Monatsarchiv: März 2010

Unser Vizestar für Oslo

Hört sich jetzt vielleicht fieser an, als es gemeint ist: Wenn man die Frau Braun nicht sieht, dann ist das ja mal so ne obergeile Mucke!

Und wenn man „Bee“ von unserem tatsächlichen Oslostar drei- bis viermal gehört hat, dann ist das leider irgendwie total viel besser als das satellitenhafte Siegerlied.


Stay

Sixth Sense trifft Mulholland Drive! Leider mit eher verhaltenem Resultat.

Weitgehend langweilig und bemüht geheimnisvoll ist der Film eigentlich nur unnötig konfus mit wenig überraschendem Ende.

Allerdings weiß ich grad auch gar nicht so sehr, warum ich damals von Mulholland Drive so begeistert war. Aber ich war’s wenigstens.
Hier kam ich mir eher total veralbert vor, denn wenn das alles die Phantastereien des Verunfallten waren, warum wird uns alles aus Sicht vom Doktor präsentiert? Uncool.
OK, ganz nett war irgendwie, die ganzen Gesichter am Unfallort nachträglich nochmal der vorherigen Filmhandlung zuzuordnen, aber sonst…

Insgesamt leider eine zeitliche Verschwendung.


„Bruderherz“ von Blake Crouch

Ui, da gibts ja auch ne Fortsetzung. Mist!

Das Buch war nämlich ausgesprochen gut. Etwas holpriger Schluss mit seltsamem Ende, aber der Weg dahin war mehr als OK. Sehr kurzweilig und flüssig zu lesen. Spannend.

Da werde ich um Teil 2 nicht herumkommen. Herr Crouch kann was!


FlashForward

Eine neue Mystery-Serie.

Interessante Ausgangssituation, mit dem globalen Blackout plus Zukunftsblick.

Allerdings bin ich sehr skeptisch, dass dieser doch recht übersichtliche Aufhänger für mehrere Staffeln Serie reicht. Irgendwann müssen die sechs Monate auch in Serienzeit rum sein. Wobei… dann könnte es ja einen neuen Blackout geben, oder irgendwie ganz anders weitergehen. Je nachdem wie das erklärungstechnisch aufgelöst wird.

Bis jetzt (nach 4 Folgen) ist’s noch ziemlich interessant und spannend. Aber das war Lost zu dem Zeitpunkt auch noch. Und als international erfahrener Pessimist befürchte ich ein ebensolches Endlosdesaster wie bei dieser Inselserie. Meine Freundin ist ja von der aktuellen fünften Lost-Staffel oberkrass begeistert, aber ich schweife ab…

Im Moment haben wir eine interessante Story, interessante Charaktere, prima Schauspieler (2x Ex(?)-Lost), ordentlich gefilmt, alles gut mit Freude auf mehr. Wenn nur nicht meine latenten Befürchtungen wären…


Harry Potter und der Halbblutprinz

Na, so ein komischer Nichtsfilm…

Der Halbblutprinz war hauptsächlich abwesend und wurde dann nur mal kurz vor Schluss in quasi einem Nebensatz enthüllt. Ansonsten hab ich jetzt nicht so recht gemerkt, dass er wichtig war.

Auch sonst weiß ich jetzt nicht genau warum man fast zweieinhalb Stunden Film für gerade mal vielleicht drei Minuten Storyrelevanz (so für Harry Potter global betrachtet) braucht. Am Schluss geht Dumbledore hops, aber sonst war nix. Blödes und rechtschaffen belangloses Verliebte-Teenies-Geblubber.

Wobei ich im Moment grad gar nicht so recht weiß, was die anderen Filme so veranstaltet haben, und was das für den gesamten Harry Potter heißt. Scheißblödes Gedächtnis… Aber wenigstens war ich nach den anderen Filmen nicht ganz so … verärgert ist vielleicht n bisschen zu viel, triffts aber noch am ehesten.

OK, gesehen, abgehakt, weiter geht’s… Und bitte dann mit einem ordentlich furiosen Finale!


Fluch der Karibik 3

Der erste Teil war ja superklasse.

Der zweite war von allem ganz toll viel mehr, und dadurch etwas mittelmäßig.

Der dritte wurde dann erstmal von der Im-Kino-gucken-Liste gestrichen, und hat leider auch im Fernsehen den ersten Werbeblock… ich glaube noch nicht mal erlebt.

Belanglos. Langweilig. Unnötig.
Captain Jack Sparrow kann man einen Film lang gut ertragen bzw. sogar herzhaft köstlich finden. Aber beim zweiten wars eigentlich schon mehr als gut, und im dritten ist das pseudoschwule Rumgehampel doch etwas abgedroschen und unerträglich.

Nee, das war nix.


Lie to Me

Das ist also mal ne Krimiserie. Gibt ja noch nicht so viele.
Der Witz daran ist, dass es um psychologische Analyse der Körpersprache diverser Verdächtiger geht.

Eigentlich ganz interessent und mal was anderes.
Mir kommt es nur n bisschen zu sehr mit dem Holzhammer ums Eck. Ist halt doch eher für dumme durchschnittliche Amerikaner produziert. Denen muss man eben alles dreimal und in größtmöglicher Großaufnahme zeigen. Ich hätte es lieber n bisschen subtiler gehabt. Mir ist das hauptsächliche Gimmickmerkmal der Serie auch n bisschen zu dominant. Es geht zu wenig um die Geschichte, um den Fall, sondern hauptsächlich um die diversen verräterischen Gesten. Mal sehen wie sich das noch entwickelt, wie sehr persönliche Nebenhandlungen der Charaktere zum Tragen kommen.

Wenn ich das mal mit dem thematisch etwas ähnlich gelagerten Mentalisten vergleiche (dann fällt mir gerade siedendheiß ein, dass ich die letzte Folge verpennt habe), gefällt mir der sehr viel schöner. Und das schon von der ersten Folge an. Also eher schlechte Karten für den Lügenbaron.