Monatsarchiv: Dezember 2009

Fallout 3

Seit gestern wird das dann mal intensiv gespielt.

Unheimlich tolle Atmosphäre. Durch „echte“ Ruinen zu wandern und nicht durch irgendso ne Fantasywelt macht, auch wenn’s amerikanische Ruinen sind, schon so einiges her. Füllt sich sehr realistisch und echt an, gerade auch wegen der Ego-Perspektive. Spielerisch mag ich zwar eigentlich ne Grüppchenbildung lieber, aber athmosphärischer ist der Egotrip schon.

Die Bedienung ist etwas umständlich, aber das geht. Hat mir bei „The Fall“ ja auch nicht geschadet und ist hier nicht halb so schlimm.

Etwas ungewohnt und uncool ist, dass ich in Dialogen nicht voll der Roxxor bin. Aber dafür kann ich schleichen, schießen, Schlösser knacken, reparieren und glücklich sein. Tschäng, tschäng.

Bei aller (im Moment ja noch recht anfänglichen) Begeisterung sollte ich allerdings den Hersteller im Hinterkopf behalten.
Oblivion artete ja ziemlich in Beliebigkeit aus und machte lange vor Beendigung der Hauptquest keinen Spaß mehr.
Deshalb werd ich mal versuchen, so gegen kurz nach Level 20 auch das Ende der Hauptquest anzupeilen, damit ich wenigstens ein ordnungsgemäßes „durchgespielt“ erreiche. Wenn’s dann noch nicht ausgelutscht ist, kann man ja auch ohne leveln noch weiterspielen. Oder das ein oder andere Addon (mit neuem Max-Level) anschaffen.

Fortsetzung folgt…


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Ein fanszinierender Zeit… na ja, nicht unbedingt ..reise…, aber …manipulationsgedönsreisedings-Film. Na ja. Jedenfalls spaßig, spannend und spektakulär.
Das Ende fand ich allerdings arg unbefriedigend. Aufm Papier und mit Kopf beurteilt sehr gut, allein der Bauch ist angefressen. Da hätte man auch ein angemessenes Hollywood-Happy-End stattfinden lassen können. Hätte mMn besser zum dezent popkornigen Film gepasst.

Insgesamt mittelgut.


Kommissar Wallander – Die Brandmauer

Jetzt so im Nachhinein muss ich grad mal die Hände überm Kopf zusammenschlagen.  *klatsch*

„Brandmauer“…. BRANDMAUER!!! Vielleicht reg ich mich grad mal umsonst auf (ok, kosten tuts tatsächlich nix), aber BRANDMAUER!!! Im englischen heißt der Film „Firewall“ und der schwedische Originaltitel „Brandvägg“ bedeutet eben das. Passt auch ganz gut zum Filminhalt.
Man möchte da doch mal ganz gerne den HONK treffen, der diesen deutschen Quatschtitel erfunden hat. Immer diese Internetausdrucker…

Na ja. Der Film an sich war eigentlich gar nicht mal soo schlecht, aber die Story war mir als IT-Fachmann doch etwas zu unrealistisch. Abgesehen von der kriminellen Hauptgeschichte war der ganze Film allerdings doch arg depressiv grundgestimmt. Die Nebenstory mit Wallander und seiner Internetaffäre nimmt natürlich kein gutes Ende, und trägt ordentlich zu einem ersten negativen Fazit nach Ende des Films bei.

Update:
Allerdings möchte man doch irgendwie nachträglich sagen, dass Herr Branagh den Herrn Wallander vorzüglich spielt. Und das schwermütige Konzept des Ganzen ist eigentlich auch nicht soo schlecht. Stimmig. Macht halt keinen Spaß, aber das muss ja auch nicht immer jeder Film.

Insgesamt ein zwiegespaltenes OK.


Geheimakte Tunguska

Das war dann mal wieder nach langer Zeit ein Adventure.

Spannende Mystery-Story um das Tunguska-Ereignis von 1908.

Die erste Hälfte hat auch angemessenen Spaß bereitet, aber irgendwann gingen mir die gezwungen lustigen Kommentare immer und überall unglaublich auf den Sack.
Auch waren mir viele Rätsel zwar nicht zu unlogisch, aber man konnte, ohne zu wissen wieso und warum, allein durch die optische Veränderung des Mauszeigers zu oft Gegenstände kombinieren und somit quasi die Rätsel lösen, bevor sie im Spiel erschienen.

Durchgespielt hab ich es aber dann doch, weil ich durchaus wissen wollte wie die Geschichte weitergeht.
War dann auch noch schön wendungsreich und spannend und knifflig und mit Pinguin.

Aber diese elendige Lustigkeit hätte wirklich nicht sein müssen und auch nicht dürfen. Muss man immer und überall einen lustigen Spruch reindrücken, nur weil es mal ein „Monkey Island“ gab?! Eine durchgeknallte Piratengeschichte kann ja ruhig alberne Lustigkeit verbreiten wollen, aber zu mysteriösen Katastrophen, entführten Wissenschaftlern und russischen Geheimdiensten passt sowas einfach nicht.

Sehr schön war, dass mit Max ein zweiter spielbarer Charakter vorhanden war, und man in der russischen Klinik sogar beide gleichzeitig spielen durfte und die beiden zusammenarbeiten mussten. Netter Abwechslungsreichtum.

Insgesamt gut (aber ein zweiter Teil muss, wenn er genauso albern ausfällt, sicher nicht sein).


Ein Königreich für ein Lama

Den fand ich dann erstmal etwas doof. Weil doofer unsympathischer Hauptfigurenkönig und anfangs eher spaßarm. Aber da sich der Kollege natürlich im weiteren Verlauf des Films zum Guten besserte, und vor allem die Spaßdichte nach der Lamaentstehungsgeschichte angemessen zunahm, wars doch ein ordentliches Vergnügen.

Insgesamt ein etwas zäher Anfang, aber ein kurzweilig-vergnügliches Endergebnis.


A Perfect Getaway

Na, das war ja mal gar kein Horrorfilm. So gesehen ein Fehlgriff.

Aber, holladiewaldfeeherrkapitän, was ein geiler Thriller!

60 Minuten plätschert die Handlung so vor sich rum, und man ist schon drauf und dran, auf den langweiligen Scheiß zu schimpfen (jedenfalls, wenn man ich ist), und dann kommt ein Twist, der den ganzen Film aber sowas von oben auf den Kopf stellt, dass man als nächstes (jedenfalls wenn man ich ist) auf eine ganz bestimmt Szene schimpft und Betrug am Zuschauer wittert. Allerdings ist man von dem ganz gehörig angezogenen Tempo nach dem Twist und der Spannung und der Dramatik erstmal so in Beschlag genommen, dass der gewitterte Ärger ganz schnell verfliegt und man atemlos den letzten 30 Minuten folgt.

Von wegen Zuschauerbetrug ergab ein nachfilmischen Kontrollieren allerdings keinen unlauteren Wettbewerb hervor. Als Zeuge im wahren Leben wäre ich mal nicht so geeignet, denn ich hätte alles mögliche verwettet, dass es in dieser Szene so und so und nicht anders… egal. Diese, für mich sehr schlüsselige, Szene kann man astrein auf zwei Arten sehen. Und der Film lotst den Zuschauer perfekt in die eine Art, um ihn eben nach den ca. 60 Minuten total zu überraschen. Jedenfalls wenn man ich ist. Aber gut, dass ich den nicht im Kino gesehen habe, denn da hätte mir mein paranoider Zuschauerbetrugsverdacht den Film in Nachhinein total verdorben.
Ich fand den Film durch diesen Twist jedenfalls absolut astrein und volle Kanne unterbewertet. Vorher noch nie was von dem Ding gehört. Ich bin begeistert.

Insgesamt ein unglaublich glücklicher Glücksgriff und ein absolutes Highlight!


The Tournament

Ein kurzweiliger Killerwettbewerb mit viel Action.

Mehr will mir dazu nicht einfallen. Netter Snack für Zwischendurch.

Insgesamt gut.