielen. Weil es nicht Modern Warfare und auch nicht Battlefield ist.
Aber nach zwei Dritteln des Spiels isses leider so, dass meine Nase gestrichen voll von unsteuerbaren Egoshootern auf einer Konsole ist. Das macht einfach absolut überhaupt gar keinen Spaß. Außer ab und zu. Aber halt viel zu viel zu selten.
Wo ist den bitte das ganze Autoaiming hingekommen, das früher so in war. Was haben wir PCler uns immer über diese Zielhilfen bei Konsolenshootern das Maul zerrissen… Aber leider kann man anders diese Spiele auf diesen Plattformen nicht spielen. Das sehen die Entwickler inzwischen wohl anders, was zur Folge hat, dass unsereins nix trifft. Schade.


„Cupido“ und „Morpheus“ von Jilliane Hoffman

Das Folgende hab ich in geistiger Umnachtung verfasst, in welcher es keinen separaten Artikel zu „Cupido“ gab. Nachdem ich meinen Misstand bemerkt habe, hab ich jetzt allerdings keine Lust mehr, das umzuschreiben. Also nicht wundern, nur lesen….

Für mich Eins zum Preis von Zweien, weil ich das recht zügig hintereinanderweg gelesen habe (nur unterbrochen von nem königlichen Eschbach), und weil die zwei Geschichten keine sind. Es ist eine Geschichte. OK, es liegen zwischen beiden Geschichten 3 Jahre, aber egal.
Lustig finde ich mal wieder, wie sehr man sich niemals auch z.B. Amazon-Rezensionen verlassen sollte. Das habe ich ja eigentlich schon beim dritten Frankenstein erlebt, was aber ja auch nur mal die Ausnahme bezüglich einer Regelbestätigung hätte sein können, aber beim Morpheus sind sich die Leute quasi auch ziemlich einig, dass er ganzganz schlecht vor allem im Vergleich zum Cupido sei. Aber das ist natürlich grober Unfug! Morpheus ist die vermutlich beste Fortsetzung, die ich (neben den Frankensteinen) lesen durfte.
Ja, es sind ganz schön viele lehrhafte Ergüsse bezüglich des amerikanischen Rechtssystems drin. Und ja, im ersten Teil fand ich es erstmal ganz entschieden oberalbern, dass man im amerikanischen Land keinem was kann, wenn man „unrechtmäßig“ eine Leiche in seinem Kofferraum findet. In dem Stück (und natürlich in noch vielen weiteren) ist dieses vereinigte Amerikastaatenland eines der dümmsten. Aber dafür gehen sie ja jetzt auch pleite und werden von China gekauft.
Da ich aber diese Albernheiten von meinen geliebten amerikanischen Krimiserien schon zu Genüge kennen, wars nicht lange schlimm.
Dafür aber umso spannender. Ich mag solchen Gerichtskrempel ja sehr.
Der wahre Mörder war zwar sehr schnell enttarnt, obwohl sich die Frau Autorin redlich Mühe gegeben hat, einen anderen verdächtig erscheinen zu lassen. Wenn aber der möglich gewesen hätte sein sollen, wäre eine Szene im Buch eine bösartige Leserverarsche, und sowas möchte ich nie befürchten, und habs bei Büchern eigentlich auch noch nie erlebt. Deshalb blieb nur ein möglicher Täter übrig. Und das schon nach ca. der Hälfte des Buchs. War aber nicht schlimm. Es war trotzdem unglaublich spannend.
Die Identität von Herrn Morpheus war nicht vorherzusehen, allerdings hat mich die Enthüllung auch ziemlich kalt gelassen. Der Täter trat für mich niemals großartig in den Vordergrund. Schade.
Aber dadurch wars natürlich umso spannender. Der selbstverliebte Fuchs in mir findet es zwar schon n bisschen klasse, wenn er voll clever schon lange vor der eigentlichen Enthüllen den Fall gelöst hat, aber als geniesender Leser möchte ich davon eigentlich nix wissen.
Leider endet der Morpheus mit einer klaren „Fortsetzung folgt“-Ansage, was ich einerseits schade finde, was aber aufgrund der bisherigen Qualität der Bücher auch nicht weiter schlimm ist. Les ich halt noch ein drittes.

Oder auch nicht. Eine kurze Recherche hat ergeben, dass es von Frau Hoffman schon zwei weitere Bücher gibt, die aber anscheinend gar nichts mit der Story von hier zu tun haben.
Hmm. Dann doch wieder schade. War zwar kurz über dieses Fortsetzungsende verärgert, aber so isses auch blöd.


NiBiRu

Nettes, etwas hölzernes, aber angenehm ernsthaftes Adventure. Erwachsene Story mit ohne unnötigem Humor. Der würde nicht passen (wie er auch zu Tunguska nicht passte) und nur stören (wie er auch zu Tunguska nur störte), weshalb er von den Erfindern praktischerweise direkt weggelassen wurde. So muss ein Adventure sein.
Was nicht so sehr sein müsste, ist die lästige Eigenart, Objektkombinationen erst nach einer klar definierten Anzahl von klar definierten Mausklicks oder in klar definierter Reihenfolge zuzulassen. Wenn ich in einen Raum komme, eine Lampe anklicke und zu hören bekomme „die ist kaputt“, und ich eine Birne im Gepäck habe, dann versuch ich sofort, diese Birne mit der Lampe zu kombinieren. Geht nicht. OK. Wenn ich dann nach langwierigem und erfolglosem Herumirren dann in einer Lösung lesen muss, dass ich die Birne auswechseln soll, wunder ich mich natürlich entsprechend, und wenn ich dann nach einigem aufer Lampe herumklicken tatsächlich irgendwann nach dem dritten Mausklick dann doch die Birne wechseln darf, könnte ich ganz exzessiv kotzen. Verdammte Axt!
Dass Gegenstände ihr Aktivitätspotential ändern, je nachdem wo man wann wie ist, ok, da kann man sich dran gewöhnen und meistens kriegt man anhand der Spielsituation mit, wenn man vielleicht doch wieder einen Versuch, X mit Y zu kombinieren, starten darf. Aber wenn man dann mehrmals irgendwas anklicken muss, bis man 2x hört „ist kaputt“ und dann erst… na ja. Wieder was gelernt. Klickt man in Zukunft halt wie ein Weltmeister alles immer mehrmals an. *kopfschüttel*
Ja, und natürlich gibt durchaus das eine oder andere Logikloch, bzw. komische Verhaltensweisen oder Dialoge, aber sowas ist halt bei solchen Spielen so. Egal.
Was genau von mir verlangt wird, nachdem ich erfolgreich nach Frankreich geflohen bin, wird mich auch mit keiner Silbe mitgeteilt. Da ist das Spiel doch sehr oft sehr wortkarg. Ich hab dann mal notgedrungen ziellos weitergespielt (sprich: alles angeklickt) und es wurde dann mal klar, dass ich den Onkel (?) besuchen soll.
Na ja, nothing is perfect, oder so.

Insgesamt trotz meinem Gemecker ein sehr schönes und interessantes und spannendes und sehr spielenswertes Spiel, das allerdings ein ganz schön schwaches und fast schon ärgerliches Ende an den Tag legt.


„Böser Engel“ von Timothy Carter

Heiliger Strohsack! Das hab ich hier ja noch gar nicht erwähnt. Das Buch, nicht den Strohsack. Total verpennt.
Das war gut. Das Buch, nicht das Verpennthaben. OK, blind gekauft und dann gemerkt, dass es ein rechtschaffenes „Kinderbuch“ ist, was ich nicht ganz so gut fand, aber es war fluffig geschrieben und lustig und kurzweilig und machte durch das offene Ende eigentlich Lust auf mehr.
Das „eigentlich“, weil ich danach den Erstling des Schreibers gelesen habe, und den unerträglich (bl)öde fand. Aber vielleicht ja auch nur, weils der Erstling war.
Sollte es mal ne Fortsetzung vom bösen Engel geben und sollte die mir zufällig über den Weg hoppeln, werd ich die vielleicht einpacken. Mal gucken.


„Dämonenhunger“ von Timothy Carter

Ach, das war aber jetzt nich soo der Brüller. Das erste bzw. mein erstes Buch von ihm (eigentlich sein zweites) hat mir da irgendwie besser gefallen. Wobei das auch mehr der Bauch als der Kopf war. Hier hat noch nicht mal der Bauch reagiert. War einfach nur mehr vom gleichen. Eher ne Jugendgeschichte mit viel alberner Religion. Der arme Autor hatte bestimmt keine schöne Adoleszenz, wenn er das immer wieder entsprechend verarbeiten muss…
War ok zu lesen, nicht viele Seiten, hat nicht geärgert, aber ein besonderes Vergnügen wars auch nicht.
Positiv: Ich muss den Autor nicht weiter auf einer Zu-Lesen-Beobachtungsliste halten.