Katechisten-Trilogie – Alan Dean Foster

Nachdem ich mittlerweile schon in mittleren Gegend des dritten Bandes dieser Trilogie angekommen bin, schreib ich halt doch mal was dazu.

Zu Anfang war ich (wie so oft) ganz arg begeistert.
Lustige Ideen (sprechende Affen, sprechende Riesengepardlöwenkatzen, eigentlich sprechende alle Tiere, kurzes Rübergucken in die „reale“ Welt), öfter mal wechselnde „Perspektiven“ (ein Kapitel wird dann plötzlich die Geschichte eines Dorfes erzählt und dort kommen dann usere reisenden Hauptfiguren vor, ohne dass es in diesem Kapitel die Hauptfiguren sind (wenn Sie verstehen, was ich meine); oder es wird von einem Tal berichtet in dem Blumen einen Krieg gegeneinander führen, und die dann, als drei Reisende (unsere Helden) des Wegs kommen, sich diese Reisenden versuchen unter den Nagel zu reißen und für ihre Zwecke einzusetzen) – sehr spannend und abwechslungsreich.

Allerdings wirkt die ganze Geschichte wie einzelne kleine Geschichten. Auch wenn mehrere Kapitel lang aus der Perspektive unserer Haupthelden geschrieben wird, ist jedes Kapitel eine kleine Untergeschichte, die das große Ganze irgendwie unschön zerstückelt. Es fühlt sich nicht nach einer großen Geschichte an, sondern an eine recht beliebige Aneinanderreihung von vielen kleinen. Aufm Papier (ja, wo auch sonst, is ja n Buch) ist es zwar alles zusammenhängend, aber es wirkt nicht so.
Und das ist dann doch auf Dauer was ermüdend.

Die Zaubereien, die der Held so anwendet und tätigt, wirken auch sehr wilkürlich. Er ist kein Zauberer und benutzt nur Gegenstände, die ihm von seinen Dorfmitbewohnern mitgegeben wurden. Er weiß auch meist gar nicht, was diese Gegenstände bewirken (können), benutzt sie aber trotzdem, und zwar genau die passenden in den richtigen Situationen, die dann genau den passenden Effekt habe. Leider sehr unglaubwürdig und beliebig. Mir fehlt so n bisschen ne Logik bezüglich der Zaubereien und Effekte. Der Autor scheint so durch die Gegend geschrieben zu haben, kommt in eine Situation, die irgendwie rechtschaffen unlösbar ist, und lässt halt den Helden mal in seinem Rucksack kramen, irgendeinen Gegenstand rausholen und *peng* es passiert was passendes, das die unlösbare Situation löst. Unbefriedigend.

Deshalb bin ich mal wieder froh, wenn’s vorbei ist.

Aber schön und erlebnisreich und besonders und gut war’s trotzdem.

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