The Fall – Last Days of Gaia

Seit 30.11.2009 wird nun zum dritten (und auf jeden Fall letzten) Mal „The Fall“ in der extendierten Version gespielt.

Nach zwei nicht sehr anhaltenden Versuchen, nutze ich die WoW-losigkeit, um jetzt endlich das Spiel durchzuspielen.

Leider macht es mir das nicht einfach.

Die Grafik ist rechtschaffen hässlich, die Bedienung ist rechtschaffen ätzend, die Quests sind mitunter rechtschaffen undurchsichtig.
Zwecks der Übersicht muss man das Spiel immer komplett rausgezoomt spielen, und hat dann immer noch nicht alles so im Blickfeld, wie man es bräuchte. Ständig läuft man mit dem falschen Charakter durch die Gegend, weil ein einmaliges Anklicken des Charakterbildchens nur die Anzeige des Inventars bewirkt. Gesteuert wird trotzdem noch der Charakter, der das letzte Mal durch das anklicken des großen Charakterbilds ausgewählt wurde. Die Kamera zeigt normalerweise immer den aktuellen Gruppenführer in der Bildmitte. Meistens aber auch nicht. Auch das führt immer wieder zu Konfusion. Man kann den Hauptcharakter per WASD lenken, was aber keinen Spaß macht. Besser ist eine Rechtsklickung dahin, wo man hin will. Was aber auch lange Strecken meist nicht geht, da man dann unter Garantie einen Baum, ein Haus, eine Mauer oder sonst ein Ding anklickt (und nicht nackten Zielboden), worauf dann nur der Hauptcharakter alleine loszuckelt, um eben diese Ding zu inspizieren. Sehr nervig auch das Zuckeln auf kurze Distanz. Das geht nämlich dann angemessen ehrfürchtig (und langsam) vonstatten und kann einem einige Nerven rauben. Auch die ständigen vom Hauptcharakter gesprochenen „Das ist ein leeres Fass“-Kommentare. Man kann auch mit einem Nicht-Hauptcharakter untersuchen, was keine nervigen Kommentare zur Folge hat, aber wenn man die komplette Gruppe ausgewählt hat (was ja Standard beim Durch-die-Landschaft-Laufen ist), dann geht automatisch der geschwätzige Hauptcharakter zum Gegenstand. Besteigt man ein Auto, dann tut das jeder der sechs Gruppenmitglieder einzeln und nacheinander. Schön animiert, aber unnötig zeitverschwenderisch. Wenn man Zeugs in der Gruppeninventaransicht verschubsen will (weil das Inventar des Lootenden mal wieder voll ist) und dort dann merkt, dass man lieber die unnütze Waffe vorher entladen möchte, dann muss man aus der Ansicht erstmal wieder raus und die Waffe im Einzelinventar entladen.
Solche kleinen Nervereien gibt es noch und nöcher, und das ist extrem schade.
Denn die ganze athmosphärische Endzeitathmosphäre ist echt klasse. Auch die Quest sind, wenn sie nicht gerade undurchschaubar sind, sehr schön erzählt und stimmungsvoll.
OK, grafisch ist das Spiel angemessen veraltet. 2004 ist halt nun auch schon ein paar Tage her. Aber das ist nicht soo schlimm.
Die Musik auch nicht. Die ist eher total toll und stimmig und schmissig und schön.

Ich denke, ich werde es durchaus zuende bringen können, allerdings geht es nicht so leicht von der Hand wie letztens Risen, Mass Effect und Ego Draconis.
An die Bedienungsmacken hab ich mich einigermaßen gewöhnt, und die Questtransparenz krieg ich seit neuestem mit einer englischsprachigen Lösung in den Griff.
Sollte allerdings auch dieser Versuch scheitern, dann dieses Mal wenigstens daran, dass das Spiel halt doch nicht soo unterhaltsam ist, und nicht, weil WoW mal wieder keine Zeit für was anderes lässt.

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