Risen

Ursprüngliche Nachricht (14.10.2009):
Wird als „Das offizielle Spiel der Gothic-Macher“ bemarketingt. Dämlich. Finde ich. Gibts auch inoffizielle Spiele? Na ja.

Dafür ist das Spiel umso besser. Eigentlich zwar nur ein Gothic 2 in grün, aber in einem so schönen und angenehmen grün, dass es eine wahre Pracht und Freude ist!

Wieder eine Insel mit wieder einer Hafenstadt und wieder drei Fraktionen. Und wieder ein namenloser Held.
Aber eine schöne Insel und eine schöne Hafenstadt, nette Quests, nette NPCs.
Die Kampfsteuerung ist annehmbar. Man kann blocken. Das hilft ungemein. Zieht viele Kämpfe ganz schön in die Länge, da der Gegner, wenn er humanoid ist, auch blocken kann, aber man hat dadurch ganz gute Chancen. Gegen einen Gegner. Mehrere Gegner versuchen einen leider zu umzingeln, was einen ziemlich schnellen Tod nach sich zieht. Durch geschicktes Navigieren kann man die Gegner zwar alle hintereinander halten, und wird so nur vom vordersten angegriffen, aber dann kommt man vor lauter navigieren kaum zum Kämpfen. Aber insgesamt das bisher beste Ego-Solo-Action-Dingsbums-Kampfsystem.

Schade ist, dass man am Anfang kaum Gold hat, um Sachen zu lernen. Die Steigerungspunkte steigern sich ins Unermessliche, aber man kann sie nicht ausgeben, weil man sein hart verdientes Gold ständig bei Quests als Schmiergeld oder Info-Bezahlung oder, oder, oder raushauen muss. Wenn man dann in der Hafenstadt Schlößer knackt, schwimmt man dann problemlos in Massen von Gold und dann fehlen natürlich Punkte.

Eigentlich wollte ich ohne Schleichen, ohne Schlösser knacken, dafür aber mit Axt und Bogen kämpfen.
Axt ist am Anfang zweihändig. Zweihändig = kein Schild. Ohne Schild kann man Tiere nicht blocken. Geht gar nicht. Mit Axt-Skill Stufe 6 kann man Äxte einhändig führen. So weit kann man am Anfang nicht kommen, weil kein Gold. Mit Axt ist also am Anfang Essig mit kämpfen, weil man ständig stirbt. Wenn man das Gold für Axt Stufe 6 hätte, hat man keine Punkte mehr, weil man sonst auch kein Gold hätte, weil man ohne Schlösser knacken … egal.
Außerdem hat man mit Schmieden schönere Schwerter. OK, Schwert-Skill ist auch immer noch Stufe 1, weil Schlösser… aber geht.

Aber bei allen „abers“ und aller Kritik und aller auf dem Papier negativen Punkten: das Spiel rockt! Es macht unheimlich viel Spaß!

Update (02.11.2009):
Heute war’s dann rum. Der Endkampf hat stattgefunden, und nach einigen Anlaufschwierigkeiten hab ich ihn mit moralischer Unterstützung meines Schatzes auch tatsächlich erfolgreich absolviert. Sehr konsolös, der Endkampf. Passte auch absolut überhaupt gar nicht zum restlichen Spiel. Na ja.
Das Kampfsystem nervte zwischendrin unheimlich gehörig, und ich hoffe mal, dass das in nächsten offiziellen Spiel der Gothik-Macher n bisschen anders sein wird. Und wenn nicht, isses auch egal, denn ich werde unbedingt mal einen Magier spielen. Soll zwar, wenn man Forumsschreibern glauben darf, sehr unspektakulär und gar eintönig sein, aber Nahkampf mit diese össelig trägen Steuerungsreagierung tu ich mir nicht nochmal an.
Trotzdem war es insgesamt ein sehr schönes Spiel. Insgesamt bereue ich keinerlei Zeiteinheiten, die ich in das Spiel gesteckt habe. Klasse Sache!

Update:
Gerade hör ich hier (aufer Arbeit) das erste Mal den Soundtrack. Holla die Waldfee, Herr Kapitän! Wunderprächtig! Fabelhaft! Ganz großes Ohrenkino! Ich bin begeistert! Toll! Eins und elf!
Bisher waren so die „Main-Themes“ immer ganz nett, aber der restliche Krempel eher nervend. Aber hier ist jedes Stück melodiös, eingängig, traumhaft schön.
Der Herr Rosenkranz ist ein ganz großer!

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