Monatsarchiv: Juli 2011

„Cupido“ von Jilliane Hoffman

Furioser Start mit nachfolgenden langen Irritationen, wo jetzt genau die Reise hingehen soll. Dann war’s ziemlich spannend, bis das Ende leider sehr früh voraussehbar war. Frau Hoffman hat sich zwar redlich bemüht, einen anderen Bösewicht verdächtig zu machen, aber wenn der andere es tatsächlich gewesen wäre, wäre ich sehr böse gewesen. Dann hätte nämlich eine Szene nicht so stattfinden können wie beschrieben, und sowas kann ich dann ja gar nicht leiden. War aber nicht so. Und das war gut so. Somit war das Ende für einen international erfahrenen Thrillerfuchs wie mich nicht sehr überraschend, aber das Buch insgesamt sehr gut und lesenswert. Bitte mehr davon!


Unthinkable

Tja. Etwas unglaubwürdig. Etwas langweilig. Etwas spannend. Etwas eklig.

Manche Dialoge und Reaktionen fand ich schon sehr albern und unnütz. Ach, die ganze Geschichte war doch eigentlich für’n Arsch. Der versteckt Bomben und lässt sich dann schnappen. Will keine Öffentlichkeit, hat aber irgendwelche komischen Forderungen, die eh nicht erfüllbar sind. Was soll das? Alle Soldaten abziehen. Und wenn der Präsi gesagt hätte, ok, klar, machen wir, dann hätte er die Standorte verraten? Weil ja auch hinterher keiner sagen kann, ok, dann ist ja jetzt alles wieder gut, und die Soldaten können bleiben. Ach, was für ein blöder, sinnloser Quatschfilm. Intellektuell verpackter Saw-Teil, mehr war das doch nicht. Moralische Diskussionen anstoßen wollen ist ja schön und gut, aber dann doch nicht mit so nem Blödsinn. Da war dieser… hmm… andere Folterfilm schon besser. Glaub ich. Wenn ich nur mal wüsste, wie der hieß… Egal, dieser Film hier hatte zwar gute Darsteller, aber sonst nix. Schade.


Black Swan

Ui, was ein langweiliger Mist.
Und das hab ich von Anfang an befürchtet. Als ich das erste Mal von dem Film gehört habe, hat mich das irgendwie nicht interessiert. Und als Frau Portmann den Oscar gekriegt hat, hat mich der Film immer noch nicht interessiert. Kein gutes Zeichen.
Und letztendlich auch kein guter Film.
Langweilig!
Und Ballet.
Und eine immer wieder wild grimassierende Hauptdarstellerin.
Und die Story war auch mehr als alles andere. Was jetzt wie wann tatsächlich passiert ist, konnte man auch im Nachhinein nicht sicher wissen, weshalb ich mich mal wieder hochgradig verschaukelt fühlte. Was bei The Sixth Sense ein grandioser Aha-Effekt war, hat mich hier nur genervt.
Tolle Musik, aber doofer Film.
Ärgerlich.
Zeitverschwendung.


Buried

Das ist dann wohl quasi die Erfüllung von Hitchcocks Wunschtraums, einen Film zu drehen, der nur in einer Telefonzelle spielt.
Leider wars insgesamt zwar ein nettes Experiment, aber doch auch rechtschaffen langweilig, unlogisch und n bisschen ärgerlich.
Das Ende wollte zwar ein toller Twist sein, wirkte aber zu bemüht und konstruiert. Zeitlich kam mir der ganze Ablauf unglaubwürdig vor, und ob die Luft so reichen würde, wie die das dargestellt haben, wage ich auch einfach mal zu bezweifeln.


Monk

Das war’s dann. Schade.
Nach längerer Pause hab ich dann doch mal die letzten 1,5 Staffeln geguckt.
Nach sechs Staffeln hatte ich eigentlich starker Ermüdungserscheinungen. Die üblichen Monk-Sperenzchen haben eher für genervtes Fremdschämen als für Lustigkeit gesorgt.
Die altbackene Präsentation mit MotW anstatt staffelübergreifendem roten Faden hat genervt. Man hätte so schön die Ermittlungen bezüglich der Trudy-Ermordung einflechten können. Nix. Ein Jammer.
Na ja.
Aber zuende gucken muss man die Serie dann halt doch.
Also hab ich mir an drei Tagen die letzten 1,5 Staffeln reingezogen.
Und es war phantastisch! OK, die Monkisms haben öfters immer noch genervt. Aber sie hielten sich doch sehr in Grenzen bzw. wurden erträglicher präsentiert. Es wurde irgendwie mehr auf den Menschen Monk und seine Gefühle eingegangen als nur die bloße Zurschaustellung der Albernheit. Keine Ahnung. Ich hatte jedenfalls extrem gute Unterhaltung, die mit der letzten Doppelfolge, in der dann auch die Ermordung Trudys aufgeklärt wurde, ihren krönenden Abschluss fand.
Und natürlich isses deswegen sehr schade, dass es jetzt vorbei ist. Aber es war klasse!


Resident Evil 4 – Afterlife

Jawollo! So muss 3D sein, dann klappt’s auch in 2D. Wunderbar fotografiert. Mit Vorder-, Mittel- und Hintergrund, und DOF und Unschärfe. Dolle Action, dolle Optik, dolle Milla.
Sehr löchrige Story, aber das hat hier aufgrund der überragenden Optik und Action keinen interessiert.
Allein der komische Abspann-Nachklapp war etwas albern und unnötig.
Aber insgesamt wurde ich schon lange nicht mehr so sensationell gut unterhalten!


Warten auf Godot

Hagel und Granate, was ein Dreck.
Schauspielerisch allererste Sahne, aber das Stück ist schon arger Müll.
In der Halbzeitpause sind wir dann lieber gegangen. Unerträglich!